SpaceX-Splitter

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Der heutige Blog ist nicht neu, das, was ich schreibe habe ich schon einige Male geschrieben, aber ebenso wie ich zum wiederholten Male Artikel über den Fortschritt oder fehlenden Fortschritt in anderen Webseiten lese, denke ich kann man einiges noch mal aufkochen. Ich will das als eine Folge von fiktiven Fragen und Antworten geben.

Ist das iterative Testen an den Fehlstarts ds Starships schuld?

Jaein. Man muss zuerst mal verstehen, was iteratives Testen ist. Der Begriff kommt aus der Softwaretechnik und ist mir daher wohlbekannt. Bei iterativer Vorgehensweise baut man nicht eine Anwendung, die irgendwann mal komplett fertig ist, sondern zerlegt sie in Module, die man nacheinander programmiert und die dann zusammen die ganze Anwendung geben. Eine Textverarbeitung könnte man in Editfunktionen, Bildschirmdarstellung und Tastaturverarbeitung, Speicher, Drucken, Formatieren etc. unterteilen. Ist ein Modul fertig so wird getestet und dann ist dieses Element abgeschlossen. Letztendlich ist jede Software, die mehr als eine Version hat iterativ entstanden, denn Version 1.x oder 2.0 baut ja auf der ersten Version auf.

Der Schlüssel, sonst würden solche Projekte scheitern, ist aber dass jeder Teil abgeschlossen ist und auch durchgetestet, notfalls mit Dummydaten. Iterativ wurden auch die frühen Raketen entwickelt, vor allem ICBM. Da wurde zuerst die erste Stufe getestet, dann erste und zweite Stufe, dann das Steuerungssystem optimiert. Die Atlas hatte so 3 Versionen bevor die Atlas D die erste einsatzfähige war und erst Atlas E+F versprachen die gewünschte schnelle Reaktionszeit. Analog wurden auch die Europa und Saturn I entwickelt.

Was SpaceX aber macht ist etwas völlig anderes. Sie starten mit ungetesteten Raketen. Gut eine Superheavy kann man nicht testen, dafür gibt es keine Teststände, die den Schub aufnehmen könnten, aber das Starship hätte man so testen können. Aber es wurde ja schon bei der Komponentenebene nicht getestet. Das steht etwas verklausuliert in dem Bericht zur Explosion von Starship 36. Wenn man erst nach diesem Vorfall beginnt die Druckgasflaschen zu testen und Prüfmethoden zu entwickeln, dann hat man es vorher nicht getan. Ein anderes sind die bei Flug 7 bis 9 in verschiedenen Teilen beobachteten Lecks, die zu Feuern und Explosionen führten. Auch diese kann man bei einem Bodentest finden, meist aber schon vorher. Der Mondlander LM wurde nicht fertig, weil man beim ersten Exemplar Lecks fand als man die Leitungen mit Helium spülte und dann nach Helium um den LM mit Detektoren suchte.

Diese Vorgehensweise von SpaceX nennt man nicht „iterativ“, man nennt sie Trial und Error und bei einem so komplexen und großen Gefährt wie dem Starship kann es Jahre dauern über diese Methode alle Fehler zu finden und sie ist extrem teuer, weil man bei jedem Fehler meist ein Starship verliert. Aber es ist die kürzeste Methode etwas zu konstruieren.

Erschwerend kommt hinzu, dass bevor ein Starship komplett den Entwicklungszyklus durchlaufen hat, SpaceX schon zur Version 2 oder 3 fortschreitet.

Warum scheitern alle Starships, während die Entwicklung der Falcon 9 und Heavy problemloser verlief?

Auf diese Frage gibt es zwei Antworten. Zum einen war SpaceX als die Falcon 9 entwickelt wurde eine noch kleine Firma, jung. Einige Angaben zur Falcon 1 und 9 deuten darauf hin, dass sie viele Aufträge auswärts vergeben haben, das ist in der Raumfahrtbranche nicht unüblich, in der Vulcan stecken auch keine Triebwerke die ULA selbst baut. Die Falcon 9 ist eine Rakete – Wiederverwendung außen vor, das hat wenig mit Technik zu tun – auf dem technischen Stand der Sechziger Jahre. Es gibt viele qualifizierte Firmen die Subkomponenten wie Leitungen, Ventile, Turbopumpen etc. für eine LOX/Kerosin-Rakete mit einem Nebenstromtriebwerk mit mittlerem Schub entwickeln oder liefern können. Was SpaceX noch machen musste war diese Teile zu einer Rakete zusammenzufügen. Auch hier wurde dazugelernt, so hatten die ersten Falcon 9 eine 3×3-Matrixanordnung der Triebwerke, sehr ungünstig, wenn man den Schubvektor beeinflussen will, und dann ging man zum Oktaweb über.

Das Starship entstand 10 Jahre später, die Falcon 9 flog seit Jahren problemlos und diesmal hat SpaceX sie selbst entwickelt. Meiner Ansicht nach hat das meiste Personal aus der Frühzeit, das Erfahrungen gesammelt hat und diese weitergeben konnte, die Firma verlassen. Anders sind bestimmte Vorkommnisse nicht erklärbar. Es gibt Dinge, bei denen fragt man sich: „Wie konnte jemand auf eine so dumme Idee kommen?“. So das Ablassen von Treibstoff während des Flugs bei IFT-2 oder die bekannt gewordene Ursache für die Triebwerksausfälle – man hat das Verbrennungsabgas, das Wasser und andere Stoffe enthält, die bei den Temperaturen von flüssigem Methan und LOX zu Eis werden, zurück in die Tanks geleitet (die korrekte Vorgehensweise wäre es, einen Teil des Treibstoffs am Triebwerk zu erwärmen und zurück in den Tank zu leiten, dafür braucht man nur eine Leitung mehr als bei der SpaceX-Methode). Und das Eis führte dann auch zum Bersten der Turbopumpen, wenn es in diese gelangt.

Wie beurteilst Du die Vorgehensweise beim Starship?

Wie schon erwähnt arbeitet SpaceX nach dem „Trial und Error“-System. Das heißt es wird etwas designt und dann gleich im Einsatz ausprobiert, anstatt vorher alle Fehlermöglichkeiten durch Tests zu eliminieren und Prüfmethoden zu entwickeln. Es scheint so, als wäre dies neu, aber dem war schon immer so. Bei einem der Testflüge der Falcon 9 entdeckte man einen Riss in der Düse des Merlin Vacuum. Anstatt zu untersuchen, wie dies passieren konnte, wurde die Düse einfach gekürzt. Die zwei Explosionen der frühen Falcon 9 hatten ihre Ursache darin, dass in einem Fall man Streben nahm, die nicht für den Zweck geeignet waren und eine brach, und im zweiten Falle Sauerstoff in einer undichten Heliumdruckgasflasche sich entzündete – Dinge, die man durch Tests und Prüfungen schon im Vorfeld vermeiden kann. Ebenso scheiterten die Falcon-1-Starts durch eingesparte Systeme, die SpaceX meinte nicht zu benötigen.
Unabhängig von der Technik scheint es bei SpaceX einen enormen Sparzwang zu geben, der sich nicht nur in fehlenden Tests, sondern auch Einsparungen bei den Materialien äußert. So die Verwendung von Edelstahl anstatt leichteren Materialien. Beim letzten Test wurde auch klar, dass die Firma metallische Kacheln einsetzt, die wohl billiger als die bisherige Variante TUFROC, die von der NASA entwickelt wurde und auch im X-37B eingesetzt wurde. Das macht vor allem bei einem vollständig wiederverwendbaren Gefährt keinen Sinn. Selbst wenn man so Kosten spart, sind die Alternativen schwerer und senken so die Nutzlast bei jedem Flug ab, während die höheren Herstellungskosten nur einmal anfallen. Ähnliches scheint auch für die Starlink-Satelliten zu gelten, die eine für Satelliten sehr geringe Lebensdauer von 5 Jahren haben, und nach den bisherigen Statistiken erreichen die meisten nicht mal diese Frist. Ich vermute, man setzt hier auf handelsübliche Solarzellen und Elektronik, die im All durch die energiereiche Strahlung rasch an Leistung verlieren bzw. geschädigt wird.

Beim Starship ist das Grundproblem, dass die dauernden Änderungen dafür sorgen, dass man jedes Mal neue Fehlerquellen einbaut. Nun steht noch ein Flug des Starships V2 an, vier brauchte man, um nur auf das Niveau von Flug 5 zu kommen. Das heißt, praktisch bei jeder neuen Version fängt die Firma von vorne an. Dabei ist es noch nicht mal ein vollständiges V2-Starship, die Raptoren sind immer noch die alten.

Das Hauptproblem ist aber, dass durch diese Fixierung auf einfach zu verarbeitende und billigere Materialien es sehr schwer ist. Es soll 100 t wiegen, dürfte meinen Berechnungen aber eher um 180 t wiegen. 200 t wogen schon die ersten Prototypen für die Aufstiegstests 2020/21, das heißt man hat kaum Fortschritte erzielt. So wird man die Nutzlast nie erreichen, selbst wenn man mal alle Fehlerquellen beseitigt hat.

Was meinst Du, wird das Starship seine Ziele erreichen?

Hier ist dein Text mit reinen Rechtschreibkorrekturen, ohne dass ich Grammatik oder Satzbau verändert habe:

Es bietet sich an zu vergleichen. Das Space Shuttle war bisher das einzige fast wiederverwendbare Trägersystem. Auch hier wurde versprochen, die Startpreise radikal zu reduzieren. Es erwies sich im Unterhalt als so teuer, dass dies nicht eintrat. Aber bei ihm waren 133 von 135 Missionen wenigstens erfolgreich. Das Starship müsste noch viele Missionen absolvieren, um auf diese Zuverlässigkeit zu kommen. Mit genügend Tests kann man schlussendlich alle Fehlerquellen beseitigen, wenn man diese Tests denn alle finanzieren kann.

Wie beim Space Shuttle setzt SpaceX auf eine rasche Startfolge – die Shuttles sollten auch mal rund 50 Missionen pro Jahr absolvieren mit einem Start eines Orbiters alle vier Wochen. Das klappte nicht und dürfte auch bei SpaceX der Stopper sein, denn ohne eine hohe Flugfrequenz klappt weder das Auftanken im Orbit noch kann man die Fixkosten auf viele Starts umlegen.

Derzeit ist es so, dass das Starship 10-mal schwerer als eine Falcon 9 ist, aber dieselbe Nutzlast hat. Deren wiederverwendbare Teile stehen für 70 % der Produktionskosten. Es fällt mir schwer zu glauben, dass ein zehnmal schwereres 100 % wiederverwendbares Starship 30 % der Kosten einer Falcon 9 einsparen kann.


Ebenso halte ich die Startfrequenzen für utopisch. Nach Shotwell, also nicht Elon Musk vom November 2024 sollen in vier Jahren 400 Flüge stattfinden. Nun ist das erste Jahr fast herum, bisher gab es fünf Starts. 390+ Starts in drei Jahren? Alleine durch die Technik dürfte man kaum ohne Wartung auskommen, Turbopumpen sind bei Triebwerken der begrenzende Faktor für die Lebensdauer und die überstehen bei anderen Triebwerken 5 bis 10 Einsätze ohne Austausch. Dann ist es aber Essig mit den von Musk versprochenen stündlcihen Starts in 5-7 Jahren. (Also rund 87-mal mehr als Shotwell in 3 Jahren verspricht).

Du reitest immer auf falschen Werten herum, was soll das?

Es gibt meiner Ansicht nach einen Unterschied zwischen der „Musk-Time“, also den übertrieben optimistischen Zeitvorstellungen von Elon Musk bei Plänen und technischen Angaben. Eine Rakete besteht aus Bauteilen, die heute mit CAD/CAM erstellt werden, da weiß man schon bevor man die Rakete zum ersten Mal testet, wie groß ihre Nutzlast ist. Das klappte sogar früher, als man noch Prototypen baute. Wenn man wie Elon Musk – und das wird ja dann, da er Firmenchef ist, auch die offizielle Angabe – Fantasienutzlasten angibt, die nicht erreichbar sind, dann ist das für mich eine Lüge, die nicht einmal etwas bringt: Ein Kunde muss ja die wahre Nutzlast erfahren, sonst wird es peinlich, wenn der Satellit nicht den vereinbarten Orbit erreicht. Noch unverständlicher sind Angaben für den spezifischen Impuls, da man diesen durch Programme wie RPA oder CEA2 berechnen kann. Musk hat für das Raptor und das Merlin Vacuum hier Ausströmgeschwindigkeiten angegeben, die physikalisch unmöglich sind.

Warum er bzw. SpaceX das machen ist mir ein Rätsel, ich kann mir eine Erklärung zusammenreimen, aber keine macht so richtig Sinn. Angaben zu machen, von denen man weiß, dass sie falsch sind, ist sinnlos, unlogisch. Vielleicht ist die sinnigste Erklärung die gleiche wie bei Trump, der auch dauernd Dinge behauptet, die frei erfunden sind. Es ist eine Persönlichkeitsstörung, so was wie ADHS, Musk muss immer im Rampenlicht stehen.

Ich weiß, viele nehmen Musk bei den Zeitangaben wie den oben erwähnten stündlichen Starts in 6–7 Jahren nicht ernst. Aber wenn ich ihn da nicht ernst nehme, dann sollte ich auch andere Angaben von ihm nicht glauben. Wenn ich ankündigen würde, dass ich in 6–7 Jahren pro Jahr 10 Bücher schreibe und jedes nur noch 1 Euro kostet, ihr würdet mir ja auch nicht glauben, und dies ist verglichen mit Musks Versprechen ja noch untertrieben.

Wie stehst Du zu dem Ziel der Marsbesiedelung, das wäre doch toll wenn das klappen würde?

Ja, wenn es denn klappen würde. Dieses Ziel gibt Elon Musk seit Jahrzehnten aus. Inzwischen ist er so reich, dass er es sich problemlos leisten könnte, mal eine unbemannte Vorläufermission zu starten, aber er und SpaceX haben bisher nichts unternommen, um diesem Ziel näherzukommen. Es werden periodisch neue Starttermine genannt – der aktuelle ist im nächsten Jahr – und nichts ist passiert.

Selbst ein Unternehmen, das nur mal den Mars besucht und dann zur Erde zurückkehrt, braucht viele Entwicklungen, die man alle Jahre vor dem Start angehen muss. Die Besatzung muss schließlich drei Jahre ohne die Möglichkeit einer Rückkehr auskommen. Die ISS, obwohl seit fast 30 Jahren im Orbit, ist noch lange nicht soweit. Sie ist auf dauernde Versorgungsflüge angewiesen und verlässt sich bei Notfällen darauf, dass die Astronauten mit den angedockten Raumschiffen innerhalb von zwei Stunden wieder zur Erde zurückkehren können. Die Technologie und vor allem die Zuverlässigkeit, die da gefordert wird, ist um Potenzen anspruchsvoller als das Starship, das letztendlich nur eine ziemlich große Rakete ist. SpaceX häte im letzten Herbst als sie die ESA-Sonde Hera starteten die zum Mars flog ja mal eine eigene Mission hinzunehmen können, und wenn es nur ein modifizierter Starlinksatellit ist um zu testen, ob er auch beim Mars funktioniert. Hera war mit 1.200 kg Masse dafür leicht genug. Aber man hat nichts getan. Im Kontrast dazu hat der Kunde von SpaceX Isaacman angekündigt eine unbemannte Raumsondermission zu finanzieren und der ist weitaus weniger reich als Elon Musk.

Für mich ist diese Aussage nur dazu da die Angestellten zu Mehrarbeit zu bewegen ohne das sie murren, indem man ihnen ein utopisches Ziel vorgibt. Mein Kriterium, nicht nur bei SpaceX ist, dass ich Menschen und Unternehmen nach ihren Taten und nicht Worten beurteile.

Und die SpaceX-Fans?

Also ich war nie ein Fan von irgendetwas, weder einer Person noch so etwas wie ein Fußballverein, daher habe ich sowieso ein Problem, dies nachzuvollziehen. Ich sehe aber, dass SpaceX dieses Fan-Tum befeuert. Das geht schon mit den Inszenierungen der Starts des Starships los, bei denen es keinen neutralen informativen Kommentar gibt, sondern Kommentatoren, die jedes Ereignis in den Himmel loben und von einer Geräuschkulisse von jubelnden Mitarbeitern begleitet werden, und es werden Hoffnungen geschürt. So für einen Trip in den Weltraum für jedermann, den Königsmann, obwohl inzwischen nicht mehr bei SpaceX, in zehn Jahren für jeden für 80–100.000 Euro in einem Interview versprochen hat.

Ich kann noch verstehen, dass es in den USA SpaceX-Fans gibt. Es ist eine US-Firma, sie hat nach über 20 Jahren wieder dazu geführt, dass die USA bei kommerziellen Starts führend sind. Aber letztendlich ist es nur eine Firma, die Geld verdienen will. Starlink ist eine Alternative zu anderen Internetprovidern und in der Regel teurer und mit schlechterer Bandbreite. Die Falcon 9 wurden trotz Wiederverwendung nicht billiger, sondern teurer, und sie haben auch nicht bei der NASA dazu geführt, dass diese nun mehr Projekte durchführen kann. Letztendlich ist wichtig, was hinten rauskommt, wie es mal ein Bundeskanzler sagte. Oder wie ich sage – messt die Firma nach Taten, nicht Worten. Seit über einem Jahrzehnt verspricht Elon Musk eine rapide Reduktion der Startkosten. Passiert ist nichts. Einer Untersuchung zufolge ist das Netzwerk schon überfordert, wenn es mehr als 6-7 Nutzer pro Quadratmeile gibt. Entsprechend sinken die Datenraten auch laufend ab und garantiert werden nur noch 8 MBit/s. Trump hat sogar extra die Richtlinien für Fördergelder geändert, um es zu pushen. Wäre bei einem Produkt, das konkurrenzfähig ist nicht nötig. Das ist auch ein Aspekt der gerne ignoriert wird: die Firma hat schon enorm viele Mittel von der Regierung erhalten, bisher 38 Milliarden Dollar, weitere 38 bis 42 könnten durch die Förderprogramme hinzukommen. Die Firma ist also durchaus nicht mehr kommerziell orientiert als andere Raumfahrtfirmen in den USA oder Europa. Gemessen an Umsatz, Mitarbeitern nimmt sie bei den Zuwendungen sogar einen Spitzenplatz ein, der auch daran liegt das sie nur Starlink und Trägerraketen hat, nicht wie Lockheed, Grumman oder Boeing auch Satelliten oder Raumsonden baut. Aber dafür zahlt sie keine Steuern.

Für mich sieht das nach einer Gelddruckmaschine für Musk und einen abgeschlossenen Kreis von Investoren aus, aber nicht etwas, was die bemannte oder unbemannte Raumfahrt voranbringen könnte. Speziell für Deutsche frage ich mich, warum man Fan der Firma ist. Man hat ja nichts davon. Starlink versorgt in Deutschland keine Funklöcher, es bietet ja nur Internet, keinen Mobilfunk. Von der US-Dominanz hat man auch nichts. Im Gegenteil, wir haben für die völlig überflüssige Ariane-6-Entwicklung Milliarden gezahlt, die man sich hätte schenken können. Von der ESA/DLR gab es auch keine Angaben darüber, was die Starts gekostet haben, die von den Falcons absolviert wurden. Hätte man da Geld gespart, ich bin mir sicher, man hätte es uns wissen lassen.

Du vergisst die Versorgung der ISS!

Nein, habe ich nicht. Wenn es nur um den Zweck und die Kosten geht, dann ist es weder preiswerter, Astronauten zur ISS zu befördern als mit den Sojus, noch offeriert SpaceX niedrigere Frachtpreise als die Konkurrenz. Nach einem Report ist sie da bei CRS sogar der teuerste Anbieter, obwohl Raumschiff und Trägerrakete, anders als bei der Konkurrenz, wiederverwendbar sind. In beiden Fällen gibt es Alternativen, auch wenn den USA die Beförderung von Astronauten durch Russland nicht schmecken dürfte. Aber bei der bemannten Raumfahrt geht es ja auch weniger um Logik und Kosten als um Prestige.

Du hast sicher einen Vorschlag für SpaceX?

Na klar. Das naheliegendste wäre die Wiederverwendung des Starships aufzugeben. Damit könnte man es erheblich leichter bauen. Der Thermalschutz fällt weg, die schwere Nutzlastsektion wird durch eine leichte, abwerfbare Spitze ersetzt und der Landetreibstoff inklusive Tanks fällt weg. Aber da dieses schon vor dem Wiedereintritt bisher nicht sehr gut aussah, hätte ich noch eine zweite Möglichkeit: Drei SuperHeavy starten simultan, die mittlere mit reduziertem Schub. Die beiden äußeren werden geborgen, die mittlere ist ein Verlustgerät mit einer 5 t schweren Nutzlastspitze kommt man auf 310 t LEO-Nutzlast und 48 t GTO-Nutzlast (so gering, weil die SuperHeavy leer 200 t wiegt). Das Elegante an dem Ansatz: jede SuperHeavy fliegt maximal dreimal, dann wird sie zu dem Verlustgerät in der Mitte. Das sollte man ohne Überholung hinbekommen. Dann klappts auch mit den schnellen Starts und zwei Startplätze, an denen sie landen können hat SpaceX ja. Die Kosten würden bei 1/3 eines Wegwerfgerätes liegen und man würde da man nur eine Stufe hat auf eine große Serienproduktion kommen.

Eine Alternative wäre es eine SuperHeavy zu kürzen, sodass nur 1.500 t Treibstoff in den Tanks passen und alle Triebwerke bis auf 6 ausbauen (innere 3 und 3 im nächsten Ring). Diese würde man dann als zweite Stufe auf eine SuperHeavy setzen. Die Nutzlast betrüge rund 115 t in den LEO und 12 t in den GTO. Das hätte den Vorteil das man Raptoren im Verlustgerät einspart. Da die Tanks aus gleich langen Segmenten bestehen sollte das Kürzen problemlos möglich sein.
Beide Nutzlastangaben beruhen darauf das die 200 t Trockenmasse und die Aufschlüsselung (80 t Triebwerke, 80 Tanks, 20 t Stufenadapter, 20 t Resttreibstoff) von Musk stimmen. Da das Starship definitiv zu schwer ist halte ich es aber für wahrscheinlich das auch die SuperHeavy zu schwer ist. 4 Kg mehr in der Trockenmasse der Superheavy reduzieren die Nutzlast um etwa 1 kilo.

So, das wars. Für jeden der Punkte könnte ich einen ganzen Artikel schreiben, aber das wars denn auch. Ich denke, mit vielen Tests würden sie das V3-Starship zum Laufen bringen, mit einer Nutzlast, die für V1 versprochen wurde; auf der Website wird aber wie üblich ein höherer Wert stehen. Man wird weder die rapide Reduktion der Kosten sehen, bisher gibt es ja nicht einmal einen Startpreis für das Starship, noch die hohe Flugrate. Das Starship wird vor allem für SpaceX selbst gebraucht, um das Starlink-Netz auszubauen.

70 thoughts on “SpaceX-Splitter

  1. „Du vergisst die Versorgung der ISS! …
    In beiden Fällen gibt es Alternativen, auch wenn den USA die Beförderung von Astronauten durch Russland nicht schmecken dürfte.“

    Bernd, ist Dir eigentlich klar, dass wir inzwischen das Jahr 2025 haben, und seit mehreren Jahren ein Krieg zwischen Russland und Ukraine tobt? Bist Du wirklich nicht fähig, die aktuelle Problematik bei der potenziellen Nutzung der russischen Technik bei Versorgung der ISS zu sehen?

    OK, ich versuche es Dir kurz zu erklären: Damals, nach der Annexion der Krim durch Russland und folgenden US-Sanktionen hatte Roskosmos-Chef Rogosin gehöhnt, die Amerikaner sollten doch „mit dem Trampolin“ ins All fliegen. Damals waren die Amerikaner beim Astronautentransport vollkommen von den Russen abhängig. Heute ist die Situation in der Ukraine wegen dem Krieg unvergleichbar schlimmer, die NASA kann wirklich glücklich sein, dank SpaceX nicht mehr von den Russen abhängig zu sein.

    1. Der Bartervertag mit Russland ist immer noch in Kraft. Die NASA könnte jederzeit Sitze buchen wenn sie wölte. Bei der ISS klappt die Zusammenarbeit hervorragend und zudem sind ja seit dem 20.1. die USA Russlands beste Freunde.

      1. „Der Bartervertag mit Russland ist immer noch in Kraft. Die NASA könnte jederzeit Sitze buchen wenn sie wölte.“

        Na ja, der Friedensvertrag zwischen Russland und Ukraine ist ebenfalls noch in Kraft, hat Ukraine was davon? (Ein Krieg wurde ja offiziell nicht erklärt).

        Eigentlich ist Deine Argumentation mir „Bartervertag“ in der heutigen politischen Situation dermaßen absurd, dass ein Kommentar fast schon überflüssig ist.

          1. „denn im All funktioniert die Zusammenarbeit.“

            Nein, es wurden viele gemeinsamen Raumfahrtprojekte nach dem Ausbruch des Kriegs beendet, eigentlich fast alle, bis auf die ISS.

            Zusammenarbeit funktioniert bei der ISS nur, weil hier die einseitige Abhängigkeit der NASA von den Russen beim Astronautentransport beendet wurde, vor zehn Jahren sah es anders aus.
            Eine gegenseitige (symmetrische) Anhängigkeit besteht weiterhin, niemand kann aber den anderen unter Druck setzen, ohne sich selbst stark zu schaden.

      2. „Bei der ISS klappt die Zusammenarbeit hervorragend“

        Na ja, wie geschrieben gab es nach der Annexion der Krim und den (damals sehr schwachen) Sanktionen durchaus Drohungen aus Russland, dass keine westlichen Astronauten zur ISS gebracht werden (Stichwort Trampolin).

        Warum nutzen die Russen diesmal die ISS nicht um Druck auf den Westen auszuüben? Da gäbe es vielleicht drei Möglichkeiten:

        Möglichkeit 1: Die Russen sind eine sehr friedliebende Nation geworden, die auf keinen Fall einer anderen Nation etwas Unangenehmes herbeiführen möchte

        Möglichkeit 2: ISS ein magischer Ort geworden, wo durch kosmische Magie grundsätzlich Frieden herrscht

        Möglichkeit 3: Dadurch, dass inzwischen die US-Astronauten mit Dragon und Falcon 9 zur ISS kommen, haben Russen keine Möglichkeit mehr die NASA/USA zu erpressen.

        Ich bin echt gespannt für welche Möglichkeit Du Dich entscheiden wirst, bin aber sicher, dass eine Entscheidung für den dritten Punkt Dir gar nicht leichtfallen wird. Das würde ja bedeuten, dass SpaceX hier eine positive Rolle gespielt hat.

  2. „Du vergisst die Versorgung der ISS! …
    noch offeriert SpaceX niedrigere Frachtpreise als die Konkurrenz.“

    Bernd, Du bist immer wieder für eine Überraschung gut. Eigentlich bist du ein „Raumfahrtexperte“, zumindest wirst Du von vielen so wahrgenommen. Gleichzeitig schreibst Du manchmal bezüglich SpaceX Dinge, die so weit von der Realität entfernt sind, dass ein vergleich mit Wahrheitsgehalt der Trump-Reden mir als durchaus sinnvoll erscheint.
    Kommen wir jetzt zum Thema Frachtversorgung der ISS. Dass es heutzutage keine gute Idee dies mit der Sojus-Rakete durchzuführen, dürfte Dir jetzt klar sein (spätestens nachdem Du meinen Beitrag oben gelesen hast). Mit welchen anderen Raketen wurden die ISS-Frachttransporte seit zwei Jahren durchgeführt?
    Die Antwort lautet: nur mit der Falcon 9. Ohne Falcon 9, also einer SpaceX-Rakete, wäre der westliche Teil der ISS seit zwei Jahren von der Versorgung de facto abgeschnitten, müsse in der Praxis wohl aufgegeben werden.

    Hier wurde also ein riesiges NASA-Projekt durch die SpaceX-Technik gerettet.
    Die Konkurrenz, von der Du so selbstverständlich schreibst, hat nämlich riesige Probleme: Entweder ist der Raumschiff nach allen den Jahren immer noch nicht fertig (Dream Chaser von Sierra Nevada Corporation) oder die nötige Rakete (Antares) fliegt nicht, so dass der Cygnus-Transporter die ISS aktuell mit der Falcon 9, also SpaceX-Technik, versorgen muss.
    Ist Dir das alles wirklich nicht klar, oder baust Du absichtlich Quatsch in Deine SpaceX-Texte, um Leser zum Kommentieren zu motivieren? Falls es so ist, dann bin ich heute bereits das zweite Mal drauf reingefallen. (Du hast mal geschrieben, dass Du den Erfolg deiner Artikel an der Anzahl der Kommentaren schätzt).

      1. Meines wissens sind starts mit der Atlas V ausverkauft, es gibt nur noch die schon gebuchten. Produktion läuft aus. Alternative von ULA ist die Vulcan.

        1. „Alternative von ULA ist die Vulcan.“

          Das ist absolut richtig.
          Die erste Vulcan Rakete ist dabei erst am 8.Jan.2024 gestartet,
          da dauerte der Krieg bereits fast zwei Jahre,
          genug Zeit damit der westliche Teil der ISS ohne Nachchub riesiege Probleme kriegt.

    1. Mal eine Gegenfrage an Dich SimonVR: Du betonst in deinen Kommentaren immer zwei Dinge von denen ich annehme das sie deswegen Dir sehr wichtig sind. Vielleicht erklärst Dur mir mal warum.

      Da hätten wir zuerst das SpacEX Weltmarktführer bei kommerziellen Satellitenstarts ist: Was bedeutet die das? Das ist keine technische Errungenschaft oder produziert Forschungsergebnisse, es ist eine wirtschaftliche Errungenschaft die dazu führt das multinationale Konzerne wie Intelsat oder SES mehr verdienen. Auf der Negativbilanz haben wir in Europa Milliarden für eine Rakete ausgegeben die wir nicht brauchen und müssen diese subventionieren. Da Dir auch die ISS wichtig zu schein sein: man hätte mit dem Geld, das viel höher ist als das was in die ISS gesteckt wurde auch mehr europäische oder deutsche Astronauten zur ISS schicken können.

      Was interessiert Dich bei der ISS? Schaust Du alle Übertragungen bei NASA-TV an? Weist Du ohne nachzugucken, wer gerade an Bord ist oder liest Du nach was dort an Forschungsergebnissen veröffentlicht wurde? Oder ist nur die Tatsache wichtig das die station bemannt ist?

      1. „Da hätten wir zuerst das SpacEX Weltmarktführer bei kommerziellen Satellitenstarts ist: Was bedeutet die das?“

        Mit dem Begriff „Marktführer“ wollte ich zum Ausdruck bringen, dass SpaceX der mit Abstand wichtigste Launcher ist. Aber es ist schon richtig, dieser Begriff ist viel zu schwach, um die Rolle von SpaceX bei den Raketenstarts richtig darzustellen.

        In Wirklichkeit ist SpaceX auch eine Art Retter, der hilft, wenn die geplanten Raketenstarts sich sonst um Jahre verschieben oder sogar ganz ausfallen würden. Das ist natürlich viel mehr als nur „Marktführer“.
        In den früheren Raumfahrt-Zeiten musste man bei Problemen mit einer Rakete geduldig warten, bis die Probleme gelöst wurden, auch wenn es Jahre gedauert hat. Kurzfristig vorhandene Alternativen gab es nicht, einen Raketenstart musste man normalerweise mehrere Jahre im Voraus buchen. Dank SpaceX ist dieses Problem weitgehend gelöst.

        So wurden viele Projekte dank dem Einsatz der Falcon 9 Rakete gerettet, bzw. große Verzögerungen wurden vermieden. Z.B. wurden insgesamt fünf Satellitenstarts von OneWeb mit Falcon 9 durchgeführt, nachdem Russland die Starts verweigert hatte, genauso wie ESA-Weltraumteleskops Euclid und zwei Galileo-Starts. Einige anderen europäischen Forschungsprojekte wurden auf Falcon 9 umgebucht, nachdem es Probleme mit Vega gab und die Entwicklung der Ariane 6 sich stark verzögert hat (z.B. EarthCARE und die Asteroidensonde Hera wurden mit Falcon 9 geflogen).

        Insgesamt hat Falcon 9 die Situation auf dem Launcher-Markt für die Kunden sehr verbessert, was meiner Meinung nach ein Grund für Freude für die echten Fans der Raumfahrt ist.

      2. „Was interessiert Dich bei der ISS?“

        Nach meinem Kenntnisstand ist ISS das nach Apollo das zweitgrößte Raumfahrtprojekt der Menschheitsgeschichte. Es ist auch das größte Raumfahrtprojekt, das ich bewusst erlebt habe. Weil ich mich für die Raumfahrt interessiere, ist für mich auch die ISS interessant.

        Die aktuelle Besatzung der ISS kenne ich nicht, aber wenn ein Deutscher oder manchmal auch wenn ein ESA-Astronaut dabei ist, dann kriege ich es mit.

        Du magst die ISS und insgesamt die bemannte Raumfahrt nicht, diese Themen scheinen Dich nicht besonders zu interessieren. Zumindest dieser Eindruck ist bei dem Lesen deines Blogs bei mir entstanden. Ich war dann ziemlich überrascht, als ich bei Amazon folgendes Buch von Dir gesehen habe: „Die ISS: Geschichte und Technik der Internationalen Raumstation“.
        Schreibst Du gerne Bücher über Themen, die Du nicht magst und die Dich nicht interessieren?

      3. „Auf der Negativbilanz haben wir in Europa Milliarden für eine Rakete ausgegeben die wir nicht brauchen und müssen diese subventionieren.“

        Einerseits finde ich gut, dass es Dir gelungen Ist diese Wahrheit anzuerkennen.

        Anderseits findest Du wirklich, dass es schuld von SpaceX ist, dass Politiker in Europa falsche Entscheidungen treffen? Ist SpaceX „böse“ nur deswegen, weil diese Firma ein überlegenes Produkt (Falcon 9) auf den Markt bringt und die Kundenwünsche besser befriedigt als die Konkurrenz bisher, wodurch diese Konkurrenz jetzt Subventionen braucht?

        1. Ja, weil als die Entscheidung fiel (2016) SpaceX noch gar nicht die Rolle hatte die es heute hatte, aber von Frankreich als Menetekel angeführt wurde. Später wurde SpaceX zur echten Konkurrenz, aber am Konzept hat man nichts mehr geändert. Hätte man die Entscheidung etwas verschoben, dann hätte man die Ariane 6 gar nicht erst entwickelt.

          Aber was hast Du persönlich davon? Außer das du die Ariane 6 mitfinanziert hast? Das ist für mich die grundlegende Frage auf die ich keine antwort bekommen habe. Jeder macht doch etwas aus persönlichen Interessen.

          1. „Ja, weil …“

            Die Antwort „Ja“ habe ich hier nicht erwartet, eigentlich stellte ich hier eine rhetorische Frage, die man nur mit einem „nein“ antworten kann, und zwar: „findest Du wirklich, dass es schuld von SpaceX ist, dass Politiker in Europa falsche Entscheidungen treffen?“

            Du hast aber tatsächlich absurderweise mit ja geantwortet. Damit gibt es offenbar für Dich nur zwei Regeln bei der Beurteilung von SpaceX:

            Regel 1: SpaceX ist immer schuld.
            Regel 2: Falls SpaceX unschuldig ist, dann siehe Punkt 1.

            Jetzt aber ernst:
            Ja, französische Politiker und insgesamt die ESA- und Arianespace-Verantwortlichen haben damals eine falsche Entscheidung getroffen, indem sie die Falcon 9 und SpaceX unterschätzt haben.

            In meinen Augen einen großen Teil der Schuld tragen aber die Experten, die damals diesen Menschen (Entscheidungsträgern) eingeredet haben, dass Falcon 9 gar nicht so wettbewerbsfähig ist, dass Wiederverwendung sich nicht lohnen wird, das SpaceX schlechte Entwicklungsmethoden anwendet usw. Dadurch ist bei den Entscheidern aus der Politik der Eindruck entstanden, dass mit der Ariane 6 eine wettbewerbsfähige Rakete entstehen wird.

            Es gab durchaus Menschen, die schon damals das enorme Potential der Falcon 9 gesehen haben, von den überheblichen Experten wurden diese Menschen teilweise als SpaceX-Fanboys bezeichnet. Am Ende kann man den Eindruck haben, dass einige „Fanboys“ offenbar mehr Expertise besaßen als der eine oder andere Raumfahrt-Experte. Zumindest wenn man unter „Expertise“ die Fähigkeit versteht, z.B. das Potential und die Zukunft einer Rakete einigermaßen richtig einzuschätzen.

          2. „Aber was hast Du persönlich davon? Außer das du die Ariane 6 mitfinanziert hast? Das ist für mich die grundlegende Frage auf die ich keine antwort bekommen habe. Jeder macht doch etwas aus persönlichen Interessen.“

            Weißt Du Bernd, ich glaube, wen man ein Fan von irgendwas ist, dann stellt man sich gar nicht die Frage, „was habe ich persönlich davon“. Ein Beispiel aus einem anderen Feld (um Abstand zu gewinnen): Einige Fußball-Fans sind bereit hunderte Kilometer weit zu fahren und hunderte € oder noch mehr für das Ticket auszugeben, nur um ihre Mannschaft im Finale zu sehen.

            Ein anderes Beispiel: Die Menschen, die hier Dein Blog kommentieren: Was haben sie persönlich davon? Das Schreiben der Kommentare bedeutet ja einen gewissen Aufwand. Ich mache es z.B. weil ich mich als Raumfahrt-Fan betrachte und es ist für mich eine Motivation anderen Raumfahrt-Enthusiasten zusätzliche Informationen zu liefern, die in Deinen Ausführungen (meiner Meinung nach) fehlen.

            Es gibt durchaus Menschen, die etwas tun ohne zu erwarten, dass die persönlich davon profitieren werden. Ist doch gut, oder?

          3. Ich will die Diskussion hier abschließen, auch weil es zu sehr ins Off-Topic abdriftet.

            Ich bedanke mich für deine Beiträge. Ich meine zwar das meine Ausführungen über die ISS ausreichend sind, es geht ja um SpaceX als Ganzes und nicht dieses Teilgebiet, aber wenn Du meist, die Besucher hier die nach meinem Eindruck mehr Ahnung von Raumfahrt haben als Du, einige arbeiten sogar bei Raumfahrtfirmen, benötigen deine Ergänzungen dann kannst Du sie gerne anbringen.

            Danke auch das du damit bestätigst, dass die restlichen 90+ % des Textes keiner Ergänzung bedürfen und damit voll zutreffend sind und über die Einsicht, das es Personen gibt die sich nur für die Bilanz einer Firma, nicht aber die Technik oder Hintergründe interessieren, also um in deinem Vergleich zu bleiben, der Fussball-Fan, den nur das Spielergebnis aber nicht die Spieler und der Verein interessiert.

            Zu Ariane 6 gäbe es viel zu schreiben, die Vorgeschichte erstreckt sich über Jahre. Du könntest das in einem meiner Bücher nachlesen, aber da ich befürchte das diese Dir zu technisch und komplex sind rate ich Dir davon ab.

          4. „die Besucher hier die nach meinem Eindruck mehr Ahnung von Raumfahrt haben als Du“

            Ich bin sicher, dass einige Besuche hier viel mehr Ahnung von Raumfahrt haben als ich, leider haben diese Meschen wohl keine Zeit Deine Fehlerhaften Darstellung bzgl. SpaceX zu korrigieren, deswegen tue ich es.

            „die restlichen 90+ % des Textes keiner Ergänzung bedürfen und damit voll zutreffend sind„
            Das kann ich beständigen, viele Infos auf Deiner Seite sind wirklich gut.

            „es Personen gibt die sich nur für die Bilanz einer Firma, nicht aber die Technik oder Hintergründe interessieren“

            Bilanz von SpaceX im finanziellen Sinne steht bei mir nicht im Fokus, ich habe sogar den Eindruck, dass Du Dir öfters „Sorgen“ über die finanzielle Ergebnisse von SpaceX machst als ich.

            „Du könntest das in einem meiner Bücher nachlesen, aber da ich befürchte das diese Dir zu technisch und komplex sind rate ich Dir davon ab.“

            Dane für Deine Empfehlung, werde mich daran halten. Mich interessiert tatsächlich die Zukunft der Raumfahrt mehr als die Vergangenheit, deswegen bevorzuge ich Autoren, die in der Vergangenheit die zukünftigen Entwicklungen gut vorausgesagt haben. Dabei meine ich z.B. den phänomenalen Erfolg der Falcon 9, beim Lesen Deiner Texte hatte ich damals (während der Entwicklung der Falcon 9) immer den Eindruck, dass diese Rakete eher schlecht ist und keine Zukunft hat. Oder täusche ich mich und habe ich irgendwelche Bücher oder Texte von Dir übersehen, in denen Du die Falcon 9 lobst und gute Chancen für eine erfolgreiche Zukunft siehst?

          5. Ich gehe nur auf den letzten Punkt ein, Bücher über die Zukunft.

            Dies sind für Autoren tolle Bücher, man muss wenig recherchieren, was die Hauptarbeit beim Schreiben ist sondern kann einfach drauflos schreiben, notfalls sogar seine eigenen Ansichten wiedergeben.

            Ich kenne solche Beispiele aus den Sechziger und Siebziger Jahren als man Weltraumkolonien und Touristikflüge zum Mond prognostizierte. Ihnen lag eine einfache lineare Vorhersage zugrunde – innerhalb eines Jahrzehnts hat man von der Atlas zur Saturn V die Nutzlast um den Faktor 100 gesteigert. Wass ignoriert wurde war das auch die Kosten um den Faktor 50 stiegen.

            Technikgeschichte ist ein eigenes Wissenschaftsgebiet und wenn Du mal im Fernsehen schaust befassen sich mehr Dokus mit der Vergangenheit als der Zukunft. Bei der Raumfahrt ist es inzwischen schon schwierig nur über die Gegenwart zu schreiben. Über Artemis könnte ich kein Buch schreiben weil es viel weniger Informationen gibt, das gleiche gilt in noch größerem Maße für das unbemannte Raumfahrtprogramm.

            Du wirst in keinem meiner Bücher viel über die Zukunft finden, bei den europäischen Trägerraketen schrieb ich über einige Zukunftsprojekte, doch da der letzte Band von 2016 ist sind die inzwischen auch Geschichte oder Realität (Vega C, Ariane 6).

            Im wesentlichen gibt es aber zwei Gründe warum ich nichts über die Zukunft schreibe: zum einen fehlt mir dazu die Phantasie und zum anderen schreibe ich primär für mich selbst, ich lerne immer etwas dazu und kann notfalls schnell nachschlagen.

          6. „Ich gehe nur auf den letzten Punkt ein, Bücher über die Zukunft…“

            Danke für Deine Antwort, alles was Du hier schreibst macht für mich Sinn.

            Dann noch die letzte Frage: Beabsichtigst Du vielleicht ein Buch über Falcon 9 zu schreiben?
            Dein Falcon 9 -Artikel auf Deiner Web-Seite:
            https://www.bernd-leitenberger.de/falcon9-aktuell.shtml
            wurde am 1.3.2005 erfasst und zuletzt am 5.10.2013 aktualisiert (das steht zumindest auf der Seite), und ist damit nicht mehr aktuell.

          7. Wie soll ich ein Buch über eine Rakete schreiben über die kaum technsiche Daten oder auch Details der Entwicklung bekannt sind? Alle Firmen und raumfahrtagenturen veröffentlichen inzwischen kaum etwas über Technik oder Entwicklung mehr. Stattdessen gibt es Videos, aber mit geringem Informationsgehalt.

            Ich könnte mit den ganzen Startlisten der Falcon 9 sicher ein ganzes buch füllen, aber ich glaube kaum das es das ist was Du willst. Ich wekerle seit zwei Jahren daran das buch US-Trägerraketen in Teilen neu zu veröffentlichen – zwei Teile sind schon erschienen, da dürfte das Kapitel über die Falcon 9 geupdatet werden.

            Die Webartikel aktualisiere ich nur wenig, da ist es einfach die Masse von über 1.000 Artikeln die das zu aufwendig macht.

          8. „da dürfte das Kapitel über die Falcon 9 geupdatet werden.“

            Oh, das finde ich sehr interessant. Planst Du jeweils auch ein aktualisiertes Kapitel über Vulcan und SLS? Vielleicht sogar Neutron? (Rocket Lab ist ja von Auckland nach Long Beach umgezogen, Neutron könnte man also inzwischen eventuell als amerikanische Rakete ansehen).
            (Das sind die aktuellen amerikanischen Raketen die mich am meisten interessieren, vielleicht an weiteren Stelle noch Antares).
            Wann wird das Buch voraussichtlich erscheinen?

          9. Das dauert. Ich bin jetzt 60 und merke das ich immer weniger den Antrieb habe, Monatelang an einem Buch zu arbeiten. Seit jahren liegt der zweite Band über apollo rum und auch beim Splitten wären zuerst Delta und Atlas dran. Aber ich schreibe in nächster Zeit mal einen Blog über die Rekonstruktion der Falcon 9 aus den wenigen technischen Angaben von SpaceX

  3. „Für mich sieht das nach einer Gelddruckmaschine für Musk und einen abgeschlossenen Kreis von Investoren aus..“

    Du hast soeben die moderne US „Wirtschaft“ in einem Satz beschrieben.

    @ISS:

    Wen kümmerts? Die ISS ist sowieso in spätesens 5 Jahren weg vom Fenster. Und von den angekündigten neuen „kommerziellen“ Stationen erwarte ich mir nicht viel. Da wurde schon zuoft viel angekündigt und nicht geliefert.

    Ansonsten:

    https://nasawatch.com/trumpspace/nasa-is-now-primarily-an-intelligence-national-security-agency/

    Ich war nie ein Fan von Nasawatch, denn imo. hat der Betreiber zu oft NewSpace Unsinn wiedergekaut. Aber seine kurze Analyse zur derzeitgen Verstümmelung der NSA ist leider zutreffend.

  4. „Was SpaceX aber macht ist etwas völlig anderes. Sie starten mit ungetesteten Raketen.“

    Das ist nachweisbar nicht wahr. SpaceX testete die Raptoren, Tanks, Schubgerüst am Boden. Da gibt es Videos von. Die IFT sind Testflüge wie der Name schon sagt und keine Einsatz Flüge wie Bernd öfter mal behauptet.
    Richtig ist das SpaceX bei Starship nicht iterativ testet zumindest die Hardware. Bei der Software gibt es keine Information wie die entwickelt wird.
    Die ganze Aufregung wenn mal ein Starship explodiert sind meiner Meinung nach unmöglich. Das ist halt so bei Tests. Dafür sind sie da.
    Es ist wahr das andere Raumfahrtunternehmen es anders machen als SpaceX.
    Angesicht des gewaltigen Erfolgs von SpaceX ist davon auszugehen das es Nachahmer gibt und geben wird. Keiner wird es allerdings so extrem und öffentlich treiben wie Elon Musk und SpaceX.
    Gegen die These von Bernd das Personalfluktuationen sich negativ auswirken spricht die Entwicklung der Raptoren die wesentlich fortschrittlicher als Merlin sind. Die Tatsachen wie das erfolgreiche Booster Fangen und der Wiedereintritt von Starship in einem Stück sprechen ebenfalls dagegen das SpaceX heute schlechter ist als zu Falcon 9 Zeiten.
    Fehlgeschlagene Testflüge sind eine direkte Folge von Elon Musks „Hardware Rich“ Entwicklungsmethode und im gewissen Maße erwünscht. Was nicht gewünscht war das Probleme mit der veränderten Verrohrung bei Block 2 Starships nicht zu einer Verbesserung der Zuverlässigkeit von Starship führten sondern dazu das Testflüge nicht erfolgreich waren. Ist aber nicht das erste Mal in der Geschichte das eine Weiterentwicklung schief läuft.

    Fazit: Bernd ist bei Starship genau so auf dem falschen Dampfer wie bei Falcon 9 und das alles nur weil er weder Elon Musk noch seine Methoden der Öffentlichkeitsarbeit und der Raketenentwicklung mag. Dabei ist aus der Geschichte bekannt, nicht nur von Falcon 9, das seine Methoden funktionieren können.

    1. @Rodi:
      „Die ganze Aufregung wenn mal ein Starship explodiert sind meiner Meinung nach unmöglich. Das ist halt so bei Tests. Dafür sind sie da.“

      Jetzt bin ich aber enttäuscht, dass bei all den Prüfstandläufen noch nie ein VINCI Triebwerk explodiert ist!

      „Es ist wahr das andere Raumfahrtunternehmen es anders machen als SpaceX.“

      Scheint so, siehe oben.

      „Dabei ist aus der Geschichte bekannt, nicht nur von Falcon 9, das seine [Musk] Methoden funktionieren können.“

      Hust. Selbstfahrende Teslas die seit 2016 zu Millionen die Straßen füllen sollten….. Hyperloop…. Aber richtig, sie könn(t)en funktionieren, können aber auch nicht.

      1. @Anja
        Bodentests (nicht von SpaceX) die nicht so gelaufen sind wie man gehofft hatte

        https://payloadspace.com/ula-pushes-vulcan-launch-to-q4-due-to-centaur-issue/

        Vulcan 2. Stufe RUD

        https://www.theregister.com/2025/06/30/northrop_grumman_test_anomaly/

        Northrop Grumman shows SpaceX doesn’t have a monopoly on explosions

        https://spacenews.com/chinese-rocket-static-fire-test-results-in-unintended-launch-and-huge-explosion/

        Google ist dein Freund

    2. Wie kann man zehn verlorene Starships, zehn Starts ohne einen Orbit zu erreichen so ausblenden? Wenn das alles stimmen würde von umfangreichen tests und Know-How, warum gehen die Tests dann so aus und nicht wie bei Vulcan und Ariane 6?

      1. Nennt sich agile Methoden. Hat sich, äh, besser: soll sich in der Software-Entwicklung bewährt haben. Am Ende eines Sprints (bei Scrum) soll dann ein sogenanntes Produktinkrement entstanden sein, welches ein potenziell lieferbares und nutzbares Teilprodukt ist.
        Soweit die Theorie.
        Die Praxis sieht selbst in der Software-Entwicklung, insbesondere bei großen Projekten, oft anders aus und wenn man das in der Hardware-Entwicklung auch versucht umzusetzen, kommt halt so etwas wie beim Starship heraus:
        a) es dauert länger
        b) es fliegt einen auch schon mal die Hardware um die Ohren, auch schon mal nicht nur sprichwörtlich
        c) es wird teurer
        d) die Beteiligten sind anschließend keine Freunde mehr
        Ja, so ähnlich habe ich das schon einmal im „realen Leben“ erlebt.

        1. „kommt halt so etwas wie beim Starship heraus:
          a) es dauert länger“

          Könntest Du hier etwas konkreter werden? Es dauert länger als wo, bei der Konkurrenz? (Bei Starship gibt es leider keine). Oder es dauert länger als Elon mal erzählt hatte? Ja, das ist bei Raumfahrtprojekten fast immer so, sogar bei nicht SpaceX-Projekten, hat den Erfolg von z.B. Falcon 9, Dragon, Starlink etc. nicht verhindert.

          „c) es wird teurer“

          Es wird teurer als was? (Denke hier bitte an die SLS-Kosten, mehr muss ich hier wohl nicht schreiben).

          1. „Lese bitte meinen letzten Satz, der sollte all Deine Fragen beantworten!“
            Dein letzter Satz lautet: „Ja, so ähnlich habe ich das schon einmal im „realen Leben“ erlebt.“

            Das bedeutet also, dass die vier Punkte a bis d gar nicht direkt auf Starship bezogen waren, sondern lediglich auf Deine persönlichen Erfahrungen bei Softwareprojekten?
            Dann verstehe ich nicht, warum Du vor der Auflistung der vier Punkte schreibst:

            „kommt halt so etwas wie beim Starship heraus:“

          2. Nein, es war eben kein (alleiniges) Softwareprojekt, auch wenn Software dazugehört, sondern Hardware, genauer ein Gerät.
            Und ähnlich wie beim Starship konnte man dort eben auch nicht an einer Stelle etwas ändern, ohne dass es sich an anderer Stelle auswirkt, d.h. in der Kombination von elektrisch, thermisch und auch mechanisch.

          3. „konnte man dort eben auch nicht an einer Stelle etwas ändern, ohne dass es sich an anderer Stelle auswirkt“

            Ja, so was kann extrem schwierig und frustrierend werden. Bei Problemen sollte man aber nicht alle Schuld auf die „agile Methoden“ schieben. Es ist durchaus möglich, dass bei Verwendung des Wasserfallmodells die „Schmerzen“ noch größer und Erfolg kleiner wäre.

      2. Die Antwort ist andere Entwicklungsmethoden. Viele Wege führen nach Rom

        Oldspace bringt eine Rakete auf die Startanlage wo vermutet wird das sie funktioniert und testet sie um zu bestätigen das es so ist. Verbesserungen werden hauptsächlich dadurch erreicht das zu hohe Sicherheitsmargen reduziert werden.

        SpaceX bringt eine Rakete auf die Startanlage wo sie wissen das sie nicht so gut ist wie sie sein soll wie bei Falcon 9. Im Fall von Starship wussten sie das einige Sachen nicht funktionieren und das bei einem Start die Chance besteht das die Startanlage beim Abheben zerstört wird.

        Völlig verschiedene Philosophie.
        Für viel mehr als Suborbitale Flüge reicht die Leistung der Raptoren im Moment nicht aus aber es reicht für Testflüge.

        Wie kann man die Erfolge im Starship Programm so ignorieren?

        1. „Wie kann man die Erfolge im Starship Programm so ignorieren?“
          Ähm, welche Erfolge gab es denn, die man hätte ignorieren können?
          Ach ja, jetzt fällt’s mir wieder ein: Das Einfangen der Unterstufe! Ja, toll. Sonst nocht was?

        2. „Wie kann man die Erfolge im Starship Programm so ignorieren?“

          Die Erfolge im Starship Programm sind aktuell tatsächlich für nicht Profis schwer sichtbar. Es gab viele Rückschläge, auf die die meisten Menschen ihre Aufmerksamkeit fokussieren.

          Was sagen die echten Profis? OK, der amtierende NASA-Administrator Sean Duffy betreibt vermutlich ein wenig Zweckoptimismus, wenn er sagt:

          „SpaceX hat einen einzigartigen Prozess, bei dem Dinge nicht funktionieren, Dinge nicht funktionieren, Dinge nicht funktionieren und alle denken, sie würden zurückfallen, und plötzlich erreichen sie die Ziellinie“, sagte Duffy am 31. Juli. „Es scheint, als wäre dies ein ähnlicher Prozess wie in der Vergangenheit. Sie lernen aus ihren Fehlern und kommen dann schnell ins Ziel.“

          Zu finden unter:
          https://spaceflightnow.com/2025/08/16/spacex-schedules-starship-flight-10-details-recent-setbacks/

          (Automatische Übersetzung durch Chome)

          Was sagt dazu ein leitender Ingenieur, der am Artemis-Programm mitgearbeitet hat? (Meiner Meinung nach ein Realist)

          „Ich denke, die Leute, mit denen Sie gesprochen haben, haben recht. Wir werden unter keinen Umständen bis 2030 ein bemanntes Raumschiff zum Mond bringen“, sagte ein leitender Ingenieur, der am Artemis-Programm mitgearbeitet hat.
          Das heißt nicht, dass sie es nie schaffen werden. Das heißt nicht, dass die Architektur nicht funktionieren könnte. Aber der technische Sprung ist einfach zu groß, um ihn in der kurzen Zeit, die uns zur Verfügung steht, zu bewältigen.“

          Zu finden unter:

          https://spaceflightnow.com/2025/08/27/spacex-successfully-launches-super-heavy-starship-on-critical-test-flight/

      3. „warum gehen die Tests dann so aus und nicht wie bei Vulcan und Ariane 6?“

        Das liegt wohl daran, dass Vulcan und vor allem Ariane 6 keine extrem ambitionierten Projekte wie Starship sind. Starship soll, falls erfolgreich, die Kosten zum LEO-Transport drastisch senken. Vulcan und Ariane 6 sind lediglich Antworten auf Falcon 9, zumindest im Falle der Ariane 6 eine sogar ziemlich erfolglose Antwort. Erinnerst Du Dich noch, was Du über Ariane 6 geschrieben hast?:

        „Auf der Negativbilanz haben wir in Europa Milliarden für eine Rakete ausgegeben die wir nicht brauchen und müssen diese subventionieren.“

  5. Bernd Leitenberger als Raumfahrtexperten in Anführungszeichen zu setzen ist schon einigermaßen dreist.
    Auf keiner anderen Raumfahrtseite gibt es so ausführliche, rechnerisch bewiesene Fakten zu Trägerraketen.

    1. Es ist heute gängig in bestimmten Kreisen mit abgeschlossener Ideologie wie Verschwörungstheoretikern die Qualifikation anderer anzuzweifeln, selbst wenn man selbst Null Ahnung hat. Woanders nennt man das dann „Eliten“.

      1. „Es ist heute gängig in bestimmten Kreisen mit abgeschlossener Ideologie wie Verschwörungstheoretikern die Qualifikation anderer anzuzweifeln“

        Was für ein Zufall, das ist ziemlich genau der Satz der mir durch den Kopf geht, wenn ich im Internet die Kommentare zu den Qualifikation der Angestellten und Verantwortlichen bei der größten und erfolgreichsten Raumfahrtfirma unserer Zeit lese.

    2. Hallo Peter,

      ich glaube Dein Kommentar bezog sich auf meinen Beitrag. Zuerst danke für Dein Feedback.

      Ich glaube die Anführungszeichen waren von mir unglücklich eingesetzt und konnten tatsächlich zweideutig verstanden werden. In den ersten Sätzen habe ich sinngemäß folgendes gemeint:

      „… Obwohl Du von vielen als Raumfahrtexperte angesehen wirst schreibst Du manchmal bezüglich SpaceX Dinge …“

      Was Bernd betrifft: Als Buchautor zur Thema Raumfahrt hat er den Status eines Raumfahrtexperten. Sonst würde ich mir nicht die Mühe machen hier zu schreiben. Sehr viele seiner Texte zeigen auch diese Expertise.
      Was für mich schwer nachvollziehbar ist, bei SpaceX-Themen ist manchmal (natürlich nicht immer) diese Expertise kaum spürbar. In solchen Fällen kommentiere ich.
      Wenn ich als kein Experte, sondern „lediglich“ ein Raumfahrt-Enthusiast in den Texten eines Raumfahrt-Experten Halbwahrheiten oder sogar falsche Angaben finden kann, dann ist das zumindest für mich überraschend und bringt mich zum Nachdenken, Dich nicht?

      Falls ich in dem was ich schreibe einen Denkfehler mache, dann wäre ich Dir und allen anderen Lesern dankbar, wenn jemand an der Stelle der Diskussion antworten würde und dort mir meine Denkfehler zeigen würde. In erster Linie sind für mich sachliche Antworten interessant: Antworten die lediglich auf die Autorität von Bernd verweisen, empfinde ich persönlich als weniger überzeugend, autoritativer Stil empfinde ich als nicht mehr zeitgemäß.

  6. Musk macht das Ganze theater (auch die explosionen mit halb fertig entwickelter hardware), denke ich fuer die Boerse.
    Man muss bedenken das sein Reichtum in Socks liegt.
    Auch da wird Mars immer wieder mit reinspielen. Das gibt den Eindruck eines „groesseren Bildes/Plan“.

    Ich hab ja immer Hoffnungen mit SpaceX… wuerd gerne jemandem auf dem Mars sehen bevor ich hops gehe (Fan bemanner Raumfahrt).
    Aber Bernd hat leider Recht. Ich brauchte da auch meine Zeit um das voellig einzusehen. Aber nimmt man mal den techinschen und ingeneurs ansatz hier, wird doch schnell klar, das da viel Versprochen wird und wenig wirklich geleiset um die Ziele dann zu erreichen.

    Und ja auch sollt eman bedenken, dass Musk da schon sehr viel versprochen hat:

    1. Hyperloop (absoluter joke, da man die technik seid ewig kennt und die idee uralt ist, ich kannte da Buecher von meinem Onkel, aus den 50gern, di hatten da schon solche Ideen vorhergesagt. Tests gab es auch alle paar Jahrzehnte.)

    2. Tesla Semi

    3. billige Tunnel (und wenn man sich ansieht, wie die gebaut sind, wird mir immer mulmig im Magen. Wir hatten schon Tunnelfeuer und es gibt Gruende fuer all die Installationenen in diesen (Fans, Sire Supression etc.). Mich wundert auch wie diese Zugelassen wurden, Lithium Feuer, keonne da auch wesentlich schlimmer ausfallen)

    4. Solar Tiles (gibt es aber von etlichen anderen Anbietern nun)

    Mal ganz davon ab, verfolgt man Bernds Seite, dann weiss man das seine kalkulationen eigentlich immer richtig sind (oder sehr nah dran).

    1. Vor allem hat SpaceX ja bisher gar nichts gemacht was Richtung Mars geht. Das Starship kann in der Form auch nicht auf dem Mars landen, dafür ist es zu schwer und bräuchte Treibstoff für die Landung den man 200 Tage flüssig halten muss.

      Taten beurteilen, nicht Worte!

    2. „Musk macht das Ganze theater … denke ich fuer die Boerse.“

      „Auch da wird Mars immer wieder mit reinspielen.“

      Das wie ich finde ist nicht überzeugend. Wenn ich sehr viel Geld für Investitionen hätte, würde ich auf jeden Fall die Firma eines „Spinner“ meiden, der was von Flügen zum Mars erzählt. Vor allem auf dem Mars gibt es nicht viele Möglichkeiten Geld zu verdienen, dabei ist das Projekt extrem teuer. Mit anderen Worten: Erzählung über Mars ist nicht geeignet die Börseninvestoren zu beeindrucken, im Gegenteil. Da muss es schon einen anderen Grund geben warum Musk seit so vielen Jahren von Mars spricht.

      1. Ich denke das ist durchaus aus. Nicht für die Börde, aber für das Verkaufen von Anteilen. Nach denen ist SpaceX inzwischen 400 Mrd $ wert. Zum Vergleich: Lockheed Martin mit viel mehr Mitarbeitern und 67,5 Mrd $ Umsatz hat einen „Wert“ von 95 Mrd $, SpacEX prognostiziert für 2025 einen Umsatz von 25 Mrd $, ist pro erlösten $ also 11-mal mehr Wert. Mit solchen Aktionen erregt er Aufmerksamkeit. das Spiel hat er vor allem bei Tesla mehrmals durchgezogen und bekam dort auch Ärger mit der Börsenaufsicht.

        1. Richtig.
          Das Geld ist in den Aktien und fuer Jahrzehnte hat ode Masche auch immer funktioniert. Gross Ankuendigen, die Preise gehen hoch (zumindest eine Weile).
          Ausserdem sind die Ziele immer sehr hoch gesteckt, so dass jeder ersteinmal Verzoegerungen hinnimmt (auch hier weg von Mars gobt es in anderen seiner Firmen gu Beisiele so:

          1. Selbstfahrende Autos (Waymo hat es hinbekommen waehrend Tesla jetzt schon ueber 10 Jahre sagt sie seien nah dran)

          2. Tesla Roadster -> Batterie war lange physikalisch kaum moeglich, jetzt kommt man da fast an das was da an die Technik gefordert wurde, ist baer auch wieder viele Jahre her

          Und wie Bernd noch perfekt angehaengt hat, fuer MArs haben sie noch garnichts an engineering getan. Das momentane Starship wird da nie landen.

    3. „Aber Bernd hat leider Recht.“

      Ja, Bernd scheibt viel und hat auch oft Recht, besonders bei Details. Wenn man das Ganze grob betrachtet, sieht es anders aus. Beim Lesen seiner Seite während der letzten 10+ Jahren musste man den Eindruck haben, dass Falcon 9 eine schlechte Rakete ist und sich auf dem Markt nicht durchsetzen wird, dass Wiederverwendung sich nicht lohnen kann, dass SpaceX viel schlechter als die etablierte Konkurrenz ist, dass Starlink mit hoher Wahrscheinlichkeit SpaceX in die Pleite treiben wird, sogar dass Boeing schneller Astronauten zur ISS bringen wird als SpaceX.

      1. Beweise?

        Leuten Dingen zu unterstellen, die sie nicht gesagt haben, ist ja heute gang und gäbe. Aber hier kannst Du gerne Links dazu bringen. Abes es gibt keine, zumindest nicht in der Übertreibung (die Du ja auch bei den Lobhuddelein tätigst).

      2. Ich habe eine KI befragt: Nummer 1:
        Überprüfe; ob folgende Behauptung (dem Sinn nach) auf der Website http://www.bernd-leitenberger.de von Bernd Leitenberger getan wurde:
        „dass Falcon 9 eine schlechte Rakete ist“
        Antwort:
        Die Behauptung, dass auf der Webseite von Bernd Leitenberger dem Sinn nach gesagt wird, „dass Falcon 9 eine schlechte Rakete ist“, wird nicht in dieser Form direkt geäußert. Leitenberger äußert jedoch mehrfach deutliche Kritik an technischen Angaben, Marketingstrategie sowie an der tatsächlichen Leistungsfähigkeit und den veröffentlichten Nutzlastdaten der Falcon 9.

      3. Nummer 2: Analog: „dass Falcon 9 sich auf dem Markt nicht durchsetzen wird“
        Ergebnis:
        „Die Behauptung, „dass Falcon 9 sich auf dem Markt nicht durchsetzen wird“, wird auf der Website von Bernd Leitenberger nicht explizit gemacht. Im Gegenteil: Leitenberger stellt fest, dass SpaceX mit der Falcon 9 mittlerweile eine sehr hohe Startfrequenz erreicht hat und weltweit die meisten Starts durchführt, was auf eine klare Marktdurchsetzung und Dominanz hindeutet“

      4. Nummer 3: „dass Wiederverwendung sich nicht lohnen kann“
        Ergebnis:
        „Leitenberger vertritt an mehreren Stellen die Einschätzung, dass sich Wiederverwendung oft nicht lohnt, wenn alle realen Faktoren berücksichtigt werden“

      5. Nummer 4: „Dass SpaceX viel schlechter als die etablierte Konkurrenz ist“
        Ergebnis: „Die Aussage, „dass SpaceX viel schlechter als die etablierte Konkurrenz ist“, wird auf der Website von Bernd Leitenberger so pauschal nicht getroffen. Stattdessen finden sich differenzierte und oft kritische Vergleiche, die SpaceX – insbesondere bei Technik, Finanzpolitik, und Unternehmensstrategie – im Detail kritisieren, aber nicht pauschal als „viel schlechter“ darstellen.“

      6. Nummer 5: „dass Starlink mit hoher Wahrscheinlichkeit SpaceX in die Pleite treiben wird“
        Ergebnis:
        „Die Behauptung, „dass Starlink mit hoher Wahrscheinlichkeit SpaceX in die Pleite treiben wird“, wird auf bernd-leitenberger.de sinngemäß eindeutig und mehrfach vertreten – insbesondere in Zusammenhang mit den extremen finanziellen Risiken und technischen Herausforderungen des Starlink-Projekts“
        Gut das war auch bevor Elon Musk bei Trump 42 Mrd Dollar für starlink losschlug

      7. Nummer 6: „dass Boeing schneller Astronauten zur ISS bringen wird als SpaceX.“
        Ergebnis:
        „Die Website von Bernd Leitenberger oder die verlinkten Informationen auf verwandten Seiten äußern sich nicht in direkter Form zur Aussage, dass „Boeing schneller Astronauten zur ISS bringen wird als SpaceX“.“

        1. Ich antworte nur einmal auf Deine Punkte.

          Ich habe ausdrücklich geschrieben: „Beim Lesen seiner Seite während der letzten 10+ Jahren“. Natürlich im Laufe der Zeit hast Du Deine Aussagen gemildert, so dass aktuelle KI meine Aussage nicht bestätigt (bis auf Starlink). Die KI wurde ja mit den aktuellen Inhalten Deiner Seite gefuttert, das Bild, das vor 10 Jahren entstehen musste, ist heute nicht mehr nachvollziehbar.

          Aus einem mir nicht bekannten Grund kann ich Deine Seite mittels Googles nicht mehr so gut durchsuchen wie in der Vergangenheit. Ich weiß nicht, ob Du Deine Beiträge von damals gelöscht hast oder Google nicht mehr richtig funktioniert. Wir haben viele Diskussionen geführt, an die ich mich noch gut erinnern kann, mit Google kann ich diese Diskussionen nicht mehr finden. Bei diesen Diskussionen bin ich oft auf Deine (meiner Meinung nach falschen) Angaben zu SpaceX und Falcon 9 eingegangen. Alle diese Beiträge die älter als ca. zwei Jahre sind, sind nicht mehr auffindbar (zumindest mittels google nicht.) Damit ist es für mich schwer hier Beispiele zu liefern.

          Vor einigen Jahren konnte ich mit google und der Suchfrage:
          site:www.bernd-leitenberger.de/ simon vr
          und dann dem Zeitfilter alle meine Beiträge filtern, jetzt liefert google nur „Schrott“, zumindest für ältere Zeiträume.

          Gerade zum Thema Boeing und ISS hatten wir eine hitzige Diskussion, damals habe ich Deine alten Aussagen zum Thema verlinkt.
          Vielleicht kann sich der eine oder andere Leser an unsere Diskussionen noch erinnern?
          (Ich befürchte nicht, diese Diskussion ist mehrere Jahre alt)

          1. Es gibt zwei Probleme: Zum einen bringt Google neuere Ergebnisse zuerst. Das kann man umgehen indem man bei „Suchfilter“ einen zeitraum eingibt. Ganze Jahreszahlen reichen.

            Ich fand von 2015 bis 2022 aber auch nichts wo Du und ich diskutieren und ich kann mich auch nicht an eine solche Diskussion erinnern und ich erinnere mich sonst recht gut.

            Das zweite Problem ist das WordPress neben den artikel noch Seiten mit Katgeorienergebnissen und Schlagwörtern pflegt. Ich fande bisher noch keine Möglichkeit das von den Suchergebnissen auszublenden.

            Nebenbei: DuckDuckGo und Bing sind noch schlechter und finden gar nichts zum Starliner.

            Wenn Du aber fair bist dann solltest Du mal bedenken das vor 10 Jahren es noch die Falcon 1.0 gab, wenn Du mir beweisen kannst das ich so was über die Version gesagt habe die aktuell im Einsatz ist (ich glaube seit 2018) dann hättest Du tatsächlich mal recht.

          2. Wenn ich Zeit finde werde ich versuchen was ohne google zu finden, es ist aber mühsam, es könnte also dauern.
            Was die ISS und Starliner betrifft da bin mir sehr sicher was ich geschrieben habe, was Falcon 9 betrifft, bin ich tatsächlich nicht mehr sicher um welche Version es damals ging. Mals sehen ob ich was finde.

            „Ich fand von 2015 bis 2022 aber auch nichts wo Du und ich diskutieren“
            Ich habe auf die Schnelle (ohne google) eine mini-Diskussion von Anfang 2020 gefunden, es war sicherlich nicht die erste. Min „mini“ meine ich, Du hast damals auf einen Beitrag von mir geantwortet, das war alles. Ich werde jetzt kurz auf diese Diskussion antworten, bitte wundere Dich nicht, dass etwas so Altes kommentiert wird.

    4. „Musk da schon sehr viel versprochen hat:“

      Da habe ich ein Denkexperiment für Dich: Falls Elon „versprochen“ d.h. genauer als sein Ziel erklärt hätte, Menschen zur Alpha Centauri zu bringen, oder besser Warp-Antrieb zu entwickeln, und stattdessen „nur“ Menschen zum Mars und zurück gebracht hätte, wärest Du sehr enttäuscht?

      Was ich damit meine, extreme Ziele zu setzen und einen Bruchteil davon zu erreichen kann sogar viel besser sein, als sich ganz kleine Ziele zu setzen und die Zielerreichung dabei sogar zu verdoppeln.

      1. Ich hab da oben schon darauf genatwortet.

        Leider erreicht der Mann nicht viel, ausser viel Geld anzuhaufen.
        Tesla’s erste Autos (ja auch das Model S) war noch von anderen Engineuren erdacht und konzipiert worden.
        Model 3 und Y waren ganz gut. Semi faehrt bis heute nicht.

        SpaceX muss man atsaechlihc lassen, das sie mit der Falcon und Dragon tatsaechlich sehr gute Raketen entwicklet haben, da gebe ich dir auch noch recht.
        Boeing leidet da wohl an groesseren Prblemen, die hier nciht nur Spacefilcht angehen.

        Aber was hat der Mann sonst gross erreicht?
        Starlink ist nicht gut fuer die Menschheit, Tesla spielt 1984 und canceled einfach mal DC fastcharging per remote access?

        Milliarden Steuergelder in private projekte geflossen (Strship ist ja erst einmal fuer Starlink gemacht, oder wo willst du den lander unerbringen? Soll der aus dem Dispenser raus?

        Bis auf E Autos hat der Mann nichts grossartiges erreicht.

        Boring Company hoert man nichts mehr von
        (und die Tunnel machen mir wie vorher beschrieben grosse Sorgen, ich komm aus dem Bau und wuerde so etwas nicht bauen/graben, Tunnel brauchen viele Safety Massnahmen)
        Solar World ist tot
        PayPal hat er sich billig eingekauft und durch glueck fuer viel Geld verkauft (grosse Leistung)
        Hyperloop ist einfach verschwunden
        Kunden kauften den Roadster und haben das Auto bis heute nicht bekommen
        X hat ich ja super entwickelt (und die ganzen Entlassungen sind auch toll)

        Oder versuch doch mal den Cybertruck in Europa zu kaufen und zu fahren.
        Auch ein Witz, dass da Sicherheit voellig egal ist (nicht die der Insassen, von der ich hier Rede)

        Ist eigentlich auch nicht so wichtig, aber was ich versuche zu sagen, ist das wir hier nicht von wenigen Erfolgen geblendet sein sollten. Es gab genug negativ Beispiele und die Fakten sprechen immer noch fuer Bernd.
        Nur wenig Engineering fuer Mond und Mars. Ob das jemals wird ist eine Frage, da das Gefaehrt eigentlcih sehr ungeeignet ist.

        1. „SpaceX muss man atsaechlihc lassen, das sie mit der Falcon und Dragon tatsaechlich sehr gute Raketen entwicklet haben, da gebe ich dir auch noch recht.
          … Aber was hat der Mann sonst gross erreicht?“

          In meinen Augen ist Falcon 9 und Dragon schon sehr viel. Starlink sehe ich auch positiv, insbesondere für Menschen in nicht so gut entwickelten Ländern.

          Ich würde mich freuen, wenn es noch viel mehr Menschen geben würde, die vergleichbares geschafft haben. Mir würde auch nicht stören, wenn diese Menschen noch sehr viel mehr versprochen hätten, und dann nur ein Hundertstel davon realisiert wäre, vorausgesetzt dieses „Hundertstel“ würde in der „Leistung“ der Entwicklung von Falcon 9 oder Dragon entsprechen.

          Beim Starship ist noch sehr viel Geduld nötig, hier wird Bernd meiner Meinung nach noch viele Wetten gewinnen können, bevor eine Landung auf dem Mond oder vielleicht sogar auf dem Mars gelingt.

        2. „Starlink ist nicht gut für die Menschheit“

          Erzähle das den Millionen Menschen, die dank Starlink endlich vernünftiges Internet haben. Oder bist Du sogar der Meinung, dass Internet allgemein nicht gut für die Menschheit ist?

        3. „Ob das jemals wird ist eine Frage, da das Gefaehrt eigentlcih sehr ungeeignet ist.“

          Ich besitze leider nicht die notwendige Expertise um zu urteilen, ob das Gefährt geeignet, halbwegs geeignet, ungeeignet oder sogar sehr ungeeignet ist. Deshalb würde ich lieber diese Entscheidung den wahren Experten überlassen, zum Beispiel den Experten bei der NASA, die zuerst dem Starlink eine Chance geben (Bei allem gebotenen Respekt für Deine und Bernds Meinung)

    5. „wuerd gerne jemandem auf dem Mars sehen“

      Dieses Ziel von Musk habe ich früher sogar gehasst, das Gerede von Mars hat es mir am Anfang schwer gemacht SpaceX ernst zu nehmen. Ob es jeweils klappen wird weiß ich nicht, im Vergleich mit der Situation des Jahres 2012 ist es aber viel wahrscheinlicher geworden. Falls es tatsächlich mit Artemis funktionieren sollte (egal ob vor oder nach den Chinesen) dann wird man wirklich einen großen Schritt weiter sein. Falls Starlink weiterhin gut läuft, dann könnte auch das zweite große Problem auf dem Weg zum Mars gelöst sein: die finanziellen Mittel dafür.
      Dass die Vorbereitungen seeehr viel länger dauern werden als von Elon „geplant“ ist ja so wie so klar.

      1. Ich bin da ganz Ehrlich
        Ich wuerde gerne sehen wie die Menscheit den nachsen Step macht.
        Als Kind habe ich die Apollo Landungen immer Bewundert (und auch heute ist dies fuer mich immer noch die groesste Errungenschaft der Mneschheit. Auc weil so viele Parties dabei waren um es zum Erfolg zu bringen).

        Fuer mich ist der Griff der Mnescheit nach den Sternen, eines der nobelsten Ziele…

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