Sechzig Jahre bemannte Raumfahrt

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Gestern vor genau sechzig Jahren startete Juri Gagarin zu dem ersten „orbitalen“ Weltraumflug. Warum ich das in Anführungszeichen gesetzt habe, dazu später mehr. Außerdem ist heute der vierzigste Geburtstag des ersten Space Shuttle Fluges, das nun auch schon zehn Jahre lang Geschichte ist. Zeit mal die letzten Jahrzehnte im Rückblick aufzurollen.

Zwischen Gagarins Flug und STS-1 liegt nur ein Drittel der Zeitspanne, in ihre ereignete sich aber am meisten. Russlands Wostokkapsel und die Mercury Raumschiffe der Amerikaner waren vergleichsweise primitiv. Viel zu tun gab es nicht. In den Wostokkapseln war der Kosmonaut nur Passagier und in den amerikanischen Mercurys konnte er einiges machen – musste er aber nicht. Beide Raumschiffe wurden denn auch unbemannt mit Hunden oder Schimpansen als „Passagiere“ erprobt. Russland setzte zuerst Rekorde, die die Amerikaner auch mit Mercury nicht aufholen konnten, weil ihre Kapsel für erheblich weniger Orbits ausgelegt war. Und auf Rekorde kam es im damaligen politischen Klima an. Erst überbot man sukzessive die Aufenthaltsdauer im All, dann folgte die erste Frau als Kosmonautin, sie sollte aber für die nächsten zwanzig Jahre die Einzige bleiben, dann parallele Starts von zwei Wostokraumschiffen. Gagarin umrundete die Erde nicht einmal ganz – er erreichte zwar einen Orbit, bremste aber noch vor Vollenden eines Umlaufs wieder ab. Der Grund lag in der Himmelsmechanik, da sich die Erde nach Osten dreht, verschiebt sich der Landepunkt mit jedem Umlauf nach Westen. Nach zwei Orbits wäre er schon außerhalb des Staatsgebiets der Sowjetunion gewesen. So endete die Mission noch vor Vollendung des ersten Orbits, weshalb Gagarin technisch gesehen zwar eine stabile Umlaufbahn erreicht hat, die Bahn aber nur suborbital war, es fehlten einige Hundert Kilometer für einen ganzen Orbit. Die folgenden Missionen hatten demnach auch eine Länge von einem Vielfachen von 24 Stunden damit die Landung nahe des Startgebiets erfolgen konnte. (mehr …)

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Söder oder Laschet?

Oder wie es woanders heißt: Skylla oder Charybdis, Pest oder Cholera? Über den Kanzlerkanidaten der Union wollte man heute bei CDU und CSU entscheiden. Doch nachdem das CDU-Präsidium für Laschet ist, einige prominente Politiker sich auch für ihn geäußert haben ist alles anders. Nun will Söder die Entscheidung nun doch auf Ende der Woche verschieben, damit natürlich alle Parteimitglieder entscheiden können und nicht nur das CDU-Präsidium, wohl wissend das er in den Umfragen auch innerhalb der CDU weit vor Laschet liegt. So sieht also bei Söder der respektvolle Umgang untereinander und das Akzeptieren der Entscheidung aus, von dem gestern noch die Rede war. Von Merz und Röttgen hört man natürlich gar nichts mehr. (mehr …)

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Wer hat die Größte?

Ja und ausnahmsweise auch mal mit dem richtigen Geschlecht versehen. Es geht nicht um den Größten, sondern es geht um die größte – und zwar die größte Bombe. Ich denke ja im Allgemeinen, das die Menschheit, oder zumindest Politiker, die ja auch Berater haben, Entscheidungen mehr oder weniger vernünftig fällen. Aber bei manchen Geschichten kommen mir doch starke Zweifel. Eine davon ist der Atomwaffenwettlauf nach dem Zweiten Weltkrieg. Amerikaner und Russland überboten sich im Bau immer größerer Atomwaffen. (mehr …)

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Die technisch optimale Rakete

Mich reizen ja immer die optimalen technischen Lösungen. Bevor ich ins Detail gehe, gleich eine Bemerkung um einigen Lesern ihre Kommentare zu ersparen. Die technisch optimale Lösung ist nicht die kommerziell optimale. Das gilt auch in anderen Bereichen. So ist ein Rennwagenmotor sicher einem Diesel in einem PKW in vielen Leistungsdaten überlegen, aber eben auch viel teurer. Darum geht es heute nicht. Ich weiß, dass die skizziere Lösung teurer wird als eine weniger effiziente. Es geht nur darum, die beste Lösung zu finden.

Das leitet zum nächsten Punkt über – was ist die technisch optimale Rakete? Nun man kann sicher viele Aspekte ansehen, ich reduziere es auf einen, den Nutzlastanteil, also den Prozentsatz den die Nutzlast bei der Startmasse ausmacht. Da dieser mit zunehmender Stufenzahl ansteigt, das ergibt sich einfach aus der Raketengrundgleichung habe ich mich um die Zahl der Varianten nicht zu stark ansteigen zu lassen, mich auf zwei Stufen beschränkt, die bei den verwendeten Triebwerken auch für hohe Geschwindigkeiten ausreichen sollten. (mehr …)

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Die „Acht-Acht“

Ich will heute mal an ein Geschütz erinnern, das in seiner eigentlichen Rolle nicht so erfolgreich war wie in einer anderen. Es war eine Flugabwehrkanone. Im Zweiten Weltkrieg gab es zwei Arten von Flugabwehrkanonen. Die einen mit kleinem Kalber – in Deutschland 20 bis 40 mm wurden zum direkten Schutz eingesetzt um anfliegende Flugzeuge, z.B. auf Schiffen Torpedo- oder Sturzkampfbomber abzuschießen, an Land als Schutz gegen Tieffliegerangriffe durch Erdkampflugzeuge und Jagdbomber. Diese Geschütze hatten eine hohe Schussfolge von theoretisch bis über 800 Schuss/Minuten (in der Praxis durch das Nachladen eines Munitionsstreifens etwa halb so viel) und wurden auch oft in Gruppen als Zweierflak oder Vierlingsflak zusammengefasst. Zum Kriegsende wurden auch Flugabwehrpanzer entworfen, die jedoch in begrenzter Stückzahl zum Einsatz kamen. (mehr …)

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