Raketenentwicklung nach Dogma anstatt Wissenschaft (3)

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Nachdem ich mich im zweiten Teil auf die Raptoren konzentriert habe, folgt in diesem Teil das Starship selbst und die Superheavy, vor allem aber das Konzept als Ganzes. Ich empfehle aber, wenn du durchs Surfen hierher gelangt bist, zuerst einmal den ersten Teil zu lesen, weil ich dort auf einige grundlegende Einschränkungen bei der Wiederverwendung eingegangen bin, die ich jetzt als Wissen voraussetze.

Hier die Links zu allen Teilen:

  • Teil 1 beschäftigt sich mit den Falcons
  • Teil 2 beschäftigt sich mit den Raptoren
  • Teil 3 beschäftigt sich mit dem Starship
  • Teil 4 beschäftigt sich mit dem Firmenklima bei SpaceX und warum SpaceX keine Firma sondern eine Ersatzreligion ist.
  • Und alle Teile zusammen findet ihr auch auf der Website

Ich fange einmal mit der Superheavy an. Die Superheavy ist vom technischen Aufbau her eigentlich eine ganz normale Raketenstufe mit einigen Besonderheiten. Eine Besonderheit ist, dass die Superheavy sehr schmal ist – nicht so extrem wie die Falcon‑9‑Erststufe nach ihrer Verlängerung, aber trotzdem mit 70 m Länge bei 9 m Durchmesser sehr schmal. Deswegen hat man recht wenig Platz für die Triebwerke. 33 Raptor‑Triebwerke sind es, während der Entwicklung und als Option für ein Starship V4 waren auch mehr angedacht, bis zu 39 Raptor‑Triebwerke. (mehr …)

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Raketenentwicklung nach Dogma anstatt Wissenschaft (2)

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Kommen wir nun zum Starship. Im ersten Teil habe ich beschrieben, wie Elon Musk das Dogma „Wiederverwendung“ bei der Falcon 9 durchsetzte. Die Falcon 9 war nicht für die Wiederverwendung ausgelegt. SpaceX hat auch keine Computersimulationen gemacht, um die Konstruktion auf die zu erwartenden Lasten zu optimieren, die viel höher als beim Start sind. So musste nachgebessert werden. Heraus kam eine Spargelrakete mit einer viel zu kleinen Nutzlastverkleidung und Nutzlasteinbußen von 22 bis 40 % gegenüber den Website‑Daten. Der Artikel wird etwas länger, daher konzentriere ich mich heute auf die Raptoren.

Hier die Links zu allen Teilen:

  • Teil 1 beschäftigt sich mit den Falcons
  • Teil 2 beschäftigt sich mit den Raptoren
  • Teil 3 beschäftigt sich mit dem Starship
  • Teil 4 beschäftigt sich mit dem Firmenklima bei SpaceX und warum SpaceX keine Firma sondern eine Ersatzreligion ist.
  • Und alle Teile zusammen findet ihr auch auf der Website.

Wann die Starship‑Entwicklung startete, weiß man nicht, aber erstmals angekündigt wurde das Starship 2016 als ITS, die Abkürzung steht für Interplanetary Transport System, später auch MCT (Mars Colony Transporter). 2019 hatte SpaceX dann die endgültige Konfiguration festgelegt. Ich erwähne die Daten, weil ein grundlegender Unterschied zur Falcon 9 ist, dass SpaceX 2019 die Falcon 9 schon regelmäßig barg und einige Dutzend Male gestartet hat. Sie sind eine etablierte Raumfahrtfirma mit – so würde man es erwarten – Erfahrung und keinen Anfängern. (mehr …)

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Raketenentwicklung nach Dogma anstatt Wissenschaft (1)

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Ich bekam nahezu zeitgleich zwei Mails, die mich auf einen Artikel des auch früher hier im Blog aktiven Frank Wunderlich‑Pfeiffer hinweisen, der über das Starship geschrieben hat. Damals war Frank Wunderlich‑Pfeiffer übrigens SpaceX‑Fan. Wer weiß, vielleicht ist Frank Wunderlich‑Pfeiffer auch SimonVR unter einem anderen Pseudonym, denn die Falcon 9 lobt Frank Wunderlich‑Pfeiffer ja auf der ersten Seite des Artikels über den Busch.

Hier die Links zu allen Teilen:

  • Teil 1 beschäftigt sich mit den Falcons
  • Teil 2 beschäftigt sich mit den Raptoren
  • Teil 3 beschäftigt sich mit dem Starship
  • Teil 4 beschäftigt sich mit dem Firmenklima bei SpaceX und warum SpaceX keine Firma sondern eine Ersatzreligion ist.
  • Und alle Teile zusammen findet ihr auch auf der Website.

Ich habe nur die erste Seite gelesen, weil ich schon dann merkte, dass ich einen Gegenartikel schreiben könnte, in dem ich mich nur auf die faktischen Fehler dieses Artikels konzentriere. Aber ich habe einem der beiden Mailschreiber, den ich nun nicht vom Namen her kannte, auf einige meiner älteren Starship‑Artikel hingewiesen und dabei festgestellt, dass man wieder eine aktuelle Zusammenfassung machen könnte und vor allem einmal das Grundproblem bei SpaceX ansprechen kann – und das ist der CEO, der die Richtung vorgibt. (mehr …)

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Raumfahrtgrundlagen für Dummys – Treibstoffe

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Eine – wie ich finde – der besten Sektionen auf meiner Website sind die „Grundlagen der Raumfahrt“, die ich jedem empfehlen kann. In dem Bestreben, dass ich dort mein Wissen unterbringe, ist sie aber auch recht umfangreich und komplex geworden. Daher starte ich ab jetzt mit einer lockeren Reihe von Beiträgen in einer neuen Kategorie mit (hoffentlich) deutlich kleinerem Einstiegsniveau. Ich fange an mit dem Thema, wo ich von Berufs wegen am meisten verstehe und das auch mein größtes Interesse hat: Raketentreibstoffe.

Da fange ich schon mal mit den Begriffen an. Als Chemiker unterscheide ich zwischen Oxidatoren und Verbrennungsträgern, aber im allgemeinen Sprachgebrauch wird beides als Treibstoff bezeichnet, auch wenn das eigentlich nur eine der beiden Komponenten (der Verbrennungsträger) ist. So wollen wir es auch hier halten. (mehr …)

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Der Traum vom Raketenabwehrschild

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Die USA zündeten am 6. August 1945 über Hiroshima die erste Atombombe, die als Waffe eingesetzt wurde, wenige Tage später folgte die zweite, die über Nagasaki abgeworfen wurde. Danach waren die USA die militärisch stärkste Macht weltweit, was sie auch bis heute sind. Es begann eine Periode, in der die USA massiv abrüsteten. Wozu braucht man eine große Armee, wenn man mit einer Atombombe eine Großstadt auslöschen oder auf dem Schlachtfeld eine Division auslöschen kann.

Das änderte sich, als die Sowjetunion 1949 ihre erste Atombombe zündete. Nun musste man mit einem Gegenschlag ebenfalls mit Atombomben, später Wasserstoffbomben, rechnen. Das hat seitdem auch vor dem Einsatz von Atombomben geschützt. General McArthur forderte von Präsident Truman im Koreakrieg den Einsatz von Atombomben, als die UN‑Streitkräfte unter der Führung der USA nach dem Kriegseintritt der chinesischen Armee stark zurückgedrängt wurden. Truman befürchtete, dass dann auch die Sowjetunion, die ja schon Nordkorea militärisch unterstützte, Atombomben einsetzen würde, und entließ McArthur. (mehr …)

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