Warum gibt es Desktop-Prozessoren mit nur wenigen Kernen?

Als 2004 von Intel der erste Zweikernprozessor auf den Markt kam, kündigte Intel an, dass sich die Kernzahl jede Generation verdoppeln würde. Der Pentium D entstand im 90 nm Prozess. Seitdem gab es die Schritte 65 nm (Merom), 45 nm (Penryn, Nehalem), 32 nm (Westmere, Sandy Bridge), 22 nm (Ivy Bidge, Haswell), 14 nm (Broadwell, Skylake, Kably Lake, Coffee Lake). Wäre Intel dem Versprechen von 2005 gefolgt, so hätten wir heute 64 Kerne pro Prozessor.

Dem ist nicht so. Lange Zeit gab es maximal 4 echte physikalische Kerne im Desktopbereich. Durch Hyperthreading können diese dem Betriebssystem 8 logische Kerne vortäuschen, jedoch ist dies nicht gleichbedeutend mit 8 echten physisch vorhanden Kernen. Mit der Einführung von Ryzen gibt es auch für den Normalverbraucher mehr Kerne, sowohl von Intel wie AMD. Allerdings zu hohen Preisen. Warum hat Intel die Prozessoren mit vielen Kernen nicht umgesetzt? (mehr …)

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Wetten das Arianegroup?

Es wird einmal Zeit, dass ich auch eine Wette mit den Bauern der Ariane 5/6 abschließe, die derzeit Arianegroup heißen. Derzeit, weil das fast im Jahresabstand wechselt.

Ich habe an meiner Aufstiegssimulation noch etwas mehr gearbeitet und noch mehr Raketen mit den genauen Daten erfasst und bin mir inzwischen recht sicher, dass die Simulation weitestgehend korrekt ist, weil ich für verschiedene Träger unterschiedlichster Technologie und Aufstiegsverluste fast immer die publizierten Nennnutzlasten erreiche. Das macht mich optimistisch die Nutzlast der Ariane 6 abzuschätzen. (mehr …)

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Starlink

Endlich ist es passiert: ich habe mal eine Wette gegen SpaceX verloren. Endlich, weil es ja fast schon peinlich war, das ich dauernd gewonnen habe, indem ich nur dagegen gewettet habe, was sie selber angekündigt haben. Das war aber Absicht, denn ich war mir recht sicher, dass sie vor Ende April ihre Testsatelliten für ihr Kommunikationsnetz starten würden. Wären die nämlich bis dahin nicht betriebsbereit im Orbit, so wäre ihre Reservierung für Kommunikationsfrequenzen hinfällig gewesen. Um diese bewerben sich nämlich derzeit viele Firmen mit verschiedenen Projekten, über die man mit Ausnahme von OneWeb fast nichts weiß. SpaceX sticht in zwei Dingen heraus: Das eine ist, das sie alles alleine machen. Oft sind es sonst Allianzen bei den Anträgen für die Frequenzen von verschiedenen Firmen für Bau der Satelliten, Start, Betrieb und Bodeninfrastruktur. Zum Zweiten haben sie das mit Abstand größte Netz in der Planung. Starlink, so heißt das Netz soll aus zwei Flotten bestehen. Zuerst einer in einem hohen Orbit zwischen 1.110 und 1.325 km Höhe aus 4.425 Satelliten in 83 Bahnebenen. Diese senden und empfangen im Ku- und Ka-Band. Im März 2017 hat dann SpaceX nochmals einen Antrag für Frequenzen gestellt, diesmal für das V-Band. Die Satelliten dazu, nun weitere 7.518 Stück werden in 340 km Höhe operieren. Das V-Band liegt bei 40 bis 90 GHz. Es liegt damit so hoch, das Funkwellen schon effektiv durch die Atmosphäre blockiert werden. Darauf beruht auch die bisherige Nutzung des Bandes: Es wird für das Regenradar genutzt. (mehr …)

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Heiligs Blechle

Letzte Woche kam der Urteilsspruch des Bundesverwaltungsgerichts zum Thema Fahrverbote in Innenstädten und anscheinend hat sich jeder gerade das rausgesucht, was ihm in den Kram passt. Die für eine reinere Luft klagenden Umweltverbände, dass die Klage erfolgreich war, die Städte, dass die besonderen Umstände berücksichtigt werden müssen, Handwerker und Lieferanten, dass es Ausnahmegenehmigungen geben kann und die Bundespolitik, dass es ja eigentlich niemanden betrifft und man nichts machen muss. So Merkel. Denn es sind ja nur 66 Gemeinden, also so kleine Dörfer wie Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Dresden und die vielen kleinen Dörfer im Ruhrgebiet wie Düsseldorf, Köln, Duisburg … Kurzum: In den 66 Städten dürfte wohl ein größerer Anteil der Bevölkerung wohnen. Eigentlich auch logisch den der Dreck entsteht ja nun mal durch Autos und die findet man vor allem in großen Städten und nicht in kleinen Dörfern auf dem Land. (mehr …)

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Die Proton und der Mond

Schade, dass ich so aufmerksame Leser habe – Niemand ist auf die Münchhausener Geschichte vorgestern hereingefallen. Doch eigentlich ist es keine Münchhausener Geschichte, es ist reale Physik und daher dazu heute etwas mehr.

Ich habe alles mit meiner neuen Aufstiegssimulation durchgerechnet, die inzwischen um einige Optimierungsfunktionen ergänzt wurde. Die Vega als Problemfall funktioniert nun auch. Ich werkele derzeit am Zweiimpulstransfer. Wenns fertig ist stelle ich es vielleicht mal hier vor. Aber die Proton in der Version Proton M Breeze M macht Probleme. Das liegt daran, dass die Proton mal als zweistufige ICBM entwickelt wurde. In der Version hätte der Sprengkopf etwa 8 bis 10 t gewogen. Nun wiegen dritte und vierte Stufe und Nutzlast zusammen 80 t. Schon die zweite Stufe hat eine Beschleunigung die anfangs unter 1 g liegt. Die oberen auch und am extremsten ist es bei der Breeze M. Bei einer Startmasse von rund 28 t beträgt der Schub nur 19,6 kN. (mehr …)

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