Hochachtung und Respekt vor dem Amt

Gestern ist Margot Käßmann von ihrem Amt zurückgetreten, nur zwei Tage nachdem die Alkoholfahrt am Steuer bekannt geworden ist. Ich finde das sehr traurig und kann zwar ihre Haltung nachvollziehen, wenn sie auf die Vorbildfunktion verweist, auf der anderen Seite sehe ich hier nicht den direkten Bezug zum Amt. Was hat eine persönliche Verfehlung damit zu tun, dass sie öffentlich Kritik am Afghanistan Einsatz übt? Man kann sicher auf dem Standpunkt stehen, dass Bischöfe, Pfarrer, Priester & Co Vorbildfunktion haben und daher einen tadellosen Lebenswandel führen sollten. Auf der anderen Seite sollten sie die Gläubigen verstehen und wer keine Fehler macht, der hat auch Probleme die Fehler anderer zu verstehen. Vor allem aber hat das nur sekundär etwas mit dem Amt zu tun. Sie war ja schließlich nicht betrunken als sie in die Kanzel stieg. Irgendwo denke ich gibt es eine Grenze, wo auch Bischöfe Mensch sein dürfen und dazu gehört auch Dummheiten zu begehen und daraus zu lernen. Auch wenn das Fahren mit 1,5 Promille keine Kleinigkeit ist. Ich denke wenn sie im Amt geblieben wäre, so wäre sie daraus gereift hervorgegangen und vielleicht eine noch bessere Bischöfin geworden.

Vor allem würde ich mir wünschen, dass auch andere diesem Beispiel folgen würden. In der Katholischen Kirche dürfen Bischöfe den Holocaust leugnen und werden gedeckt. Es kommt zu sexuellem Missbrauch über Jahre und die Leute werden gedeckt und nur versetzt .- damit sie woanders weiter machen können. Das alles sind keine privaten kleinen Verfehlungen. Das sind Dinge die im Amt getan werden und wurden und die keinerlei Konsequenzen innerhalb der Kirche nach sich gezogen haben. (mehr …)

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Der Titan Rover Teil 1

Derzeit geht es mir nicht besonders gut. Seit einer Woche bin ich ziemlich müde und jetzt habe ich mir noch eine Erkältung eingefangen. Daher heute nur ein kurzer Blog. Wenigstens habe ich eine Baustelle hinter mir, denn seit Sonntag ist das Skript für das ISS/ATV Buch beim ersten Korrekturleser. Ich bin froh dass damit nicht nur eine Baustelle geschlossen ist und von den Projekten, die ich noch vom letzten Jahr offen habe, das zweite erst mal abgeschlossen ist (wenn auch nicht ganz, denn ich muss es ja nochmals durchlesen und alle Bilder noch einfügen). Vor allem war das Thema so frustrierend. Je mehr man sich damit beschäftigt um so mehr muss man sich an den Kopf langen, wie man ein Projekt so vergeigen kann. Daher wird so schnell mehr zu diesem Thema kommen. Auch weil sich seit einiger Zeit auf dem Blog zwei Trolle herumtreiben, die jeden Blog der mit bemannter Raumfahrt zu tun hat, nutzen um das Thema in eine Richtung zu ziehen, die gerade Ihnen in den Kram passt.

Ich habe mir vorgenommen mal einige der Missionen meines Programms zur unbemannten Planetenerkundung skizzieren. Heute beginne ich mit dem Titan Rover, wobei ich die Mission grob skizzieren und abgrenzen will. Warum einen Titan Rover? Nun natürlich um den Titan zu erkunden. Wir wissen heute, dass es auf dem Titan Seen und Flüsse gibt, Formationen die durch Wind und Flüssigkeiten geformt wird. Dabei ist die Oberfläche nicht vom Orbit aus direkt einsehbar. Wir sollten also da hin und es uns vor Ort ansehen. Vor allem weil sich dort eine Chemie entwickelt hat, die es auf der Erde nicht gibt mit der Basis von Kohlenwasserstoffen anstatt von Wasser,

Es gäbe nun mehrere Möglichkeiten die Erkundung des Titan zu forcieren. Ich will hier die Alternativen mal kurz skizzieren. (mehr …)

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Was ist drin… in „Sandwiches Bacon, Ei“

Heute mal ein neuer Eintrag in der Rubrik „Was ist drin“. Diesmal hat mir Kevin Glinka die Vorlage für die Besprechung geliefert. Herauskam die bislang längste Besprechung eines Lebensmittels in dieser Rubrik. Wer auch was interessantes findet: Fotos/Scans bitte an bl at bernd-leitenberger.de schicken. Wenn es interessant ist findet es sich dann wieder. Eine eigene Beurteilung des sensorischen und optischen Eindrucks sollte natürlich auch dabei sein.

Bei dem heutigen Produkt handelt es sich um fertige Sandwiches in Dreiecksform geschnitten. Ich habe es nicht selbst gekauft und kann bei der Beurteilung des sensorischen Eindrucks mich daher nur auf die mir übermittelte Beurteilung verlassen, nachdem die Sandwiches „ordentlich geschmeckt“ haben. Auf der Verpackung sind viele Eiviertel, geräucherter Speck und Salat zu erkennen, allerdings ergänzt um das Wort „Garniervorschlag“.

Inhaltsverzeichnis

Weizenbrot 44%: Die prozentuale Angabe der Menge ist bei „wertgebenden“ Zutaten vorgeschrieben – natürlich ist Weizenbrot bei einem Sandwichbrot die wertgebende Zutat. Es folgen nun die Bestandteile des Brotes:

Weizenmehl: Natürlich ist Weizenmehl der Hauptbestandteil von Weizenbrot. Ich stelle leider fest, dass auch hier wie bei anderen Broten man nicht über den Typ informiert wird (also den Ausmahlungsgrad). Das ist bei einem Sandwich vielleicht nicht so wichtig, aber bei normalem verpacktem Brot und da fehlt diese Angabe auch.

Wasser: Wasser muss bei einem Lebensmittel eigentlich nicht angegeben, da es in diesem Sinne nicht als Zutat gilt. Hier macht die Angabe auch keinen Sinn, weil jeder ja weiß das Brot Wasser enthält

Weizensauerteig (Weizenmehl, Wasser): Sauerteig wird heute immer seltener eingesetzt, da er vor allem bei Weizenbroten durch Mischungen von Zusätzen ersetzt ist bzw. bei hellen Broten kein Vorteig nötig ist.

pflanzliches Öl: Nicht unbedingt in Brot nötig, aber vielleicht im Sandwichbrot. Es sorgt für einen vollmundigeren, weicheren Geschmack

Hefe: Lässt den Teig aufgehen

Zucker: Zur Geschmacksabrundung in jedem Brot vorhanden

Speisesalz: Natürlich notwendig im Brot

Säureregulator Natriumdiacetat: Wirkt als Puffer: Die Quelleigenschaften von Mehl hängen vom p.H. ab. Da dieser durch den Sauerteig absinkt kann mit Natriumacetat (einem Natriumsalz der Essigsäure) ein zu starkes Absinken des p.H Werts verhindert werden.

Das war die Zusammensetzung des Brotes. Sie ist nur an einem „.“ nach dem Wort Natriumacetat zu erkennen. (mehr …)

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Hotel „ET“

So, ich denke heute wird das ISS/ATV Buch fertig sein und kann dann raus zum Korrekturlesen. Weil ich deswegen genug in den letzten Monaten über die ISS und ihre Versorgung, die politischen Querelen und was sonst noch damit zusammenhängt, gelesen habe wird wohl das für einige Zeit der letzte Blog zum Thema Raumstationen. Ich bin hier auch etwas enttäuscht von meinen Bloglesern, die wohl auf eine ergebnisoffene Frage nicht einsteigen, aber besser wissen als ich selbst, wie mein Alternativplan zur ISS aussieht…Na ja rummosern ist wohl einfacher als selbst sich mal hinzusetzen und das ganze zu durchdenken und manche scheinen den Blog auch mit einem Forum zu verwechseln.

Zum Abschluss: Man kann die Raumfähren nach der Ausmusterung kaufen – für 28,8 Millionen Dollar pro Stück, also ein echtes Schnäppchen (ich glaube die Endeavour kostete als letzte Fähre über 2 Milliarden bei der Herstellung). Das brachte mich auf die Idee dies mit einer alten Vorschlag zu kombinieren. Bevor die Space Shuttles operationell wurden, gab es mal die Idee die Tanks mit in den Orbit zu bringen. Es fehlt nur noch wenig, so dass bei rund 10 % niedriger Nutzlast der Tank in einen Orbit kommt. Dort sollten sie zu einer Raumstation ausgebaut werden. Es könnten sogar mehrere Tanks kombiniert werden. Auch Ruppe schreibt in seinem Buch über so was, doch ich habe beim Suchen nichts gefunden (Der Ruppe ist ein tolles Buch, leider völlig chaotisch geschrieben und das Stichwortverzeichnis hilft auch nichts, vielleicht findet Michel Van die Stelle).

Nehmen wir mal an. Heute greift das jemand auf und will den ET als Hotel ausbauen. Wie könnte das gehen. (mehr …)

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STS-135

Da ich nach zwei Monaten Arbeit an einem Buch über die ISS so ein bisschen gesättigt von dem Thema Raumstation bin, aber feststelle, dass andere wohl nur auf dieses Thema…

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