Kiffen schützt vor Corona

So, kurz zusammengefasst könnte man Ergebnisse der medizinischen Forschung im letzten Jahr wiedergeben. Doch da ich immer etwas tiefer bohre hier die ganze Geschichte inklusive der vielen offenen Fragen.

Als die Pandemie losging, installierte die John Hopkins Universität (JHU) ihr Covid-19 Dashboard, dessen Daten über Fallzahlen weltweit auch bei uns in den Medien lange zeit verbreitet wurden, weil das bundeseigene Robert Koch Institut lange brauchte, um etwas ähnliches nationales auf die Beine zu stellen. JHU hatte von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA die Aufgabe bekommen, die Daten über Infektionen und Todesfälle zu sammeln und auszuwerten. Primär um das Risiko bestimmter Bevölkerungsgruppen bestimmen zu können. In den USA ist das weitestgehend leichter als bei uns, im Prinzip kann die JHU auf alle Daten zurückgreifen, die den Krankenversicherungen vorliegen mit Ausnahme von persönlichen Daten. Wie z. B. Der Name. Aber Alter oder Wohnort in Form des ZIP-Codes, dem Pendant unserer Postleitzahl werden weitergegeben. Continue reading „Kiffen schützt vor Corona“

Der Impfstoff für alle zwischen 60 und 65

Ich könnte über Corona eigentlich jeden Tag was schreiben. Ich tue es nicht, weil ich denke das alle Blogleser von dem Thema genug gehört haben, bzw. mit dem Umgang durch die Politik und die Maßnahmen genug genervt sind und von mir auch etwas anderes erwarten. Aber nun muss ich mal was zum Impfstoffdebakel sagen. Also erst war es so, dass der Impfstoff von Astrazeneka ein schlechtes Image hatte, weil der Begriff der „Wirksamkeit“ falsch vermittelt wurde – die 70 % „Wirksamkeit“ beziehen sich nicht auf den Coronaschutz allgemein, sondern darauf, das der Anteil derer die dann zwar eine Infektion bekommen, aber symptomlos oder mit geringer Schwere eben höher ist. Das Wesentliche, nämlich der Schutz vor einer schweren oder tödlichen Erkrankung ist aber genauso gegeben wie bei den moderneren mRNA-Impfstoffen. Continue reading „Der Impfstoff für alle zwischen 60 und 65“

Die Begrenzung der maximalen Nutzlast einer Rakete

Ich komme heute mal auf ein Thema, das man in den Users Manuals von Launchservice Anbietern nur verschämt am Rande erwähnt, nämlich die reale Maximalnutzlast einer Rakete. Gerne wird dagegen mit der theoretischen Maximalnutzlast angegeben, das ist so in etwa wie beim theoretischen Kraftstoffverbrauch eines Autos, der vom realen ja auch deutlich abweicht, nur in dem Falle in die andere Richtung. Als Beispiel will ich für die Auswirkungen die Titan II nehmen, aus der die Titan III wurde. Dazu später noch mehr. Continue reading „Die Begrenzung der maximalen Nutzlast einer Rakete“

Ein Vorschlag für die Ariane 7 und Vega 2

Meine Überlegungen für den Einsatz des Prometheus im derzeitigen Raumfahrtprogramm haben mich angespornt, mit ihm die Nachfolger der Ariane 6 und Vega zu erarbeiten. Die Nummerierung bei der Ariane ist auf den ersten Blick einfach – jede Version wird hochgezählt. Bei der Vega hat man dagegen das „C“ für „consolidated“ eingeführt. Doch auch dafür gibt es ein Analogon: Die erste Version der Ariane 5 heiße Ariane 5G, die heutige Ariane 5E. Logisch ist die Vorgehensweise nicht, denn die Änderungen sind größer als beim Übergang Ariane 1 zu 2, wo man nur den Druck in den Brennkammern erhöhte und die dritte Stufe leicht verlängerte. Dafür gab es gleich eine neue Nummer. Beim Übergang von Ariane 5G zu 5E hat man etwas mehr Treibstoff bei den Boostern zugeladen, deutlich mehr bei der Zentralstufe, die auch ein neues Triebwerk bekam und die Oberstufe wurde komplett ausgewechselt. Bei der Vega C sind zwei von vier Stufen neu. Continue reading „Ein Vorschlag für die Ariane 7 und Vega 2“

Einsatzmöglichkeiten des Prometheus bei Ariane 6 und Vega

Derzeit wird ja das Prometheus-Triebwerk entwickelt. Es ist prinzipiell ein Technologiedemonstrator, der das Ziel hat die Kosten pro Triebwerk stark zu senken. Es soll 1 Million Euro pro Stück kosten, etwa ein Zehntel der Kosten eines Vulcain 2, bei 30 % weniger Maximalschub. Ich halte den Vergleich nicht ganz fair, weil beide Triebwerke unterschiedliche Treibstoffe einsetzen und LH2 angetriebene Triebwerke immer teurer sind als welche mit Kohlenwasserstoffen. Das RS-25 kostete zur Shuttle Ära rund 40 Millionen Dollar pro Triebwerk, inzwischen ist angesichts der kleinen Produktionsrate für die SLS der Preis auf 146 Millionen Dollar angestiegen. Ich vermute der Preis von 1 Million Euro ist auch verknüpft mit einer entsprechend viel höheren Stückzahl pro Jahr. Continue reading „Einsatzmöglichkeiten des Prometheus bei Ariane 6 und Vega“