Die Lösung für ein überflüssiges Problem – Wie nahe kann ein Sonnensegel an die Sonne?

Sonnensegel sind in den letzten Jahrzehnten als alternativer Antrieb etwas ins Hintertreffen geraten. Ionenantriebe werden dagegen verstärkt eingesetzt. Das hat durchaus Gründe. Zum einen wurden die Ionenantriebe durch Fortschritte in der Energieversorgung (durch Solarzellen) attraktiver. Zum anderen fehlt es an Projekten, die die sinnvolle Anwendung von Sonnensegeln zeigen. Continue reading „Die Lösung für ein überflüssiges Problem – Wie nahe kann ein Sonnensegel an die Sonne?“

Die Lösung für ein überflüssiges Problem – das Space Shuttle mit Apollo-Hardware

Als 1969 die NASA die Industrie aufrief, Pläne für das kommende wiederverwendbare Trägersystem (die Bezeichnung Space Shuttle kam erst später) zu entwerfen, setzten viele Entwürfe auf die schon für das Apolloprogramm entwickelten Triebwerke J-2 und F-1. Das war folgerichtig. Keine Triebwerksgenration wurde wegen des bemannten Einsatzes so ausgiebig getastet, war so zuverlässig. Daneben waren sie die einzigen vorhandenen Triebwerke, die „man rated“ waren. Wie wir wissen, kam es letztlich anders. Continue reading „Die Lösung für ein überflüssiges Problem – das Space Shuttle mit Apollo-Hardware“

Pleiten, Pech und Pannen – das Discoveryprogramm

Es ist nun etwa 20 Jahre her seit das Discoveryprogramm still und leise beerdigt wurde, auch wenn es im NASA-Jargon als „Discovery Class“ für ein bestimmtes Finanzvolumen für Raumsonden noch vorhanden ist. Ich will mit dem Artikel an die Missionen erinnern, die nicht so liefen wie geplant und was man daraus lernen kann. Continue reading „Pleiten, Pech und Pannen – das Discoveryprogramm“

Raketenstarts werden immer teurer – und die Problematik der Wertberechnung

Alle jammern. Es wird alles immer teurer, auch Starts. Gerade deswegen sind ja Newcomer wie SpaceX wichtig sagen dann die einen. Doch stimmt das? Meiner Ansicht nach sind Raketenstarts immer billiger geworden. Nun ist es schwer die Daten zusammenzutragen, zudem sind Typen ja auch nicht unverändert über Jahrzehnte im Einsatz sind (okay, bei den Chinesen und Russen schon, aber dafür gibt es von denen keine echten Informationen, was ihre Raketen früher kosteten). Ich habe das vor Jahren schon mal gemacht, aber ich wiederhole es hier mal und zwar am Beispiel von Ariane. Das liegt zum einen daran, dass ich hier durch meine beiden Bücher die Daten schon recherchiert habe, und zum anderen, weil sie in Europa gebaut wurden, was die Rückrechnung der Kaufkraft einfacher macht als bei US-Raketen.

Continue reading „Raketenstarts werden immer teurer – und die Problematik der Wertberechnung“

Mögliche Feststoffboosterverlängerungen beim Space Shuttle

Eine, wenn auch vorhersehbare Tragik des Space Shuttles war, das es anders als alle US-Träger während der 30 Jahre im Einsatz praktisch keine großen Upgrades gab. Die Gründe sind vielfältig. Anfangs waren durchaus Upgrades vorgesehen. Doch nach der Challengerkatastrophe hatte die Sicherheit Vorrang. So entfiel nicht nur die Centaur Oberstufe, sondern es entfielen auch alle Upgradepläne. Daneben ist dies bei einem bemannten Raumfahrzeug jede gravierende Veränderung sowieso schweirig, man kann ja nicht einfach so einen unbemannten Qualifikationsflug einschieben.

Es blieben nur Upgrades der Feststoffbooster. Es war auch eines geplant, nämlich für den operationellen Betrieb der ISS. Dadurch das man sich mit Russland auf eine Bahnneigung von 51,6 Grad geeinigt hatte – vorher war eine viel niedrige Bahnneigung für die US-Station „Freedom“ geplant, sank die Nutzlast des Space Shuttles stark ab. Eine Verlängerung auf 5 Segmente hätte die Nutzlast für die ISS um 9,1 t erhöht, das waren 50 % der Nominalnutzlast für diesen Orbit. Continue reading „Mögliche Feststoffboosterverlängerungen beim Space Shuttle“