Mein SLS Vorschlag

In der von mir so geschätzten Rubrik „Wir wissen es besser“ möchte ich mich heute mit der SLS befassen. Ich habe sie ja schon gestern aufgegriffen. Von der technischen Auslegung finde ich die SLS gar nicht mal so schlecht. Wie ich schon schrieb. Ich bin nur an zwei Dingen etwas anderer Meinung. Das eine ist die Festlegung auf nur zwei Booster und als Folge ein „Block II“ Programm, das dann leistungsfähigere Booster entwickeln soll. Das Zweite ist, dass die Oberstufen tendenziell zu klein sind. Als Faustregel kann man bei in etwa gleichen spezifischen Impulsen ansetzen: Masse der Zentralstufe / Oberstufe ~ Masse der Oberstufe zur Nutzlast. Geht man von Transporten zum Mond oder auf Fluchtkurs aus, so beträgt die Nutzlast dann etwa 40-50 t. Bei fast 900 t Startmasse kommt man so auf etwa 200 bis 250 t Masse für die Oberstufe. Ich habe mich für 250 t entschieden, da sie auch besser zu schweren Nutzlasten passt, die mehr Booster pro SLS transportieren können. (mehr …)

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Rätsel Nutzlast SLS

Manchmal habe ich das Gefühl ich lasse doch geistig nach. Das merkt man, wenn einem beim Stöbern alte Aufschriebe unterkommen. Nicht nur, dass ich das meiste davon wieder vergessen habe, auch wie ich mich damals in Details gestürzt habe, ist mir heute völlig unverständlich. Ich muss früher viel intelligenter gewesen sein. Heute würde ich das Pensum schon wegen der fehlenden Zeit nicht schaffen.

Fast hätte ich das Phänomen auch für etwas verantwortlich gemacht, das mir in der letzten Zeit auffällt. Ich stelle fest, das projektierte Träger immer weniger Nutzlast haben, vor allem wenn man sie mit ähnlichen Mustern vergleicht. So die Ariane 6: Sie erhält neue Booster, die besser als die derzeitigen sind (geringeres Leergewicht, höherer spezifischer Impuls) und ist mit 860 t rund 70 t schwerer als die Ariane 5 ME, der sie bei Zentralstufe und Oberstufe gleicht. Doch die hat 12 t Nutzlast und die Ariane 6 nur 10,5 t. Ich habe das mal verfolgt und komme bei ähnlichen Massenannahmen auf 13 – 14 t. Analoges Thema des heutigen Themas die SLS mit demselben Phänomen. Demgegenüber steigt die Nutzlast bei anderen Trägern so SpaceX oder Ariane 5 ECA. Allerdings hat die Rakete dort auch je nach Version andere Daten (Startmasse z. B, bei der Falcon 9 von 482 auf 550 t gestiegen). (mehr …)

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Die ISS- das Haupthindernis für ein Marsprogramm

In den letzten Jahren ist der Mars ja wieder in den Fokus gerückt. Die NASA nennt seit Jahren eine bemannte Expedition zum Mars als Langzeitziel (nun für 2033 geplant), private Firmen wie Mars One oder SpaceX mit der Red Dragon wollen zum Mars und es werden mehr Sonden anderer Nationen geschickt. Indien plante seine zweite, China und sogar die arabischen Emirate wollen auch eine Sonde auf den Weg bringen.

Nun seitens der NASA sehe ich die Pläne mehr als Alibi. Das mag ein Langzeitziel sein, ohne konkretes Programm geht da nichts und Trump mag ja fordern, dass man das etwas beschleunigen soll. Aber ein Programm, das es nicht gibt, kann man nicht beschleunigen. Mehr Geld gibt es trotzdem nicht. Es gibt eigentlich in dem Sinne auch kein Marsprogramm, sondern nur eine Schwerlastrakete SLS, deren EM-1 Mission man nun erneut verschoben hat und die unbemannt erfolgen soll und die Orion, aka MPCV. Die SLS reicht in der derzeitigen Größe nicht für einen direkten Transfer aus (wohl, aber wenn man eine Nutzlast stückweise mit der SLS in einen immer elliptischeren Erdorbit bringt, wie von mir vorgeschlagen, nur braucht man dann eben zwei bis drei Starts anstatt einen). Und die Orion ist eine Kapsel wie Apollo, nicht gedacht für eine Langzeitmission und auf dem Mars landen kann man mit ihr auch nicht. (mehr …)

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Der Kurs von Blue Origin

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Als ich den Vorschlag für Blue Origin ausarbeitete, habe ich natürlich mich auch bisschen mit der Firma befasst – um ehrlich zu sein, mehr als ein bisschen kann man auch kaum über die Firma herausbringen.

Das eine ist die Triebwerksentwicklung. Bisher hat Blue Origin folgende Triebwerke entwickelt:

  • BE-1: ein Wasserstoffperoxidtreibwerk (katalytische Zersetzung von Wasserstoffperoxid) mit 2200 Pfund (rund 10 kN) Schub. Kein Einsatz
  • BE-2: Ein Zweikomponentensystem aus Kerosin und Wasserstoffperoxid mit 31.000 Pfund (138 kN Schub). Ebenfalls kein Einsatz
  • BE-3: Ein kryogenes System aus LOX/LH2 mit 110.000 Pfund (rund 490 kN) Schub. Einsatz auf der New Shepard
  • BE-4: Ein LOX/LNG System im Hauptstromverfahren mit 550.000 Pfund (2400 kN) Schub. Einsatz auf der Vulcan und New Glenn.

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Ein Vorschlag für Blue Origin

Ich hatte mir mal überlegt wie die USA wohl heute, wenn sie Tabula Rasa machen würden, ein Trägersystem entwerfen würden, wobei das in Anbetracht der neueren Entwicklungen möglichst wiederverwendbar sein sollte. Zuerst dachte ich an eine Zentralstufe mit dem RS-25, dessen Treibwerke geborgen werden und Booster mit dem BE-4 die weich auf einem Droneship landen. Dann suchte ich nach einer Oberstufe, die nicht geborgen wird. Sie sollte daher möglichst günstig sein. Ich dachte daher an ein Methan-Triebwerk im Bereich von 100 bis 200 kB. So was existiert aber nicht. Das RL-10 scheint relativ teuer geworden zu sein. So lag es nahe, das nächste verfügbare Triebwerk, das BE-3 zu nehmen. Doch das ist mit 490 kN schon zu schubstark. Man könnte dann die Zentralstufe einsparen oder durch eine weniger leistungsfähige ersetzen. Dann hat man aber nur noch Triebwerke von Blue Origin. Also ging ich daran, ein System auf Basis der Triebwerke von Blue Origin zu konstruieren. (mehr …)

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