Zum 75-sten und das schwerste Jahr im Leben

Ariane 5 hat am Donnerstag nicht nur mit 75. fehlerlosen Starts in Folge ein Jubiläum gefeiert, sondern auch einen neuen Rekord eingestellt, nachdem der alte noch von der Ariane 4 stammt, die 2003 nach 74 erfolgreichen Starts in Folge ausgemustert wurde. Zeit das zu würdigen, denn zumindest in einer Wahrnehmung haben die Fehlstarts in den letzten Jahren doch deutlich zugenommen, nachdem es sehr lange wenige gab. Ich habe mein Programm Launchlogconverter erweitert um die Anzeige der erfolgreichen Starts in Folge und zwei Tabellen erstellt. Die Erste gibt die erfolgreichen Starts jedes „Submodells“ an: (mehr …)

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Buchkritik: der Untergang des römischen Weltreichs

Das Buch „der Untergang des römischen Weltreiches“ von Peter Heather ist ein ziemlicher Schinken, 640 Seiten stark. In Amazon hat es eine gute Bewertung mit 4 bis 5 Sternen. Das und die Empfehlung eines Bloglesern hat mich dazu bewegt, das Buch zu kaufen.

Ich bin ja vielseitig interessiert. Nicht nur an Raumfahrt, sondern auch an antiken Kulturen, Astronomie, Paläoontologie, Computer und Computergeschichte und so passt das Buch gut in meine Interessenslage. Zumal beim Römischen Reich ja es nicht so ist, das viele Bücher Schwerpunkte behandeln. Selbst Gesamtdarstellungen oft nicht die ganze Geschichte gleichberechtigt behandeln. Ziemlich viel gibt es über die Zeit Cäsars bis zum Kaiserreich Mitte des zweiten Jahrhunderts. Davor meist wenig auch wegen der schlechten Quellenlage und danach, weil das Reich sich nicht mehr ausdehnte, auch recht wenig. Über das Ende des Römischen Reichs hatte ich bisher kein Buch und so fiel der Griff in den Geldbeutel leicht. (mehr …)

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Die Marsmission und die Frage der Transportkosten

Da ich bei meinem Auftrag recht gut in der Zeit liege schiebe ich mal wieder einen Blog über die Marsmission ein, zu einem Thema das nicht neu ist, aber meiner Ansicht nach falsch diskutiert wird: Die Frage der Transportkosten zum Mars.

Wann immer man über eine Marsmission redet, die ja angeblich in 10 bis 15 Jahren kommt (und das schon seit 20 Jahren …), dann tauchen hohe Summen auf. Wie viel es wirklich heute kostet, das weiß man nicht, weil seit 1990 keiner Präsident mehr eine genaue Schätzung haben wollte. Damals beauftragte Bush Senior die NASA mit einer 90-Tages Studie die auf 400 Milliarden Dollar für ein Mars unternehmen und 541 Milliarden mit einem Mondunternehmen als „Seiteneffekt“ oder Vorbereitungsprogramm kam. Das war zu teuer und so wurde es eingestellt. (mehr …)

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Treibstofferzeugung auf dem Mars

Da das Thema Treibstofferzeugung auf dem Mars seit Zubrin ja immer wieder kommt, denke ich wird es mal an der Zeit einiges über die Grundlagen der Treibstofferzeugung auf dem Mars zu schreiben. Leider habe ich für die Programmierung einen Anschlussauftrag bekommen, sodass ich die nächsten zwei Wochen wieder wenig Zeit für den Blog habe. Aber der heutige Artikel über die Treibstofferzeugung auf dem Mars dürfte genug Diskussionsstoff für einige Tage liefern. (mehr …)

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Die Marskolonisation Teil 3

So, die Arbeit für den Kunden ist fast abgeschlossen, das heißt, ab nächster Woche gibt es wieder öfters einen Blog. Die beiden ersten Beiträge zur Marskolonisation haben ja eine rege Diskussion ausgelöst. Ich habe mich weitestgehend rausgehalten, weil ich diesen Teil der sich mit den Kosten der Marskolonisation beschäftigt, ja schon in Planung hatte und vieles fällt da rein.

Fangen wir mal mit der landwirtschaftlich genutzten Fläche und der Art der Versorgung an. Als Erstes gehe ich davon aus, das eine Marskolonie autark ist. Elon Musk nennt als Grund ja auch einen dritten Weltkrieg und bei nötigen Zulieferungen wäre da die Kolonie genauso betroffen wie die Erde. Das Zweite ist das die Leute dort wenn sie schon 100.000 Dollar für ein Ticket bezahlen (wahrscheinlich mehr) genauso leben wollen wie auf der Erde, also mit einem ähnlichen Lebensstandard und ähnlicher Auswahl bei der Nahrung. Auf 12,6 m² kann man vielleicht Algen anbauen, die haben einen kurzen Vegetationszyklus, aber mit dem was wir konsumieren wie Getreide, Kartoffeln, Obst und Gemüse geht das nicht. Untersuchungen ergeben das 2000 m² das Minimum an Fläche beim Mars ist, das man braucht.

Andere Untersuchungen veranschlagen bis zu 8000 m² pro Person. Wir haben bei uns schon kaum noch steigerbare Erträge pro Hektar, etwas besser sieht es noch in Ländern aus, wo es keinen Winter gibt, es aber auch nicht zu heiß ist, denn dann sinken die Erträge schon wieder. Wenn man mit mehr Licht und Hitze die Erträge steigern könnte, würde man bei uns am Äquator Getreide anbauen und nicht Palmöl. Noch mehr Fläche braucht Gemüse und Obst. Fleisch oder auch nur Milch und Hühner brauchen Futtermittel und dann steigt der Flächenbedarf enorm, weil von dem Energiegehalt der Futtermittel typisch nur ein Fünftel, bis ein Achtel im Fleisch landet. In der EU reicht die Fläche nicht aus, um die Bevölkerung autonom zu versorgen. Man ist auf den Import von Futtermitteln angewiesen. (mehr …)

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