Die Lösung für ein überflüssiges Problem: Jupiter oder die Sonne?

Seit Längerem suche ich nach der idealen Auslegung einer Sonde, die möglichst schnell das Sonnensystem verlassen soll. Früher dachte ich daran möglichst schnell die Heliopause zu erreichen und zu überschreiten für die Voyager 1+2 rund 40 Jahre brauten. Mittlerweile gäbe es mit den Kuipergürtelobjekten als weitere Ziele. Das hat wieder einige Umbauarbeiten in meinem Programm ausgelöst und das ist dann wie die Renovierung eines alten Gebäudes (die erste Version ist noch datiert von 1987, also älter als mancher Blogleser und lief noch auf einem Z80 Prozessor): Eine Änderung zieht die nächste hinter sich, sodass ich da noch eine Weile arbeiten werde. (mehr …)

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Bemannte Raumfahrt – Rückschritt anstatt Fortschritt

Die unbemannte Raumfahrt feiert dieses Jahr das 60-Jährige Jubiläum. Sie kann stolz zurücksehen, denn man hat enorm viel erreicht. Selbst wenn man berücksichtigt, das wir heute für größere Satelliten und Raumsonden starten können, ist der Fortschritt doch enorm. Eine Cubesat kann heute deutlich mehr als die „Pamelmusensatellit“ Vanguard 1. Die Firma Planetlabs baut ein Netz aus Erdbeobachtungssatelliten nur aus Cubesats auf. Nimmt man Kommunikationssatelliten, so sind sie nicht nur größer und haben mehr Sender, sie arbeiten auch viel länger als früher. Dasselbe gilt für Raumsonden. War man in den Sechziger Jahren noch froh, wenn eine Raumsonde ein Jahr lang arbeitete, so planen wir heute Missionen, die erst nach einem Jahrzehnt am Ziel ankommen.

Vor allem im Nutzen/Gewicht scheiden heute Satelliten viel besser ab als früher. Die Auflösung der 10 t schweren Hexagon Satelliten erreicht auch ein 2 t schwerer Worldview Satellit. Bei Raumsonden ist der Verglich schwerer, weil es früher nur Vorbeiflugmissionen gab, doch auch hier ist der Gewinn enorm, wenn man z.B. New Horizons mit Pioneer 10/11 vergleicht. (mehr …)

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Schneller oder energiesparender zu Mars und was ist eine Hohmanntyp II Bahn?

Heute wieder mal ein Beitrag im Bereich Grundlagen. Und zwar die Hohmannbahnen für eine Marsmission. Während bei einer unbemannten Mission die Reisedauer keine rolle spielt, schließlich arbeiten selbst nicht ambitionierte Orbiter mindestens zwei Jahre lang (die meisten bisher gestarteten sogar viel länger. Derzeit haben Odyssey, Mars Express und der MRO schon über ein Jahrzehnt im Marsorbit auf dem Buckel). Für Landesonden ist die Reisedauer auch nicht so wichtig, die Energie beim Wiedereintritt wird schließlich durch den Hitzeschutzschild abgebaut und selbst im ungünstigen Fall ist die Ankunftsgeschwindigkeit kleiner als bei der Rückkehr von einem Erdorbit. Doch auch für sie ist die Reisedauer meist unwichtig. Anders sieht es bei einem bemannten Marsunternehmen aus.

Ein Marsunternehmen ist durch himmelsmechanische Gesetze festgelegt. Solange wir nicht Antriebe haben bei denen es egal ist, wie hoch die Geschwindigkeitsanforderungen ist, dauert ein Unternehmen in etwa 33-36 Monate, das ist die Zeitdauer zwischen zwei Positionen von Mars und Erde bei denen ein Start/Rückstart besonders günstig  (26 Monate) ist plus der Dauer für einen Hin/Rückflug, üblicherweise etwa 6-10 Monate. Typisch sind so etwa 33-34 Monate für ein Unternehmen. Etwa die Hälfte der Zeit ist man auf dem Mars. Diesen Anteil kann man vergrößern wenn man schneller zu Mars kommt. Der Vorteil: man hat mehr Zeit für die Forschung. Man hat auf dem Mars mehr Schutz vor kosmischer Strahlung die vor allem von der sonne stammt. Zumindest nachts schützt der gesamte Mars vor der Sonne. Tagsüber wird die dünne Atmosphäre nicht viel schützen, aber man könnte sich in den Boden eingraben oder zumindest Gestein auf das Dach eines Habitats schaufeln.

Nun gibt es einen einfachen Weg schneller zu Mars zu gelangen. Ich habe in der folge das mal berechnet: (mehr …)

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GRACIA: Homöopathie fürs Abnehmen

Nachdem ich schon ein homöopathisches Präparat hier besprochen habe, das die Libido von Frauen steigern soll, bin ich durch die Fernsehwerbung auf etwas anderes aufmerksam geworden. Es handelt sich um „Schlankheitstropfen“, und zwar die seit einiger Zeit beworbenen „GRACIA“.

Schon die Suche nach Produktinformationen gestaltet sich schwer. Tippt man „Gracia Schlankheitstropfen“ in Google ein, so findet man viele Apothekenangebote, aber keinen Hersteller. Geht man dann zu einer Apotheke wie diese, so findet man als Hersteller „Dr. Theis Naturwaren“. Nur beim Hersteller findet da gar nichts. Der scheint Hautcremes und Erkältungspräparate herzustellen aber keinerlei homöopathische Tropfen. Schon die Information zu dem Präparat gestaltet sich so schwierig. Einen Beipackzettel online lesen? Unmöglich. Nicht mal alle Internet-Aptheken haben wenigstens eine Grundinformation. Aber wenigstens eine. Und das wird versprochen: (mehr …)

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Alternative Fakten von SpaceX

Diesmal von meiner Lieblingsfirma SpaceX die diesen Tatbestand schon einsetzte, bevor das Wort am Montag von Trumps Personal erfunden wurde. Es gibt einen Bericht über die finanzielle Situation der Firma. SpaceX ist ja nicht börsennotiert und muss daher keine Bilanzen veröffentlichen. So gab es bisher keine offiziellen Dokumente über die Finanzsituation der Firma. Nun scheinen interne Dokumente „herausgeleakt“ sein und wurden von der Wall Street veröffentlicht.

Demnach hat die Firma von 2011 ab jährlich ein kleines Plus gehabt. Das endete 2015, als das Jahr mit einem Verlust von 260 Millionen Dollar abgeschlossen wurde. Seitdem schrieb die Firma jedes Quartal Verluste und hat nun auch einen negativen Cash-Flow von 15 Millionen Dollar pro Quartal. Kein Wunder: Die operativen Kosten für die Firma werden auf 800 bis 900 Millionen Dollar geschätzt. Würde die Firma nur von Starts leben, so müsste sie rund 13-15 Start pro Jahr absolvieren, um diesen Umsatz zu generieren. Es sind in der Praxis deutlich weniger, weil einige Starts für CRS sind, bei denen verdient die Firma das zweieinhalbfache und dann kommt noch der 2,6 Milliardenauftrag für CCDev der unabhängig vom Trägergeschäft ist. Der Umsatz (Nicht Gewinn) stieg von 150 Millionen 2011 auf nahezu eine Milliarde Dollar 2014 und sank 2015 um 6%. Das reichte aus, um aus einem kleinen Plus ein dickes Minus zu machen. Für 2016 gibt es noch keine Zahlen. Gemunkelt wird von 740 Millionen Dollar Verlust.

SpaceX liefert alternative Fakten „SpaceX reportedly told The Journal it currently „has over $1 billion of cash and no debt“ and, as company representatives have previously told Business Insider, 70 planned launches that amount to roughly $10 billion in projected revenue.“ (mehr …)

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