Die Lösung für ein überflüssiges Problem: ein Neptun-Orbiter ohne Aerobraking

Wieder will ich mich mal mit einem himmelsmechanischen Problem beschäftigen, und zwar dem, ob man mit der heutigen Technologie in vertretbarer Zeit einen Neptun-Orbiter bekommen kann. Daher zuerst einmal eine kleine Erklärung, warum es da ein Problem geben könnte.

Die großen Planeten haben genug Gravitationskraft, dass man mit relativ wenig Geschwindigkeitsänderung eine große Annäherungsgeschwindigkeit kompensieren kann. In eine Jupiter und Saturnumlaufbahn kann man bei vertretbaren Reisezeiten mit einem Δv von weniger als 1.000 m/s in einen Orbit einschwenken, selbst wenn man sich nicht richtig dem Planeten nähert. Das ist bei Jupiter z.B wegen den Strahlungsgürteln nicht möglich und bei Saturn sind die Ringe im Weg. (mehr …)

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Dummes Geschwätz

Eigentlich wollte ich heute mal wieder eine Berechnung präsentieren, diesmal für einen Neptunorbiter. Doch dann fiel mir beim Schwimmen wieder eine Äußerung von Thomas Reiter ein, der inzwischen zum ESA Koordinator Internationale Agenturen und Berater des Generaldirektors aufgerückt ist. Wahrscheinlich in einem Interview zur Amtseinführung schwang er das Loblied auf die bemannte Raumfahrt und warum diese doch so wichtig sei. Am wichtigsten sei die Flexibilität des Menschen und er nannte auch ein Beispiel: Wäre bei der Landung von Philae auf Churymasov-Geramisenko ein Astronaut zugegen gewesen, dann wäre es nicht passiert, dass der Roboter am Rand einer Klippe zum Stehen kommt. Der hätte wohl den Roboter an die rechte Stelle gerückt.

Das ist so was was für mich in die Kategorie „Dummes Geschwätz“ gehört. Bisher hat die Menschheit nur den Mond erreicht. Für „Chury“ (Komet 67P) müsste man eine Bahn einschlagen, die bis zu Jupiter ins All
herausführt, noch weiter als die seit Jahrzehnten geplante Marsexpedition. Schon ohne es nachzurechnen, ist mir klar das dies nicht möglich ist, zumindest nicht mit vertretbarem Aufwand. Doch so eine Steilvorlage greife ich gerne auf. Also rechnen wir es mal nach. (mehr …)

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Eine Serie, aus einem Land in dem alles kriminell ist

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Gestern kam auf ZDF-Info eine Serie, die offenbar für Frankreich produziert wurde, bei ZDF Info hieß sie „Kriminelle Karrieren“ und es geht um Personen, die nach Ansicht der Serienmacher mit kriminellen Dingen reich wurden oder zumindest gut Geld verdient haben.

Fünf Folgen habe ich mir angeschaut:

  • Jordan Belfort
  • Kim DotCom
  • Arjan Roskam
  • Margaret McDonald
  • Wolfgang Beltracchi

Die Filme sind so eine Übersicht der gesamten Lebensläufe der Personen. Wie weit das nun eine kriminelle Karriere ist, ist unterschiedlich. Margret McDonald fing erst spät an, sodass die Hälfte des Films über ihre Jugend und Jahre vorher war. (mehr …)

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Eine Prüfung für die Demokratie

Nun ist Trump ja als Präsident vereidigt worden und was schon im Vorfeld sichtbar war, hat sich auch gleich in den ersten Amtstagen fortgesetzt. Nach der Wahl verbreiteten zumindest Kommentatoren und Journalisten, Trump würde „gebändigt“ werden. Er würde sehen, dass nicht alles so einfach ist, wie er es sieht und es gäbe ja genügend Berater, die ihn „korrigieren“ könnten. Doch die Monate nach der Wahl zeigten, das sich da nichts geändert hat. Selbst wenn ihm die eigenen Geheimdienste Beweise vorlegen, dass russische Hacker in die Wahl eingegriffen haben, dann nimmt er das einfach nicht zur Kenntnis – zumindest solange bis Russland ein Dossier mit belastendem Material über ihn veröffentlicht.

Nun geht es weiter wie bisher. Wenn berichtet wird, dass seine Amtseinführung weniger Leute verfolgt haben, dann verkündet seine Sprecherin „alternative Fakten“. Der Mensch scheint neben anderen persönlichen Defiziten auch noch Minderwertigkeitskomplexe zu haben. Was juckt es mich, wie viele Leute bei der Amtseinführung zuschauen? Wichtig ist doch das man Präsident geworden ist und nicht wie viele Leute das gesehen haben. Kurzum: ich glaube nicht, dass sich was ändert. Der Mensch wird genauso so weitermachen wie im Wahlkampf. Das nährt die schlimmsten Befürchtungen. Ich denke dabei nicht an Strafzölle gegen deutsche Autos, die Mauer an der Grenze zu Mexiko, sondern an Bemerkungen wie „Wozu haben wie Atomwaffen, wenn wir sie nicht einsetzen?“. Leute mit einer solchen Denke sollten nicht mal eine Schreckschusspistole besitzen dürfen, geschweige denn die Codes für die Atomraketen der USA. Da er sich auch nur Leute als Berater aussucht, die seiner Meinung sind, bzw. eine ähnliche kapitalistische Gesinnung haben, dürfte auch keine Mäßigung durch Berater zu erwarten sein. Wie kommt man auch auf die Idee, dass er als Berater Leute nimmt, die zwar nicht seiner Meinung sind, aber qualifiziert sind. Der Mensch machte bisher nicht den Eindruck als würde er andere Meinungen, als seine eigene respektieren würde.

Nun kommt die Bewährungsprobe für das parlamentarische System der USA und die anderen Institutionen, wie Judikative und Medien. (mehr …)

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Lohnt sich Laserkommunikation im All?

Laserkommunikation, so meine Meinung teilt vieles mit den Ionentriebwerken: Auf dem Papier der Kommunikation mit Radiowellen überlegen, doch es tut sich nicht wirklich viel. Daher denke ich ist es an der Zeit, dieses Thema zu vertiefen. Fangen wir zuerst einmal mit etwas Geschichte an.

Im November 2001 begann die ESA mit experimenteller Laserkommunikation zwischen den Datenrelay Satelliten Artemis und dem CNES-Satelliten SPOT 4. Die ESA ist seitdem sehr aktiv im Bereich Lasersatellitenkommunikation. Die Erderkundungssatelliten Sentinel 1A/B und Sentinel 2A/B haben Laserterminals eingebaut die 1,8 GBit/s auf ein Laserterminal an Bord eines geostationären Satelliten nun auch im regulären Betrieb übertragen sollen. Noch höhere Datenraten erreichte man beim Test zwischen dem deutschen Satelliten TerraSAR und dem amerikanischen NFIRE-Satelliten.

Die größte Entfernung, die man derzeit überbrückt hat, ist von der Erde zum Mond. In der Richtung Mond-Erde klappte das ganz gut. LADEE hat 622 Mbit/s zur Erde übertragen. Der Rückweg zum Satelliten immerhin mit 20 Mbit/s. (mehr …)

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