Der Iridium Start: 22 t Nutzlast oder doch nur 11 t?

Ach ja, es gibt wieder Neuigkeiten von SpaceX. Nun hat man nach eigener Aussage die Ursache gefunden. Wie schon früher verlautbart, lag es an einer Heliumdruckflasche, die durch den flüssigen Sauerstoff in Brand geriet. Das soll durch andere Befüllungsprozeduren in Griff zu bekommen sein. Ich gebe gerne zu, das Problem ist zu speziell für mich, selbst als Chemiker, dafür muss man viel Ahnung von der Reaktionsfähigkeit von flüssigem Sauerstoff haben. Meine eigenen Erinnerungen an die Chemievorlesung lehren mich da, vorsichtig zu sein. Flüssiger Sauerstoff unterschiedet sich signifikant im Reaktionsvermögen von normalem Sauerstoff. So kann man mit einer Zigarre getaucht in flüssigen Sauerstoff schneller als mit jedem Schneidbrenner ein Stahlblech durchtrennen. Aber wir haben ja gottseidank im Blog genügend Fachleute, die sich jahrelang mit der Kryochemie beschäftigt haben 😉

Ich sage daher auch nichts zu der Idee, dass es am unterkühlten Sauerstoff liegen könnte. Meiner Ansicht nach müsste es auch beim normalen Treibstoff passieren. Zum einen ist der schon sehr kalt und vor allem ist das flüssige Helium noch deutlich kälter, sodass auch hier Sauerstoff zu Eis ausfrieren kann. Die Firma sagt ja nichts dazu, aber meint durch Änderung der Befüllung, die Sache in den Griff zu bekommen. (mehr …)

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Die Zenit 4 Satelliten

Russland rüstet derzeit auf. 11.000 neue gepanzerte Fahrzeuge, darunter ein neuer Panzertyp bis 2020, zwei neue Atom-U-Boote pro Jahr, neue Interkontinentalraketen mit noch mehr Sprengköpfen und Su-35 Kampfflugzeuge – das sind nur einige der Anschaffungen.

Während früher die Aufrüstung des Militärs einherging mit neuen militärischen Starts – die meisten der bis zu 100 Starts pro Jahr waren militärischer Natur – blieb eine Renaissance bei den Raketenstreitkräften – zumindest, was Satellitenstarts angeht, aus. Stattdessen gab es wechselnde Pläne für neue Schwerlastraketen, die bald wieder verworfen wurden. Das soll sich nun ändern.

Russlands Verteidigungsminister Schoigu kündigte ein neues Satellitenprogramm an, dessen Daten auch uneingeschränkt kommerziell verfügbar seien – im Gegensatz zu den USA als Seitenhieb, dass von den kommerziell verfügbaren Aufnahmen sich erst mal ihre abgreift und dann nur den Rest, der nicht nationale Interessen berührt freigibt. (mehr …)

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Das schwarze Jahr für die Musik und die „Generation Kassette“

Nun hat ja das neue Jahr begonnen und es wird Zeit mal zurückzublicken auf das alte Jahr. Ich habe mir aber keinen Raumfahrtüberblick vorgenommen. Denn so viele positive Ereignisse gab es nicht: Die Landung von Schiaprelli ist gescheitert, eine Falcon 9 explodiert. Es gingen mehr Missionen zu Ende, als neue gestartet wurden und irgendwie ist das Jahr eher lau gewesen. Was aber auffällt, ist das im letzten Jahr viele Musiker gestorben sind. Vor allem viele, die man kennt. David Bowie, Prince, Roger Cicero, Leonhard Cohen, George Michael. Dazu kommen noch Unzählige die nicht jeder kennt, weil sie Musiker einer Band waren wie Maurice White von Earth Wind and Fire oder Keither Emerson und Greg Lake von Emerson, Lake und Palmer. Beatles Fans mögen sich auch an George Martin erinnern, der auch dieses Jahr verstarb.

Ich wollte nicht den Fehler einer WDR-Sendung wiederholen, die angesichts der schon vielen Toten am 8.11.2016 eine Sendung über verstorbene Musiker verfasste – einen Tag vorher verstarb Leonhard Cohen, der es so nicht mehr in die Sendung schaffte und nachdem auch an Weihnachten George Michael starb, wollte ich nicht vor Ablauf des Jahres das Thema anschneiden. An ihn musste ich noch denken, als eine Sendung über „Weihnachtssongs“ sein Lied „Last Christmas“ zum kommerziell erfolgreichsten Weihnachtssong erklärte. Angeblich soll ihm das Lied jährlich 8 Millionen Euro einbringen, was ich für zu hoch halte, aber 8 Millionen insgesamt also über 30 Jahre, das halte ich für wahrscheinlich. (mehr …)

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Die Lösung für ein überflüssiges Problem: Welche Nutzlast hätte eine Saturn V 2.0?

Bei einer Dokumentation über das Apolloprogramm kam mir angesichts der Hervorhebung, dass man das alles vor 40 Jahren mit dem damaligen Stand der Technik geschafft hat, die Idee zum heutigen Blog: Wie weit ist man heute wirklich weiter in der Raketentechnik am Beispiel der Saturn V. (mehr …)

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Die Lösung für ein überflüssiges Problem: schnell zu Merkur

Merkur ist der innerste der Planeten. Anders als alle anderen inneren Planeten hat er aber selten Besuch bekommen. 1974/75 besuchte ihn dreimal die Raumsonde Mariner 10. Dies war eine Vorbeiflugmission. Es folgte 2004 Messenger. Sie schwenkte im März 2011 in einen Orbit ein. Es soll noch BepiColombo folgen, ebenfalls eine Orbitermission, diesmal aber mit zwei Orbitern. Ursprünglich war auch ein Lander geplant, doch er fiel Budgetrestriktionen zum Opfer. Auch BepiColombo wird sieben Jahre brauchen, um Merkur zu erreichen. Demgegenüber schaffte Mariner 10 den Weg in weniger als fünf Monaten. Da bin ich beim heutigen Blogthema: schnell zu Merkur. Wie schnell geht es?

Nun um die Frage kurz zu beantworten: Natürlich geht es schnell. Doch der Preis ist, dass man ein hohes ΔV zur Merkur-Umlaufbahn bei der Ankunft hat. Das muss man abbauen und das kostet Treibstoff. Ich will den Artikel nicht mit Berechnungen vollstopfen. Es sind ohnehin nur zwei Formeln nötig: Die Geschwindigkeit eines Körpers um einen anderen erhält man mit der Vis-Viva Gleichung, wenn man die Bahnparameter und momentanen Abstand kennt. Die Geschwindigkeit, die man braucht, um von einer Sonnenumlaufbahn in eine Planetenumlaufbahn zu gelangen (und umgekehrt) erhält man mit dem hyperbolischen Exzess. Beides ist in meinen Grundlagenartikeln erläutert. (mehr …)

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