Unbemannte Marsbodenprobengewinnung: Teil 4

Im nächsten Teil will ich nun die Mission selbst skizzieren. Wir haben zwei Starts – den einer Atlas mit dem kleineren Rover, der die Bodenproben sammelt und den einer Delta Heavy oder Ariane 5 ECA, mit dem eigentlichen Gefährt zur Bodenprobengewinnung. Letzteres braucht, damit es nicht nur wenige Kilogramm Gestein sind, die Träger mit der größtmöglichen Nutzlast. Das wäre nach derzeitigem Stand die Delta IV Heavy mit 7,5 bis 8 t t zum Mars.

Da zwei Träger involviert sind, kann man beide gleichzeitig starten, und beide auf dieselbe Route schicken. Sonst müsste man für einen ein Typ-I und das Zweite ein Typ-II Startfenster wählen. Der Rover muss nicht abbremsen. Er kann, wenn möglich auf einer schnelleren Route zum Mars fliegen. So kann man ihn schon durchchecken, bevor die Rückkehrstufe landet. Er kann schon vor der Ankunft der Landestufe Bodenproben gewinnen. (mehr …)

WeiterlesenUnbemannte Marsbodenprobengewinnung: Teil 4

Unbemannte Marsbodenprobengewinnung: Teil 3

Kommen wir zu dem Hauptbestandteil der Mission: Der Sonde, welche die Bodenproben vom Mars zur Erde zurückbringt. Zwei Vorüberlegungen helfen, hier einige Parameter festzulegen.

Wir haben zum einen den Bus. Er ist für die Kommunikation während der Hin/Rückreise zuständig. Er führt Kurskorrekturen aus und setzt die Landekapsel korrekt auf dem Mars ab und die Rückkehrkapsel wieder auf der Erde aus. Das bedeutet, dass dieser über gewisse Fähigkeiten verfügen muss, was sich in einer Masse von einigen Hundert Kilogramm niederschlägt. Wie schon erläutert macht es keinen Sinn, diesen Bus zu landen. Es ist sogar vorteilhaft, dass er in einer elliptischen Marsbahn verbleibt, weil man sonst doppelt so viel Treibstoff für das Verlassen des Mars benötigt. Er würde idealerweise in einer 24,6 Stundenbahn verbleiben, in der er in der Apoapsis mehrere Stunden lang sich vom Landeort aus gesehen kaum bewegt, und so als Kommunikationsrelay eignet. (mehr …)

WeiterlesenUnbemannte Marsbodenprobengewinnung: Teil 3

Unbemannte Marsbodenprobengewinnung: Teil 2

Nach dem letzten Aufsatz komme ich heute zu dem ersten Element, das man benötigt, einen Rover der Bodenproben sammelt. Die Anforderungen sind recht einfach zu charakterisieren:

  • Er soll möglichst viele Bodenproben unterschiedlichster Herkunft und Zusammensetzung sammeln.
  • Er soll die Fähigkeiten haben, eine schnelle Voranalyse zu treffen, um nur interessante Proben zu nehmen.
  • Um ein möglichst großes Gebiet abzufahren, sollte er möglichst mobil sein.

Es bietet sich an, als Ausgangsbasis ein existierendes Gefährt zu nehmen. In meinem Plan ist die Basis das MSL. Das MSL hat einige Vorteile, die für eine solche Mission wichtig wären. Zum einen hat er durch die nukleare Energieversorgung ein oben offenes Deck. Hier kann man die Probenbehälter anbringen, die dann auch leicht erreichbar sind. Beim Einsatz von Solarzellen wäre dies erheblich schwieriger. Weiterhin ist so die elektrische Leistung höher als bei Solarzellen. (mehr …)

WeiterlesenUnbemannte Marsbodenprobengewinnung: Teil 2