Eine Europamission für unter 1 Milliarde Dollar?

Ein Geständnis von Boulden bei der Vorstellung des NASA-Budgets ist das er gerne eine Mission zu Europa für unter 1 Milliarde Dollar haben möchte. Ist das möglich? Und warum kostet sie so viel?

Betrachten wir zuerst einmal die bisherigen Missionen zu Jupiter und ihre Kosten. Als Kosten habe ich die bis zum Ende der Primärmission angesetzt, da man die Inflation umrechnen muss, bezogen auf das Startjahr. Das ist immer noch ungenau, da ja eine Raumsonde erst in der Zukunft fliegen wird und der Dollarkurs dann noch niedriger ist. (mehr …)

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Theorien und Okrams Messer

Ich hatte es ja schon mal angesprochen: ein Hinweis ob eine Theorie gut ist, ist zumindest in der Wissenschaft Okrams Messer. Das bedeutet: eine Theorie welche Beobachtungsbefunde oder Fakten erklären kann ist wenn es mehrere Erklärungsmöglichkeiten gibt die bessere, wenn sie weniger Annahmen als andere macht. Okrams Messer ist eine Regel, nicht ein Muss, sie basiert auf der Annahme die sich auch bei vielen Beobachtungen manifestiert hat, dass in der Natur die Naturgesetze oftmals relativ simpel sind, zumindest wenn man sich auch andere Gesetze vorstellen könnte bei denen man dann aber wesentlich mehr Hilfskonstrukte machen muss.

Wichtig ist eines: die zu vergleichenden Theorien müssen dasselbe erklären. Da sich Wissenschaft weiter entwickelt kann man so schlecht eine Theorie die im 17 Jahrhundert formuliert wurde mit einer neuen Erklärung vergleichen. Je weiter man in der Wissenschaft ist, desto mehr Annahmen muss man in der Regel machen um immer komplizierte Phänomene zu erklären, selbst wenn der Grundgedanke nicht verändert wird. Man muss nur die Evolutionstheorie von Darwin mit der heutigen vergleichen, die auch Sprünge in der Entwicklung oder lebende Fossilien erklären will. (mehr …)

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Sag mir wo die Nutzlast ist…

… wo ist sie geblieben?

So singen wohl derzeit die SpaceX-Fans, denn wieder mal sind sie an der Wirklichkeit des am Bedarf vorbeigeplanten Gefährtes konfrontiert.

Gerade erst musste Elon Musk zugeben, dass die GTO Nutzlast der Falcon 9 nicht 4,85 t beträgt, sondern nur 3,5 t. Wobei das schon Reserven enthält die man für Triebwerksausfälle reserviert hatte. Na ja es ist nichts wirklich neues, denn auf der SpaceX Webseite steht ja dran, dass der GTO einer mit 28,5 Grad Neigung ist. Dumm nur das alle anderen den Ariane 5 kompatiblen GTO meinen, denn die Proton extra mit Bahnmanövern erstrebt und auch Sealaunch anbietet. Tja um die gleiche Geschwindigkeit zu bieten muss SpaceX einen supersynchronen GTO anbietend er energetisch aufwendiger ist. Doch dafür hat ja die Falcon Heavy, die nun erst 2015 startet ja glatte 21,7 t GTO Nutzlast – zumindest bis ihr Start erfolgt ist, dann wird man wohl wieder nach unten anpassen müssen. Die Preispolitik, das ein 6,4 t Satellit nicht ein drittel sondern zwei drittel des Startpreises des ganzen Trägers kostet deutet schon darauf hin, dass man hier noch was korrigieren muss, aber vielleicht sind es ja auch nur 21792 US-Pfund…. (mehr …)

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Die Lösung für ein überflüssiges Problem 3: Wie lange braucht man von unterschiedlichen Himmelskörpern in den Orbit

In der losen Reihe einige physikalische Fragestellungen durchzurechnen die sich wohl niemand gestellt hat heute ein weiteres Problem. Auf das kam ich als ich mich mal fragte wie lange man wohl von der Marsoberfläche in einen Orbit braucht. Nun kann man die Kreisbahngeschwindigkeit eines niedrigen Orbits leicht errechnen und klar ist dass sie bei Mond und Mars kleiner ist als auf der Erde. Aber die Apolloastronauten starteten nicht mit 1,2 g, das ist die Mindestbeschleunigung irdischer Raketen um nicht zu hohe Gravitationsverluste zu haben und das Gefährt gut steuern zu können, sondern weniger weil das Aufstiegstriebwerk 19,4 kN Schub hatte und die Aufstiegsstufe trocken 4,5 t wog mit etwa  4 m/s. Daraus dachte ich mir kann man doch eine interessante Fragestellung bauen: (mehr …)

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Geht’s auch billiger?

Ich bin überzeugter Anhänger der europäischen Raumfahrt, aber in den letzten Jahren macht sie einem wenig Freude. Projekte scheinen ewig zu brauchen, zu teuer oder überflüssig zu sein.

Den Anlass lieferte die H-III. Da habe ich für einen neuen Aufsatz recherchiert. Die H-III wird von der JAXA als Nachfolger der H-IIA entwickelt. Derzeit läuft die Ausschreibung für die Rakete. Da bieten sich Parallelen zur Ariane 6 an. Denn beide Raketen werden in der größten Version 6,5 t transportieren, 2020/21 zur Verfügung stehen. Nur sonst gibt es ein paar Unterscheide: (mehr …)

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