Der Fehlschlag der Ariane 501 (Ariane 5 Jungfernflug)

Da das Thema in den Kommentaren zum Blog auftauchte und als seltsame Parallelität ich auch eine Anfrage eines Journalisten zum missglückten Jungfernflug bekam, für alle die es schon wieder vergessen haben oder noch gar nicht wissen (Fluch der späten Geburt) hier nochmal die Geschichte des Ariane 5 Fehlschlags.

Ariane 5 hob nach einigen Verzögerungen problemlos zum Jungfernflug am 4.6.1996. Bis 37 Sekunden nach dem Start funktionierte alles einwandfrei, dann schwenkte die Rakete abrupt. Sie war in etwa 4000 m Höhe und dieser Schwenk führte dazu, dass nach 39 s die Nutzlastspitze abriss, als die Rakete sich um 20 Grad gegen die Flugrichtung neigte, was von den Sicherheitsschaltungen registriert wurde, diese lösten dann das Selbstzerstörungsprogramm aus und sprengten die Rakete. Wie konnte es zu diesem katastrophalen Schwenk kommen, denn Ariane 5 wies bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Abweichung von der nominalen Bahn auf? (mehr …)

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Die Schweizer und „Bitte nicht übertreten“

Die Volksabstimmung in der Schweiz hat wieder die Emotionen hochgekocht bis hin zur EU-Kommission. Zeit das hier aufzugreifen. Das besondere daran ist, dass die Entscheidung von einer Mehrheit des Volkes getroffen wurde, aber selbst in der Schweiz die meisten Politiker gegen die Begrenzung der Zuwanderung sind. Bei uns sind es noch mehr, wenn man mal von der CSU absieht, bei der man sich manchmal fragt warum sie ein „Christlich“ und „Sozial“ im Parteinamen hat. unisono heißt es, wir brauchen Zuwanderung, Fachkräfte aber auch Pflegekräfte und bei der Schweiz wäre das auch so. (mehr …)

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Warum startete Mariner 10 als Einzelsonde?

Das Marinerprogramm umfasste zehn Sonden, bis auf zwei waren alles Doppelstarts. Die beiden Ausnahmen waren Mariner 5 und Mariner 10. Mariner 5 war das Reserveexemplar von Mariner 3+4, das umgebaut und zur Venus geschickt wurde. Doch Mariner 10 war nicht das Reserveexemplar von Mariner 8+9, auch wenn man viele Teile aus diesem Programm übernahm. Die Anforderungen waren doch zu unterschiedlich. Mariner 10 sollte sich bis auf 67 Millionen km der Sonne nähern, während Mariner 10 den Mars in 206 bis 249 Millionen km Entfernung umrundete. Daneben war Mariner 8+9 Orbiter und Mariner 10 eine Vorbeiflugsonde die die Daten in kurzer Zeit sammeln musste, während Mariner 9 sich am Mars viel zeit lassen konnte und die ersten Wochen auch erst warten bis ein globaler Staubsturm abflaute. Warum also war Mariner 10 nur ein Einzelstart? Meinte man das Risiko für einen Fehlstart sei mittlerweile geringer als vorher? (mehr …)

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Ein überflüssiges Problem 2 und seine Lösung: Die schwebende Venussonde

Beim Suchen nach Daten über die Dichte der Titanatmosphäre für einen Titan-Ballon bin ich über folgendes Dokument gestolpert Atmospheric Environments for Entry, Descent and Landing (EDL).  Demnach hat die Venusatmosphäre eine Dichte von 64,8 kg/m³ am Boden. Das ist fast so dicht wie flüssiger Wasserstoff (69,5 kg/m³). Das brachte mich auf die Idee, ob nicht ein normales Raumschiff dort „schimmern“ aka schweben könnte.  Die Sache ist relativ einfach: Man braucht eine dichte Hülle. Deren Wandstärke wird vom Außendruck bestimmt, der bekannt ist. Wenn die Dichte bekannt ist, so ist logisch, das ab einer bestimmten Größe die Dichte einer Sonde mit dem Innendruck 0 oder 1 bar irgendwann geringer ist als die Dichte der Venusatmosphäre. Dann müsste sie schweben – auch ohne Ballon. also schaute ich mal nach was es an Daten gibt. Die Pioneer Venus Kapseln hatten 3 und 6 mm starke Titanhüllen. Dabei hatte die größere Kapsel die stärkere Hülle. Da die Hülle stärker wird mit dem steigenden Durchmesser habe ich dann noch bei Tanks für druckgeförderten Treibstoff nachgeschaut die größer sind als die kleinen Kapseln und da wiegt ein (nichtkugelförmiger) Tank mit 1450 l Volumen 61 kg bei 29 Bar Druck. Bei 100 Bar Druck wären das 7,5 mm Titan. Nimmt man 8 mm Titan an, das eine Dichte von 4,5 kg hat, so ergibt sich eine Flächenmasse von 36 kg/m² (mehr …)

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Die großen Raubsaurier

So, da ich in der letzten Zeit viel über Raumfahrt geschrieben habe, und damit es nicht zu langweilig ist heute was – um es mit den Worten Monty Pythons zu sagen „completely different“: Es geht um große Raubsaurier. Das ganze gibt es auch als Artikel in der Webseite, aber ich denke etwas Abwechslung tut auch dem Blog gut. (mehr …)

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