Ich verstehe es nicht

… und zwar die ESA-Kalkulation bei der Ariane 6. Zur Erinnerung: Die „neue“ Ariane 6 ist ist nichts anderes als eine Rakete mit einer kryogenen Zentralstufe (mit Vulcain 2), einer kryogenen Oberstufe (mit Vinci) und zwei oder vier P135 Booster (halbe Treibstoffmenge und Länge wie die EPS Booster der Ariane 5.

  • Also wir haben ein Gegenstück zur ESC-B Oberstufe, wir haben eine Zentralstufe, die einen etwas geringeren Durchmesser als die Ariane 5 und einer etwas geringeren Treibstoffzuladung, etwa auf dem Niveau der Ariane 5G. Auch das Triebwerk ist das gleiche.
  • Der Unterschied liegt nur in den Boostern. Sei sind halb so groß und haben ein FW-Gehäuse.

Gebaut wird sie ja um Geld zu sparen. Ein Ariane 5 Start kostet 165 Millionen Euro. Die Ariane 6 war in der alten Konzeption auf 70 Millionen Euro Startkosten bei 7 t Nutzlast ausgelegt. Bei der neuen Konzeption ist nach einer Drucksache des Bundestags die Nutzlast 5,8 bzw.. 10,6 t bei 80 bzw. 90 Millionen Euro. (mehr …)

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Eingeknickt

Ja anders kann man es nicht ausdrücken, ist die deutsche Regierung bei der Ariane 6. Sieg der Franzosen auf der ganzen Linie. Wie SpaceNews meldet stimmt Deutschland der Ariane 6 Entwicklung zu und lässt darüber hinaus die Arian5 ME Entwicklung fallen. Man hat also beide Kernpunkte der eigenen Position aufgegeben.

Beschlossen wurde nun bei einem Meeting am 13.11.2014 die Entwicklung der Ariane 6 und die Weiterentwicklung der Vega. Da nicht nur Deutschland und Frankreich die beiden größten Einzahler sind sondern auch Italien (Vega) und andere Regierung mit dabei waren, kann man davon ausgehen dass dies auch so am 2.12. beim Ministerrat genehmigt wird.

Es wird die Ariane 6 in zwei Versionen geben, Ariane 62 und Ariane 64. Mit zwei bzw. vier Boostern. Die kleine Version soll vorwiegend für Einzelstarts der ESA zum Einsatz kommen die größere wieder für Doppelstarts in GTO, nach der ESA. Gegenüber dem bis vor einigen Monaten vertretenen Konzept der Ariane 6 gibt es aber eine gravierende Änderung, Diese sollte aus drei identischen Boostern als erster, einem baugleichen als Zweiter und einer kryogenen Drittstufe bestehen. Die Nutzlast wäre 6-7 t in GTO gewesen. Das gesamte Konzept war auf hohe Startzahlen gebaut – Einzelstarts anstatt Doppelstarts, hohe Stückzahlen durch vier Booster pro Rakete und mehr Starts pro Jahr. Ich fand es nicht toll, aber die Logik leuchtete mir ein und ich dachte mir, wenn es kommt wird es auch wirtschaftlich vernünftig. Mir stießen nur die hohen Kosten ins Auge – 4 Milliarden für eine Rakete aus einem größeren Feststoffbooster und eine kryogene Stufe – die Vega mit drei Feststoffboostern kostete 770 Millionen Euro und die ESC-B die auch schon teuer ist war auf 1.100 Millionen Euro geschätzt. Hätte man die ESC-B so ausgelegt dass sie auf beiden Trägern eingesetzt werden kann, dann müsste man mit 1 Milliarde meiner Meinung nach einen Booster und eine neue Startrampe entwickeln können. (mehr …)

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Aktuelles aus der Raumfahrt

Nun überschattet werden die von den beiden Unglücken der Antares und von Spaceship Two. Bei letztem hat man sehr schnell die Ursache veröffentlicht: der Copilot hat bei knapp über Mach 1 ein Federsystem für das drehbare Leitwerk, ein Bremssystem ausgefahren, das nominell erst bei Mach 1,4 ausgefahren werden darf. mich wundert da eher das bei einem neuen High-Tech Flugzeug das überhaupt möglich ist. So was kritisches sollte abgesichert sein. Wenn ich etwas programmiere dann prüfen bei mir Tester alle Fälle ab, selbst welche, die ich nicht vorhergesehen habe (das man bei der Frage „wie viele Werte darf der Testfall haben“ und einer Prüfung auf größer 1 und maximal 2000 Werte auf die Schnauze fliegt wenn jemand 4 Milliarden eingibt, weil die Zahl nicht in eine 32 Bit vorzeichenbehaftete Zahl rein geht habe ich z.B. auch nicht gedacht. Aber es wurde geprüft und der Fehler beseitigt. Bei Spaceship Two scheint man selbst einfachere Prüfungen nicht einzusetzen. (mehr …)

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Noch ein Ariane 6 Vorschlag

Als wäre die Situation nicht schon verfahren genug, gibt es nun einen weiteren, vierten Vorschlag frü die Ariane 6. Nachdem es seit etwa einem Jahr Grabenkämpfe zwischen der CNES und dem DLR gab, hatte man einvernehmlich die Technologieforschungs GMBH beauftragt, beide Konzepte zu untersuchen, das von der Industrie (Airbus/Air Liquide) erarbeitete dritte Konzept blieb erst mal außen vor, weil es noch zu jung war. Die Technologieforschungs GMBH hatte auch bei der CNES einen guten Leumund, war sie doch schon 1972 mit Forschungen über die Weiterentwicklungen bei der Europa II betraut und riet der Bundesregierung zum ausstieg. das führte letztendlich zu dem Einstellung der Europa und dem Einstieg in das Arianeprogramm.

Es ging um die Beurteilung des CNES Vorschlags für die Ariane 6 mit drei Feststoffboostern als erste Stufe, einem baugleichen als zweiten und einer noch zu entwickelnden H36 Stufe als dritte Stufe. Deutschland wollte die Zentralstufe durch eine kryogene ersetzen und die Booster verkleinern. Der Air Liquide/Airbus Vorschlag setzt alternativ eine lagerfähige Oberstufe auf den CNES Vorschlag für sonnensynchrone Umlaufbahnen und vier Booster für größere Nutzlasten ein, entspricht also dem CNES Vorschlag in weiten Teilen. (mehr …)

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Es läuft einiges schief…

… und zwar an vielen Stellen in der Raumfahrt. Wir dürfen uns freuen, dass MAVEN und MOM gut im Marsorbit angekommen sind, so sollte das nicht hinwegtäuschen, das dies auch die letzte US-Mission seit langem ist, und das auch nur, weil man sie schon frühzeitig verschieben musste um für Curiosity Mittel frei zubekommen um deren Mission von 2009 auf 2011 zu verschieben. Indien hat nun aber zumindest beim Mars China und Japan überholt. (mehr …)

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