Ein neuer Vorstoß von Airbus/EADS zum Thema Wiederverwendung

Nachdem EADS/Airbus vor einigen Wochen Adeline vorstellte, eine neue Erststufe für die Zeit nach der Ariane 6 die wiederverwendbar sein soll, aber viel geringere Nutzlastverluste als SpaceX Konzept hat, hat nun der Konzern eine Lösung für die Ariane 6 vorgestellt. Adeline (Advanced Expendable Launcher with Innovative engine Economy) wird von der ersten Stufe nur Triebwerk mit der dort angebrachten Avionik bergen die 80% des Wertes der Stufe ausmachen. Anstatt kostbaren Raketentreibstoff für die Landung zu verwenden wird Adeline durch zwei Turbofantriebwerke und Winglets wie ein Flugzeug landen. Auch ULA will nur den Triebwerksblock bergen, allerdings diesen im Flug durch Helikopter fangen. (mehr …)

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Wo bleiben die Konsequenzen für Europa?

Da man nun auch in den USA die Delta 4 einstellt und eine neue Rakete, die Vulcan entwickelt, frage ich mich, welche Konsequenzen man in Europa zieht. Die Vulcan wird eine neue erste Stufe bekommen, mit LOX/Methan, eine bisher nicht genutzte Treibstoffkombination und ein neues Triebwerk. Die Oberstufe die aus Kostengründen einige Jahre später folgt wird auch größer sein, variable Triebwerkszahlen (1-4) ermöglichen und auch hier hat sich Lockheed noch nicht auf das RL-10 festgelegt.

In Europa scheint man dagegen die Zeichen der Zeit nicht erkannt zu haben. Nachdem Frankreich unbedingt die Ariane 6 wollte, Deutschland dagegen die Ariane 5 ME hat man sich – wie üblich – auf einen Kompromiss geeinigt der schlechter als beide Einzelvorschläge ist. Die Ariane 5 ME hätte für moderate Kosten (im Verhältnis zur Ariane 6) eine Erhöhung der Nutzlast auf 12 t bei gleichen Produktionskosten, also eine Kostenreduktion um 15% versprochen. Die Ariane 6 sollte mit nur zwei Stufen eine hohe Serienproduktion ermöglichen und die Feststoffbooster in erster und zweiter Stufe wären auch billig gewesen. Was nun kommt ist im Prinzip eine Ariane 5 in modifizierter Form: eine kryogene Oberstufe mit Vinci, eine Zentralstufe mit Vulcain 2 aber etwa 30 t weniger Treibstoff als bei der Ariane 5E dazu zwei oder vier Booster die jeweils halb so viel wie ein EAP wiegen. So ermöglicht sie etwas kleinere Nutzlasten wenn nur zwei Booster verwendet werden, doch die sind nicht der Kostentreiber. (mehr …)

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So geht es nicht weiter

Nachdem ich mich bei den SpassX-Fans schon unbeliebt gemacht habe, widme ich mich heute mal den Arianefans, obwohl ich mich selbst dazu zähle. Aber in den letzten Jahren hat mir die Politik doch sehr die Freude vergällt.

Doch zuerst mal noch eine Nachbemerkung zum vorletzten Blogeintrag. Wie HansSpace erkannt hat, ist das mein Blog und es ist keine Nachrichtenzentrale. Mögen sich die SpaceX Fans freuen, dass sie schon Foren gleichgeschaltet haben, doch hier ist dem nicht so. Das liegt nicht nur an mir, seit Jahren warte ich auf den Pro SpaceX Beitrag. Warum kommt den der nicht, wenn es doch so viele Kommentatoren gibt die alles besser wissen? Primär mache ich die Blogs auch für mich selbst, der letzte war z.B. eine Zusammenfassung für mich der Nachrichten die es in den letzten Wochen gab. (mehr …)

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Meine Ariane 6

Weil heute Nikolaustag ist, schenke ich mal der ESA was – eine billige Alternative zu ihren Ariane 6 Plänen. Den für diese Ariane 5 Reloaded (so nenne ich die Ariane 6) finde ich sie extrem teuer. Ich will mal meine alternative skizzieren mit demselben Basiskonzept. Das ist:

  • Eine Zentralstufe mit weniger Treibstoff als die Ariane 5 ME
  • Eine kryogene Oberstufe mit dem Vinci Triebwerk
  • Mehrere kleinere Feststoffbooster anstatt zwei großen

Fangen wir mit der EPC an. Die derzeitige Ariane 5 EPC ist auf die beiden EAP ausgelegt. Das ermöglicht es, diese sehr leicht zu bauen, denn die Kräfte der Booster werden an zwei Stellen übertragen: unten am Schubrahmen, der strukturell verstärkt ist und auch die Kräfte des Vulcain 2 überträgt und oben am Zwischenstufenadapter, der ebenfalls massiv ist. Diese Auslegung bedeutet dass der integrale Treibstofftank sehr dünn sein kann, die EPC bekommt auch nicht die vollen Vibrationen der EAP mit, dafür wird die Oberstufe sehr stark durchgeschüttelt, was bei der kleinen und massiven EPS kein Problem war, aber bei den kryogenen Oberstufen das Trockengewicht sehr stark erhöht. (mehr …)

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Der einzig vernünftige Beschluss

… beim letzten ESA Konzil, das diesmal – dank Vorberatungen – in zwei Tagen erledigt war, war der indirekt beschlossene Ausstieg aus der ISS. Das kann man dem SpaceNews Artikel entnehmen. Ansonsten nur teure – und meiner Meinung nach unnötige – Entscheidungen:

  • Bau von Exomars (viel zu teuer, der Lander soll wegen Batteriebetrieb trotz der enormen Kosten nur kurz arbeiten)
  • Orion Servicemodul als Kompensation für 3 Jahre ISS Betrieb (und natürlich teurer als die Kompensationszahlungen)
  • Ariane ME Reloaded aka Ariane 6 (glaubt wirklich jemand dran dass man mit demselben Grundkonzept plötzlich 45% billiger ist)

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