Sputnik

Heute ein Gastbeitrag von Thomas Altörfer. Er ruft noch einmal die Ereignisse rund um den Start des ersten Erdsatelliten in Erinnerung, Dazu gibt es ja auch bei mir eine Seite. die vor allem sich mit dem Wissen damals und heute beschäftigt. Ich warte ja noch auf den Pro-SpaceX Artikel von Yuri.

Am 4. Oktober 1957 wurde Sputnik 1, der erste künstliche Erdsatellit gestartet. Die meisten Einschätzungen zur Bedeutung dieser Mission liegen zwischen „Aufbruch in ein neues Zeitalter“ und „reines Propagandafeuerwerk“. Diese Erstleistung der Sowjetunion führte zum sogenannten „Sputnik-Schock“: 40 Jahre seit ihrer Gründung, und 15 Jahre nachdem es westlich von Stalingrad durch die Nazis verwüstet wurde, schlug die UdSSR die USA im Rennen um den ersten Satelliten. Könnte womöglich der Kommunismus dem Kapitalismus überlegen sein? Continue reading „Sputnik“

Politisch inkorrekte Träger

Etwas spät wurde das Rätsel doch aufgelöst, man muss eben wissen wo es auf meiner Website steht oder Google mit „Site:www.bernd-leitenberger.de“ bemühen. Ich nehme das mal zum Aufhänger für einen Artikel und zwar das traurige Kapitel „Ausgemusterte ICBM als Satellitenträger“. Das Dod hat nacheinander die Jupiter, Thor, Atlas D-F, Titan I und Titan ausgemustert. Nach dem START-Abkommen mussten sie auch noch 40 Peacekeeper und 200-200 Minuteman abbauen und dann gibt es sicher noch etliche Polaris und Trident Raketen. Continue reading „Politisch inkorrekte Träger“

COTS und CRS – Industriepolitik anstatt Sicherheit und Kostenbewusstsein

Nun da alle COTS bejubeln, wird es mal wieder Zeit mal ein bisschen Essig in den Wein zu schütten – das ganze hätte man nämlich billiger, effizienter und früher haben können. COTS wird ja gefeiert und zwar weil es ein Festpreis-Kontrakt ist und die NASA nur Kunde ist. Das Erstaunliche was gefeiert wird, ist dass dieses Konzept tatsächlich funktioniert hat und nur 42% teurer war als geplant. (ja Festpreiskontrakt ist ein dehnbarer Begriff, wenn man 278 Millionen und drei  Flüge ausmacht und dann 396 Millionen für zwei Flüge zahlt). Auch bei OSC wird es teurer: 388 Millionen anstatt 170 Millionen.

Es folgt nun das CRS, bei dem nun 3,5 Milliarden für den Transport von 41 t Fracht bezahlt werden. Die NASA feiert auch das, weil man nun ja nur noch für Servies zahlt. Auch hier ist der Begriff dehnbar, wenn SpaceX schon vor dem ersten CRS Flug 337,5 Millionen Dollar erhalten hat, also soviel wie zweieinhalb Füge kosten. Welche Services sind denn „nichts transportiert“? Mal sehen wenn es einen Fehlstart gibt ob dann tatsächlich umsonst nachgeliefert wird. Continue reading „COTS und CRS – Industriepolitik anstatt Sicherheit und Kostenbewusstsein“

Kleinvieh macht auch Mist

Ihr wisst ja, ich bin ein Ionentriebwerk-Fan. Ich denke pragmatisch und sie sind verfügbar, haben das Potential viel Treibstoff einzusparen und sie teilen etwas mit Unix/Linux: Sie sind die Triebwerke/das Betriebssystem der Zukunft – und das schon seit 40 Jahren ….

Also Zeit sie behutsam einzuführen. Da fiel mir wieder etwas ein. Heutige Planetensonden haben eine sehr großzügige Stromversorgung. Sie muss dem Rechnung tragen, dass alle Systeme zur Stromversorgung im Laufe der Zeit weniger Leistung liefern und vor allem alle Fälle abgedeckt werden müssen, also z.B. der Betrieb mehrerer Instrumente zur gleichen Zeit und eine Dehnung des Körpers. Während des Flugs zum Planeten ist eine Raumsonde aber weitgehend inaktiv und die Instrumente abgeschaltet und es gibt kaum Kommunikation mit der Erde – die nicht benötigte Leistung liegt brach. Continue reading „Kleinvieh macht auch Mist“

Mythos steigende Startkosten

Seit Jahren wird gejammert: Die Startkosten für Satelliten steigen an. Und viele plappern es nach. Trotzdem werden viele kommerzielle Kommunikationssatelliten gestartet und in den letzten Jahren hat sich als neues Geschäftsfeld die Erdbeobachtung von privaten Unternehmen etabliert. Zeit dem nachzugehen.

Also lasen wir mal die Zahlen sprechen. Ich nehme hier mal vier Linien. Die Atlas, Ariane, Titan und Delta. Continue reading „Mythos steigende Startkosten“