Wiederverwendung – bei SpaceX realistisch?

Pläne für die Bergung und Wiederverwendung von Stufen gab es viele. Es wurde für die Ariane 1 überlegt, die Saturn V. aber außer bei den Feststoffboostern des Space Shuttles wurde es nie praktiziert. Die spielen aber in einer anderen Liga. Die starken Hüllen aus Edelstahl überstehen den Wiedereintritt und auch den Aufprall auf dem Meer. Es gibt kaum mechanische Teile und keine empfindlichen Triebwerke mit Turbopumpen.

Es gibt zwei Probleme dabei: Überlebt eine Stufe den Wiedereintritt und was kostet das an Nutzlast? (mehr …)

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Nachlese zum Falcon 9 Jungfernflug

Eigentlich hatte ich erwartet, nach dem Jungfernflug gäbe es nun etwas mehr Informationen über die Falcon 9 und den Flug. Aber erst heute taucht ein Statement im typischen SpaceX Stil auf. Dieser SpaceX Stil – keinerlei Daten, gemischt mit falschen oder fragwürdigen Vergleichen, meistens auf Basis falscher Daten finde ich nervig. Kein Wort davon, dass der Orbit falsche Parameter aufweis, kein Wort von dem starken Rollen zum Ende des Betriebs der zweiten Stufe und das gefährliche Rollmanöver direkt nach dem Start.

Eigentlich hätte ich mehr Jubel, stolzes Präsentieren von Performancewerten wie der Nutzlast oder Orbitparametern erwartet. Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Bei Arianespace kann jeder bei den Übertragungen in Realzeit den Plot der Aufstiegsbahn sehen, auch wenn es keine Onboardkamera gibt, was sicher auch da interessant wäre.

Mich macht so was stutzig. Vielleicht ist einiges mehr nicht nach Vorschrift gelaufen. Vielleicht deutet das fehlende Eingehen der Kommentatoren auf die Anormalien darauf hin, dass sie bekannt waren – und man im Zeitdruck startete um wenigstens etwas vorweisen zu können. Elon Musk als Finanzier fällt ja aus. Er ist ja nun pleite und die Firma ist darauf angewiesen dass sie möglichst bald weitere Gelder von der NASA bekommt. (Was ja so gern bei der Diskussion um „private“ Firma vergessen wird: Die Firma hat nach Angaben von Elon Musk bisher 350-400 Millionen Dollar in die Entwicklung der Falcon 1+9 gesteckt. Von der NASA bekam sie bisher 349 Millionen Dollar. Dazu kommen noch die beiden von der Air Force finanzierten ersten beiden Starts der Falcon 9 in Höhe von 14 Millionen Dollar. Investoren haben also den kleinsten Teil der Summe aufgebracht (Elon Musk, der wahrscheinlich den größten Teil beisteuerte, steht für 100 Millionen Dollar. Nur: das ist eine Vorfinanzierung. Dem müssen nun auch Flüge folgen. Es gilt also recht schnell im Zeitplan vorranzukommen. Diese Zahlungen sind auch die Ursache für die drei letzten Jahre mit positiver Bilanz. Man sollte vielleicht als Vergleich mal den Konkurrenten OSC benühen, der vond er NASA weniger Geld für die Taurus II bekommt und nicht so hochgejubelt wird). (mehr …)

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SpaceX und Zweckoptimismus

Nachdem ich schon SpaceX und ihre Infomationspolitik kritisiert und auch am 1.4. mal als Aufhänger für den Aprilscherz genutzt haben. Heute mal eine Sicht auf ihr Geschäftsmodell und ob es klappt. Nun steht ja der Jungfernflug an. Man sieht, dass die Firma was hinzugelernt hat. Denn nun wird anders als bei der Falcon 1 nur eine Demonstrationsnutzlast gestartet. Auch Elon Musk scheint hinzugelernt zu haben. Während er in früheren Aussagen immer die Sicherheit seiner Rakete und ihre Fähigkeit einen Triebwerksausfall aufzufangen betonte, gab er in einem Interview am 26.11. folgendes Statement ab:

„I’d give it perhaps 70 to 80 percent likelihood of success, of complete success where it goes to orbit,“ Musk said. „Obviously, that’s not 100 percent and that’s just my personal guess.“

Das zeigt sicher eine gewisse Reifung, da bei der Falcon 1 bei den ersten drei Starts ja jeweils Satelliten verloren gingen. Ich denke auch, dass bei einem Fehlschlag sicher nicht der zweite Start der erste Demonstrationsflug im Rahmen des COTS Programmes sein wird. (mehr …)

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