Raketenentwicklung nach Dogma anstatt Wissenschaft (1)

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Ich bekam nahezu zeitgleich zwei Mails, die mich auf einen Artikel des auch früher hier im Blog aktiven Frank Wunderlich‑Pfeiffer hinweisen, der über das Starship geschrieben hat. Damals war Frank Wunderlich‑Pfeiffer übrigens SpaceX‑Fan. Wer weiß, vielleicht ist Frank Wunderlich‑Pfeiffer auch SimonVR unter einem anderen Pseudonym, denn die Falcon 9 lobt Frank Wunderlich‑Pfeiffer ja auf der ersten Seite des Artikels über den Busch.

Hier die Links zu allen Teilen:

  • Teil 1 beschäftigt sich mit den Falcons
  • Teil 2 beschäftigt sich mit den Raptoren
  • Teil 3 beschäftigt sich mit dem Starship
  • Teil 4 beschäftigt sich mit dem Firmenklima bei SpaceX und warum SpaceX keine Firma sondern eine Ersatzreligion ist.
  • Und alle Teile zusammen findet ihr auch auf der Website.

Ich habe nur die erste Seite gelesen, weil ich schon dann merkte, dass ich einen Gegenartikel schreiben könnte, in dem ich mich nur auf die faktischen Fehler dieses Artikels konzentriere. Aber ich habe einem der beiden Mailschreiber, den ich nun nicht vom Namen her kannte, auf einige meiner älteren Starship‑Artikel hingewiesen und dabei festgestellt, dass man wieder eine aktuelle Zusammenfassung machen könnte und vor allem einmal das Grundproblem bei SpaceX ansprechen kann – und das ist der CEO, der die Richtung vorgibt. (mehr …)

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Das Lunar Starship – wie es mit der Falcon Heavy klappen könnte

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Den Anstoß zu meinem heutigen Blog liefert dieser Artikel auf Space Review. Es geht darin um die Auftragsvergabe der NASA an das Starship und was dabei schieflief. Ich habe ja schon nach der Auftragsvergabe (auch schon sechs Jahre her) einen Blog verfasst, in dem ich das ganze für den größten Unsinn gebrandmarkt habe. Denn schon damals stimmte ja nichts. Das SpaceX-Konzept war das riskanteste – ein 53 m hohes Starship soll auf der unebenen Mondoberfläche landen, ohne umzukippen, und nur wenn es absolut senkrecht steht, funktioniert auch der Aufzug, von dem wir übrigens bis heute nicht wissen, wie er umgesetzt wird. Vor allem aber ist das Starship kein Mondlander. Der sollte, weil wir über eine große Geschwindigkeitsänderung reden, leicht sein, muss aber nicht aerodynamisch sein. Das Starship war schon in der Planung mit 100 t Trockenmasse nicht leicht (der Apollo Mondlander hatte eine kombinierte Trockenmasse von beiden Stufen zusammen von 4,4 t) es war nicht als Mondlander konzipiert und es wäre ohne aufzutanken nie zum Mond gekommen. Für die NASA wichtig wäre, das das Gefährt zahlreiche Komponenten beinhaltet, die, wenn sie ausfallen, zu einer Katastrophe führen. Solche gibt es in jedem Raumfahrzeug, sonst wäre es zu schwer, aber beim Starship sind es sehr viele, wie schon die gescheiterten Flüge in der Vergangenheit zeigten. Was nutzt eine Engine-Out-Capaility wenn als Folge z.B. bei Flug 7+8 die anderen -triebwerke auch ausfallen? Der Aufzug ist auch so eine Single-Point-of-Failure Angelegenheit. Wenn er nicht senkrecht steht, wird er nicht funktionieren. (mehr …)

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Die Falcon 9 – eine Nachlese (2)

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So und hier folgt der zweite Teil der Nachbetrachtung der Falcon 9, er schließt an den ersten Teil von gestern an. Den ganzen Artikel gibt es auch auf der Website.

Nutzlastverkleidung

Ein einziges System wurde beim Übergang von der ersten zur heutigen Version kleiner: Die Nutzlastverkleidung wurde von 15,24 auf 13,9 m verkürzt. Sie reicht aus für Kommunikationssatelliten in GTO-Bahnen, ebenso wie die meisten kommerziellen Starts in den LEO, da dort selten die maximal mögliche Nutzlast der Falcon 9 ausgeschöpft wird. Wäre dies der Fall, so wäre sie zu klein. Bei Abbildungen der Starlink-Satelliten vor der Verkleidung wird deutlich, dass sie auch hier an die Grenze gekommen ist. Das schränkt, weil die Verkleidung dieselbe ist, den Einsatz der Falcon Heavy ein. Das dürfte auch der Grund sein, warum SpaceX keine Falcon Heavy für Starlink-Transporte einsetzt, obwohl man so dreimal schwererer Nutzlasten transportieren könnte, aber man hat eben nicht den Platz dafür. (mehr …)

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Die Falcon 9 – eine Nachlese (1)

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Nachdem „SimonVR“ mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass mein Falcon 9 Artikel sowie der über die Entwicklung der Falcon 9 doch etwas abgehangen ist, denke ich, mache ich mal einen Blog dazu. Zuerst mal, worum es hier NICHT geht: nämlich eine Einsatzgeschichte der Falcon 9. Ebenso habe ich die wirtschaftliche Seite weitestgehend weggelassen, die kennt auch kein Außenstehender, auch wenn eine Recherche ergab, dass die Falcon 9 trotz Wiederverwendung in der Herstellung erstaunlich teuer ist. Die wenigen Daten, die man hat, zeigen, dass das Merlin-Triebwerk trotz der enormen Stückzahl (12 neue Erststufen und 150 Zweitstufen = ~250 Triebwerke pro Jahr) recht teuer ist, und die Zweitstufe, obwohl auch von ihr 10–20-mal mehr Exemplare als von der Konkurrenz gefertigt werden, ebenfalls.

Ich nutze den Blog, um einige Kritikpunkte, die ich schon vor einem Jahrzehnt machte, nochmals anzubringen und konsolidiert zu erklären. Es handelt sich um bewusste Falschinformationen, oder umgangssprachlich „Lügen“. Ich weiß, SpaceX-Fans ignorieren dies, aber wenn eine Firma einen schon bei technischen Angaben belügt, wie ist es dann erst bei wirtschaftlichen Daten? Wobei ich denke, die schlechte Bilanz der Testflüge des Starships und der Tatsache, dass die bisherigen Versionen praktisch keine Nutzlast haben, vielleicht dem einen oder anderen Fan zum Umdenken bringen.

Der Artikel wurde so lang, dass ich ihn in zwei Teilen veröffentliche. Die einzelnen Subteile sind aber in sich abgeschlossen sodass ihr schon nach diesem ersten Teil kommentieren könnt.Den ganzen Artikel auch dauerhaft zum Nachschlagen findet ihr jetzt schon auf der Website. (mehr …)

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Die Lösung für ein überflüssiges Problem: Kann Europa Clipper direkt zum Jupiter?

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Man möge mir verzeihen, dass ich die Überschrift der Lesbarkeit halber etwas verkürzt habe. Denn genauer sollte es heißen: Kann Euro Clipper direkt zu Jupiter kommen, ohne eine SLS zu benutzen?

Die SLS ist ziemlich teuer, letzte Schätzungen (die genauen Zahlen gibt die NASA eigentlich nur raus, wenn sie vorteilhaft für sie sind) gehen von 2 Milliarden Dollar pro Start aus.
(mehr …)

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