Es ist Zeit für Meckerer

Ich bin unzufrieden. So allgemein mit der Raumfahrt und der Politik. (Sicher auch mit anderem, nur verstehe ich von dem nicht so viel). Ich habe mich gefragt, ob dies daran liegt, dass es heute mehr Möglichkeit gibt sich zu informieren, während man früher eigentlich nur größere Ereignisse in der Tageszeitung verfolgen konnte, und von dem Hickhack im Hintergrund bekam man nicht so viel mit.

Aber nein, ich denke es ist so: wir haben Grund zu meckern. Wir haben in vielen Bereichen derzeit ein heilloses Durcheinander mit Parallelentwicklungen, eingestellten Projekten und ähnlichem. Also fange ich mal an: (mehr …)

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Buchkritik: Stratis Karamanolis: die internationale Raumstation

Ich habe dieses Buch mir mal gekauft, als es hier mal jemand in den Kommentaren empfohlen hat. Stratis Karamanolis ist für mich kein unbekannter. Ich habe schon zwei Bücher von ihm über Astronomie gelesen. So war es interessant dieses Buch zu lesen. Wie man auf den ersten Seiten erfährt, ist der Autor vom Fach. Er war früher bei MBB angestellt und verließ die Firma, als sich der Auftrag für das Spacelab zerschlug und wurde dann Autor. So sollte man ein fundiertes Buch erwarten von jemand der schon seit 20 Jahren Autor ist und bei dem Amazon über 100 Fundlisten für verschiedene Bücher (natürlich auch in verschiedenen Ausgaben) listet. (mehr …)

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Das alternative ISS Konzept

Immer wenn ich im Sommer mal die Gelegenheit habe länger zu Schwimmen komme ich auf dumme Ideen (3-4 Stunden die Kreise ziehen sind einfach lang). Diesmal wie man die bemannte Raumfahrt (wie so immer gefordert wurde) deutlich preiswerter machen könnte. Ich dachte an Gouvernment-Private Partnershipmodell. Also die Regierung finanziert vor, profitiert aber von Vergünstigungen. So funktioniert es:

Eine Falcon Heavy transportiert ein aufblasbares Modul von Bigelow, innen ausgerüstet von der NASA und eine Dragon Kapsel in den Orbit. Die 7 NASA Astronauten halten sich dot ein halbes Jahr aus, landen dann mit der Dragon. Danach geht das Modul in den Besitz von Bigelow über, die dort mit weiteren Flügen Touristen unterbringen. (mehr …)

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Wann ist die bemannte Raumfahrt am Ende?

Nun wird ja das Ende der Shuttle Ära bei zahlreichen Medien zelebriert. Ich habe das mal zum Nachdenken genutzt. Wie wird es weitergehen in der bemannten Raumfahrt? Es gibt ja (wir hatten die Diskussion hier schon mal) die unterschiedlichsten Ansichten, warum es überhaupt bemannte Raumfahrt gibt. Die Motivlage ist anders als bei der unbemannten Raumfahrt. Dort gibt es eine wissenschaftliche Gemeinschaft, die neue Missionen wünscht. Diese bekommt zwar auch nicht jede Mission, aber in den letzten Jahrzehnten ist doch ein deutlicher Fortschritt festzustellen, wie viel Wissenschaft man pro Dollar bekommt. Bei der bemannten Raumfahrt ist das wegen der immer gleichen Anforderungen des Menschen an die Umgebung und Sicherheit wesentlich schwieriger mehr Wissenschaft für das gleiche Geld zu erhalten. Vielmehr explodieren die Kosten wenn man sich vom Erdorbit zu entfernten Zielen aufmacht. Ich glaube ich sag euch nichts neues, wenn ich darauf hinweise, dass fast niemand von bemannten Missionen wirklich bahnbrechende Erkenntnisse erwartet.

Die meisten die sich hier zu Wort gemeldet haben, argumentieren entweder, dass es ein tiefer Menschheitswunsch ist ins All aufzubrechen oder soziokulturell, also bemannte Raumfahrt gehört zu unserer Kultur wie Theater, das ja auch subventioniert wird und für das sich nur eine Minderheit interessiert. Es gibt für beide Aspekte Gegenargumente. Fürs erste Argument würde ich sagen, dass es wohl ein Schluss von der eigenen Einstellung auf die Aller ist. Und die meisten Leute haben eben keine Entdeckernatur. Sie wollen weder auf einen Himalaja Gipfel klettern, noch zur Titanic herab tauchen (alles heute bezahlbar). Es gab immer Entdecker, nur gibt es den kleinen Unterschied, dass bei der Raumfahrt die Summen so hoch sind, dass ein Einzelner diese nicht aufbringen kann, selbst wenn er Sponsoren oder eine Organisation für seine Idee gewinnt. Zum zweiten ist zu sagen, dass es als Gegenargument viele Kulturen gibt, die keine bemannte Raumfahrt betreiben. Vor allem gibt es einen Unterschied: Von der Förderung der Theater profitiert zwar nur eine Minderheit, aber doch immerhin Hunderttausende in der BRD. Von der bemannten Raumfahrt profitieren dagegen gerade mal ein Astronaut alle paar Jahre. Daher werden sich weitaus weniger finden die gegen eine Kürzung der Mittel in diesem Bereich sind. (mehr …)

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ISS Chaos

Geplant war nach einem Abkommen zwischen NASA, Roskosmos, JAXA und ESA aus dem Jahre 2006 der Betrieb der ISS bis 2015. Nachdem Barack Obama im letzten Februar das Constellation Programm offiziell beerdigte, gilt nun 2020 als letztes Datum. Eventuell sogar noch länger. Das klingt eigentlich ganz positiv. Doch wie ich als Nebenprodukt bei dem Update des ATV Buch Manuskripts erfuhr, hat dies wohl die Raumfahrtagenturen kalt erwischt. Die einzigen die wohl zufrieden sind, sind die Russen: Sie produzieren einfach wie seit 40 Jahren ihre Sojus und Progress weiter. Probleme die man im Westen kennt, wie nach einigen Jahren nicht mehr lieferbare Bauteile, kennen die Russen nicht. Erst letztes Jahr haben sie ihren Argon-16 Computer durch einen neuen ausgetauscht – der Argon 16 Computer stammt aus dem Jahr 1974. Vorher gab es keine Probleme neue zu bekommen und wahrscheinlich würde es die noch in ein paar Jahren geben. Das wäre wie wenn die NASA heute noch einen originalen Intel 8080 Prozessor kaufen wöllte. (mehr …)

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