Ein paar Fakten über die ISS

Heute mal ein paar Splitter über die ISS, die sich nicht für einen ganzen Blog lohnen. Ich mache das in Form einer FAQ:

Ist die ISS wirklich international?

Nun wie immer heißt die Antwort „Jein“. Sie ist natürlich international, denn viele Nationen sind beteiligt, aber nicht so international wie die UN, wo jeder gleichberechtigt ist. Das hängt natürlich auch mit der Entstehungsgeschichte der ISS und der Vorgeschichte zusammen. Die ISS entstand, als Anfang der Neunziger Jahre als Fusion der beiden Projekte Mir 2 und Alpha. 1993 wurde es als binationales Projekt vereinbart. Damals war eine viel größere russische Station geplant, die in etwa so groß wie die Mir war, mit mindestens drei weiteren Forschungsmodulen. und einem Modul für die Stromversorgung. Es hätte das russische Segment mit Strom versorgt. Genauso gab (und gibt es) zwei Missionkontrollzentren und jede der Partner versorgt auch seinen Teil und sollte ursprünglich auch die Astronauten alleine starten. (mehr …)

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Der Fehler im System

Ich habe in der letzten Woche nach längerer Überlegung wieder einen neuen Aufsatz in der Reihe „technische Spinnereien“ fertiggestellt, diesmal über ein neues Konzept für eine modulare Rakete. Es ist etwas zu lang für den Blog, daher der Link zur Website für alle die es interessiert. Als nächstes wollte ich mir mal Gedanken machen über eine unbemannte Raumstation. An und für sich ist das ja schon ein Widerspruch in sich. Wenn man die medizinische Forschung am Menschen ausnimmt, bleibt noch die Erforschung von Pflanzen und Bakterien, die heute auf der ISS keine große Rolle spielt und die Materialforschungssparte, die heute das zweitwichtigste Forschungsgebiet auf der ISS ist.

Für einen effektiven Betrieb müssen in beiden Fällen vorbereitete Probenbehälter ausgetauscht werden. Mir fiel dann ein, dass ein Roboter es in der Schwerelosigkeit viel einfach hätte als auf der Erde. Er ist auf der Erde nur beschränkt mobil, könnte in der Schwerelosigkeit aber sich z.B. mit Druckgas durch den dreidimensionalen Raum bewegen. Damit wären Proben austauschbar und in einem unbemannten Versorger wie der Dragon zur Erde zurückzubringen bzw. neue von dort zu holen. Die Überwachung ginge über Kameras und 24-Stunden-Bodenpersonal sogar effektiver als heute auf der ISS. Dann kam ich auf die Frage die Reparatur, die sich immer wieder stellt und die ja auch immer als Vorteil einer bemannten Station gepriesen wird. Zuggegeben ist hier der Mensch einem Roboter noch überlegen. Ich dachte dann zuerst an modulare Einheiten die man komplett auswechselt, anstatt Einzelteile zu reparieren. Da fiel mir was ein:

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Die ökonomische ISS Versorgung

Willkommen bei einem neuen Aufsatz in der Rubrik: „Wir wissen es besser als die NASA“ (was angesichts des derzeitigen Chaoses dort auch wirklich kein Problem ist). Nehmen wir mal an, man hätte die ISS richtig geplant und dazu gehört auch ein echtes Versorgungskonzept. Die ISS soll nach den derzeitigen Planungen noch 9 Jahre betrieben werden, Weitere 13 Jahre wurde sie aufgebaut. Selbst wenn ein Transporter nur einmal pro Jahr sie anfliegt, kommt da also eine schöne Anzahl an Exemplaren zusammen.

Entsprechend sind auch Kosten recht hoch, wenn der Transport zu teuer ist oder die Nutzlast zu gering. Auf der Erde gibt es verschiedene Güter zu transportieren: sperriges Frachtgut wie Lebensmittel, Paletten, Wasser, Benzin, Druckgas. Kennen Sie einen Transporter der mehrere dieser Güter befördert? Also den Möbeltransporter, der auch Wasser, Druckgas und Treibstoff befördert? Nein? Das liegt wohl daran, dass man hier auf der Erde ökonomisch denkt und nicht meint die eierlegende Wollmilchsau erfinden zu müssen. Ganz anders wird es wenn Raumfahrtagenturen sich demselben Thema annehmen, dann kommen genau solche Wolpertinger raus.

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Die Geschichte der Space Shuttles – Teil 3

Im Januar 1986 schien es, als würden die Shuttles endlich die Versprechungen erfüllen, die man an sie hatte. In den letzten Jahren war die Startrate laufend angestiegen, immer mehr kommerzielle Aufträge wurden durchgeführt. 1986 sollte eine zweite Startrampe in Vandenberg für militärische und sonnensynchrone Missionen eingeweiht werden, zahlrieche militärische und wissenschaftliche Missionen warteten auf ihren Start, dazu kamen kommerzielle Transporte, z.B. die der Intelsat VI Serie. 13 bis 16 Missionen waren für 1986 geplant, In den nächsten Jahren sollte die Zahl der Missionen auf 20 bis 24 ansteigen.

Da explodierte die Challenger am 28.1.1986 nach 72 s. Was in der Folge bekannt wurde, war katastrophal. Es war nicht nur die Ursache der Explosion, die praktisch am gleichen Tag feststand, nachdem wenige Stunden vor dem Start die Techniker von Thiokol gegen den Start votierten. Es war wie die NASA bisher das Shuttle Programm gemanagt hatte. Nicht nur, dass man Thiokol unter Druck setzte, eine Startfreigabe zu erteilen (wörtliches Zitat des NASA-Verantwortlichen "Thiokol, wann wollt ihr dass wir Starten – im Juli?"), sondern auch wie insgesamt das gesamte Management verlief.

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Ein Märchen wie es die DLR liebt

Ich habe kürzlich in einem Briefwechsel beklagt, dass das DLR kaum Informationen über alte Missionen bietet und wir mir mein Partner versicherte, gilt das wohl auch intern. Irgenwie scheint eine ganze Menge an Informationen verschütt gegangen sein. Vielleicht ist das auch eine Ausrichtung: Die Website ist ja nun geprägt von Blogs, bunten Flyern mit Basisinformationen die nicht sehr in die Tiefe gehen und anstatt dessen wird jede kleine Neuigkeit seitenweise ausgebreitet. Umgekehrt richtet sich die Kritik des Presssesprechers gegen meine Website und Bücher das dort nur Wissen vermittelt wird.

Ich habe mir gedacht, ich muss doch mal den Wünschen des DLR nach Informationen ohne Fakten nachkommen. Daher ein Blog der anderen Art: (mehr …)

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