Mal zu Ende gedacht

Ich setze mal den Blog von gestern über die neuen Pläne für die Oberstufenbergung fort, sonst wäre er zu lange geworden und zäume das Pferd mal von hinten auf. Nämlich den Folgen für die Produktion der Falcon 9 bei SpaceX. An und für sich hört es sich bei der Erststufe schon gut an (auf diese will ich mich auch beschränken, weil es bei ihr ja klappt). Sie soll 70 % (andere Angabe: 80%) der Kosten ausmachen und so kann man natürlich durch eine Bergung auch enorm viel sparen.

Aber nur auf den ersten Blick. Ich gehe davon aus, und Musk hat das früher ja auch betont, das die heutigen Preise, die für nicht wiederverwendbare Raketen sind und die Produktion auch auf die dazu benötigte Kapazität abgestellt sei. Dann hat Wiederverwendung doch einige Folgen auf die Preispolitik und nicht nur positive. (mehr …)

WeiterlesenMal zu Ende gedacht

Ja wenn der große Vorsitzende das sagt …

Irgendwie zeigt SpaceX immer mehr Züge, die ich sonst nur von kommunistischen Regimen kenne. Es wird wahnsinnig viel angekündigt, das dann nicht kommt. Sie sind immer besser als alle anderen. Sie geizen mit technischen Details zu ihren Raumfahrtprogrammen (wann fällt die Mauer bei SpaceX – danach bekam man zumindest von den russischen Programmen etwas mehr Informationen). Dann gibt es die Sprache mit Ausdrücken, die bestimmte Sachverhalte immer anders bescheiben. Beim Kommunismus waren es oft Wörter, die mit „ismus“ endeten wie Revanchismus, Materialismus, Sozialismus, Kaptalismus, Bei SpaceX sind es englische Abkürzungen wie RUD = Rapid Unscheduled Disassembly oder Verharmlosungen wie „Anomaly“. Außerdem siegt der Kommunismus (fast) immer und Neiderlagen werden erst zugegeben, wenn jeder andere sie auch schon bemerkt hat. So hat Spacex trotz mehrfacher Abweichungen von den Bahnparametern oder torkelnden Nutzlasten im Orbit und ausbleibenden Wiederzündungen ein 100% Success bis zum Juni 2015 reklamiert. Dann sind auch Raketen nicht explodiert, sondern es gab eben einen RUD. Wäre also das Ereignis etwas später passiert (im Schedule anstatt unscheduled) alles wäre in Ordnung gewesen. Bei Tschernobyl wurde der Gau auch erst zugegeben, als die radioaktive Wolke schon über Mitteleuropa abregnete. (mehr …)

WeiterlesenJa wenn der große Vorsitzende das sagt …

Mondumrundung à la SpaceX

Die wievielte meiner Prophezeiungen geht in Erfüllung? Vor 4 Jahren rechnete ich vor, das man mit der Falcon Heavy eine Mondumrundung schafft aber wohl keine Mondumlaufbahn, aber man könnte eine Mondumrundung schaffen.

Nun kündigt man genau das an. Zwei Personen sollen mit einer Dragon 2 Ende nächsten Jahres auf eine Mondumrundungsbahn geschickt werden. Diese Flüge sollen nach dem ersten operationellen Flug zur ISS, das ist der zweite bemannte Mission nach einem unbemannten Testflug.

Die weiteren bekannten Details: (mehr …)

WeiterlesenMondumrundung à la SpaceX

Drei Jahre and Counting …

Die schlechten Nachrichten zu SpaceX reisen nicht ab. Erst zwei Jahre mit eindruckvollen Totalverlusten einer angeblich doch so zuverlässigen Rakete, die besser sein soll als alle anderen auf dem Markt. Dann wird bekannt das schon im Dezember 2015, also mehr als 9 Monate vor der Explosion der Rakete beim Betanken, Tom Stafford vom ASAP vor genau dem die NASA gewarnt hat. Dann wird bekannt, dass schon 2015 die Firma Verluste machte. Ihr eigenes Launchmanifest weist aus, dass sie zwischen 2015 und 2016 Starts verloren haben, vielleicht geben sie nun den Slogan „The Wourld fastest shrinking Launch Service Provider aus“. Nun wird bekannt das die Turbinenblätter Risse haben und die Falcon 9 nicht den NASA-Standards für bemannte Sicherheit entspricht. Die Antwort SpaceX-typisch: Die nächste Version wird’s richten! Klar, die NASA ist gerne Versuchballon für SpaceX und alle bisherigen Kunden bekommen den Hinweis, dass sie ihre Satelliten mit einer noch unausgereiften Rakete starten, die der NASA nicht sicher genug ist. (mehr …)

WeiterlesenDrei Jahre and Counting …

Alternative Fakten von SpaceX

Diesmal von meiner Lieblingsfirma SpaceX die diesen Tatbestand schon einsetzte, bevor das Wort am Montag von Trumps Personal erfunden wurde. Es gibt einen Bericht über die finanzielle Situation der Firma. SpaceX ist ja nicht börsennotiert und muss daher keine Bilanzen veröffentlichen. So gab es bisher keine offiziellen Dokumente über die Finanzsituation der Firma. Nun scheinen interne Dokumente „herausgeleakt“ sein und wurden von der Wall Street veröffentlicht.

Demnach hat die Firma von 2011 ab jährlich ein kleines Plus gehabt. Das endete 2015, als das Jahr mit einem Verlust von 260 Millionen Dollar abgeschlossen wurde. Seitdem schrieb die Firma jedes Quartal Verluste und hat nun auch einen negativen Cash-Flow von 15 Millionen Dollar pro Quartal. Kein Wunder: Die operativen Kosten für die Firma werden auf 800 bis 900 Millionen Dollar geschätzt. Würde die Firma nur von Starts leben, so müsste sie rund 13-15 Start pro Jahr absolvieren, um diesen Umsatz zu generieren. Es sind in der Praxis deutlich weniger, weil einige Starts für CRS sind, bei denen verdient die Firma das zweieinhalbfache und dann kommt noch der 2,6 Milliardenauftrag für CCDev der unabhängig vom Trägergeschäft ist. Der Umsatz (Nicht Gewinn) stieg von 150 Millionen 2011 auf nahezu eine Milliarde Dollar 2014 und sank 2015 um 6%. Das reichte aus, um aus einem kleinen Plus ein dickes Minus zu machen. Für 2016 gibt es noch keine Zahlen. Gemunkelt wird von 740 Millionen Dollar Verlust.

SpaceX liefert alternative Fakten „SpaceX reportedly told The Journal it currently „has over $1 billion of cash and no debt“ and, as company representatives have previously told Business Insider, 70 planned launches that amount to roughly $10 billion in projected revenue.“ (mehr …)

WeiterlesenAlternative Fakten von SpaceX