Wetten dass…? SpaceX-ler!

Nachdem in diesem Blog hier die Wellen recht hoch geschlagen sind, habe ich mir mal was überlegt. SpaceX Anhänger sind ja Gläubige. Wären sie mit der Materie vertraut, so wären sie keine Anhänger, sondern würden die Fehler im Konzept erkennen. Da nützt es nichts Fakten anzuführen, denn es gibt ja immer neue Ausreden. Daher habe ich mir mal überlegt etwas für die Zukunft zu tun. Ich biete allen SpaceX Anhängern und anderen Blog Lesern eine Wette an und jeder kann entscheiden auf welcher Seite er sich beteiligt. Die Zukunft wird über den Ausgang der Wette entscheiden und dann auch darüber wer mehr von der Falcon versteht – Deren Konstrukteure oder ich, der ich nur ein par angaben von ihrer Website als Datenbasis habe. Also eigentlich habe ich ja da schon verloren oder ?:-(

Es geht dabei um die Phantasieangeben zur Nutzlast. Bei der Falcon 1 hat sich die rapide verringert von 670 kg in einen 28.5 Grad geneigten Orbit auf 420 kg in einen 9.3 Grad geneigten (was angesichts der geringeren Bahnneigung etwa 380 kg in den 28.5 Grad Orbit entspricht).

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Visionen und Wirklichkeit

Eigentlich wollte ich heute etwas zum ATV schreiben, doch die Kommentare zum letzten Blog haben mich bewegt, mich nochmals dem SpaceX Thema zuzuwenden. Wenn ich die Kommentare so bisher ganz zusammenfasse, dann kann man folgendes (jenseits persönlicher Diffamierungen) ziehen. "Du magst ja mit den Fakten recht haben, aber Musk hat eine Vision und das wird schon werden, es ist ja erst der vierte Start". Eigentlich denke ich, sollte Schreibern schon bei den Zeilen klar sein, das mit Visionen sich nichts kaufen kann. Eine Vision ist etwas tolles, aber Firmen kaufen keine Visionen sondern Produkte.

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Beim vierten Anlauf klappts

Gestern hat sie es im vierten Anlauf noch geschafft tatsächlich einen Orbit zu erreichen. Die Falcon 1. Ist damit alles gut? Nein. Es stehen noch viele Starts an. bevor in denen sie zeigen muss wie zuverlässig sie ist. Von SpaceX gab diesmal keinen Webcast mehr und die Firma will das Video erst später veröffentlichen. Nur Statements die teilweise falsch sind (so sollen 5200 m/s für einen Orbit ausreichen). Der Orbit ist auch nicht der geplante. Es war ein höherer Orbit geplant, was auf eine Underperformance der Rakete schließen lässt. Man wird die Nutzlast wohl weiter reduzieren müssen (aufgrund der Angaben über Brennzeiten und dadurch verbliebenen Resttreibstoff kann man erreichen, dass die Falcon in diesen Orbit etwa 160 kg mehr transportiert hätte als sie es tat – das sind dann 330 kg.

Ich finde es belustigend, wie optimistisch Musk in verschiedenen Interviews trällert. Jetzt will er die Demonutzlast (die eigentlich vorgesehene wurde nicht gestartet) ja sogar von seinen Astronauten bergen lassen, die mal in seiner Dragon Kapsel starten. Sofern die jemals in die Lüfte kommt. Aber wofür das alles? Er hat nach eigenen Angaben etwa 100 Millionen Dollar in eine Rakete investiert, die eine Nutzlast von maximal 420 kg hat. Nimmt man noch die Angaben auf der Website für andere Beteiligungen hinzu, so kommt man bestimmt auf die doppelte Summe, also 200 Millionen. Das ist dann nicht mehr billig, die Vega Entwicklung kostet 262 Millionen Euro und ergibt eine Rakete mit 2500 kg Nutzlast. Macht man die Rechnung Millionen/kg Nutzlast, so ist die Vega eindeutig günstiger.

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Wann sind Politiker verantwortlich?

Derzeit schlägt ja die Finanzkrise in den USA ihre Wellen und auch bei uns gibt es Ärger um die 350 Millionen Euro Überweisung der KfW. Ich fand ganz besonders gut die Stellungname von Peer Steinrück. Vorstandsmitglieder, wie er, wären nicht für operative Geschäfte verantwortlich. Es gäbe Tausende von Überweisungen jeden Tag und soll er den nun alle überprüfen?

Nein, Tausende nicht, aber wichtige schon. Es handelt sich ja nicht um 350 Euro, sondern 350 Millionen. Was sagt uns denn das?

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Miniatur Raumsonden – Spielerei oder ein Ausweg aus der Kostenfalle?

Als Mitte der 90 er Jahre das Discovery Programm aus der Taufe gehoben wurde, gab es auch parallel das New Millennium Program. Wie ja bekannt, war es ein Ziel des Discovery Programmes die Aufwendungen für eine Planetenmission zu senken. Dafür sollte es mehr davon geben und diese schneller umgesetzt werden. Beim Discovery Programm geschah dies durch Verwendung von Grundkonzepten existierender Satelliten, sehr schlankem Management und Verzicht auf "unnötige" Dinge. Wie auch bekannt, zeigten sich die Schwachstellen dieses Konzepts dann ja auch bald durch den Verlust von zwei Marssonden und bei anderen Sonden gab es ebenso Probleme die man im Vorfeld hätte erkennen können und eliminieren können.

Das New Millennium Programm ging noch weiter. Um die Kosten noch weiter zu senken, ging man daran die Sonden zu miniaturisieren. Gedacht war an Raumsonden die in nach einigen Generationen deutlich unter 100 kg wiegen sollten. Erprobt wurde mit Deep Space 1, einer Sonde und mit Deep Space 2 zwei Penetratoren, bei der es noch um Technologietests ging.

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