Die Juni 2023 Nachlese von SpaceX

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Eigentlich wollte ich ja keine Nachlese diesen Monat machen, weil es bis zu den letzten Tagen kaum Neuigkeiten gab, dann aber zwei, die ich dann doch kommentieren will. Wie immer geht es nicht um das Alltagsgeschäft, das bestimmt wird von den Starlink Starts, sondern die Entwicklung des Starships.

Doch zuerst zu den Meldungen die nicht dazu gehören. Da sich inzwischen Starlink der ersten Ausbaustufe nähert (rund 4.400 Satelliten) kommen Spekulationen über den Börsengang in den Medien auf. Musk will angeblich den „privaten Wert“ von SpaceX von 137 auf 150 Milliarden Dollar erhöhen. Bei einem Börsengang rechnen Analysten damit das man etwa die Hälfte dieses Wertes, rund 70 Milliarden Dollar ansetzt. Musk hält noch 42 Prozent der Anteile. Ich meine, das gemessen an der Mitarbeiterzahl – SpaceX hat in etwa den gleichen Börsenwert wie Lockheed oder Boeing, aber weniger als ein Zehntel der Beschäftigten selbst bei viel höherer Produktivität überbewertet ist, doch das habe ich schon mal gepostet. (mehr …)

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SpaceX Vergleiche: Die Spass N-1 und die echte N-1

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Auf mein heutiges Thema kam ich auf unterschiedliche Weise. Zum einen habe ich angefangen die Auskopplung „Russische Raketen“ aus dem 600 Seiten WälzerInternationale Trägerraketen“ zu bearbeiten. Eigentlich könnte ich mir es einfach machen, denn in den sieben Jahren seit dieses Buch erschien hat Russland keine neuen Träger in Dienst gestellt – als einzige Nation mit noch aktiven Trägerraketen weltweit. Selbst Iran und Nordkorea haben neue Träger eingeführt. Aber ich will die Gelegenheit nutzen, um es noch mehr zu ergänzen. Bei der N-1 ist das schon jetzt möglich, weil ich für das Buch Saturn Trägerraketen schon einiges mehr zur N-1 recherchiert habe. Aber ich lese auch zur Recherche einige Bücher über russische Raumfahrt wieder die ich schon habe. Das meiste über russische Träger wurde in der ehemaligen DDR veröffentlicht und während man in Werken von der BRD neutral über die Träger Russlands scheißt, geht das in der DDR wohl nickt. Neben dem unvermeidlichen DDR-Jargon finden sich in den Büchern dauernd Vergleiche, welche die Überlegenheit sowjetischer Technik belegen sollen.

Ansonsten wird in der Raumfahrt wenig verglichen. Es ist ja kein Wettbewerb mehr, in dem es darum geht „Erster“ zu sein. Diese Episode der Weltraumfahrt ist seit Jahrzehnten vorbei. Eigentlich seit der erfolgreichen Mondlandung von Apollo 11 im Jahre 1969, was aber nicht ohne einige Nachwehen ging (Mars 4-7 Flotte, um Viking vorzukommen, Bau von Energija/Buran als Gegenentwurf zum Space Shuttle, Raumstation „Freedom“ als Gegenstück zur Mir („Frieden“). Heute arbeitet man zusammen, wie dies eindrucksvoll bei der ISS der Fall ist.

Eine religiöse Sendung brachte mir dann eine neue Erkenntnis: es ist Bestandteil der christlichen Religionen Gleichnisse zu machen, und jedes Gleichnis beinhaltet einen Vergleich, was gut zu einer Ersatzreligion passt.

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Eine Raumstation aus dem Starship

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Den Aufhänger für den heutigen Blog lieferte mir dieser Artikel bei Spacenews in dem es um ein Abkommen zwischen der NASA und Firmen geht die Subventionen erhalten, um an kommerziellen Raumstationen zu arbeiten (offensichtlich sind diese alleine mit kommerzieller Finanzierung nicht zu betreiben). In Dem Artikel steht:

SpaceX’s Starship is so large and also so cost-effective that it could be a station itself,” said Chad Anderson, founder and managing capital of Space Capital .. He suggested that it could disrupt business models for other commercial space stations.

An example he gave was a hotel company outfitting the interior of Starship for customers. “They could launch a group of people and stay however long they want with the accommodations they want, and they could do it all for less than the cost of one seat to the space station today.”

Ich habe mir schon selbst mal Gedanken gemacht wie man aus dem Starship eine Raumstation machen kann und es gibt – meiner Ansicht nach – drei grundlegende Vorgehensweisen, die auch woanders zumindest mal verfolgt, in zweien der drei auch umgesetzt wurden. Das sind die Konzepte: (mehr …)

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Starbase, die FAA und Artemis 3

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Obwohl noch nicht Juli ist, denke ich kann ich mal eine kleine Nachlese zu SpaceX machen. Aufhänger sind ein Artikel in der aktuellen Sterne und Weltraum und eine Meldung zu Artemis 3. Der Artikel in der SuW hebt sich positiv von der Berichterstattung direkt nach dem Start ab, wo viele deutsche Medien den Start zumindest als Teilerfolg, wenn nicht Erfolg ansahen, eben weil Elon Musk vor dem Start die Erwartungen weit dämpfte. Nach den Dokumenten für die FAA Genehmigung, war ein suborbitaler Flug geplant mit einem Wiedereintritt nahe Hawaii, dann meinte Musk das es eine 50:50 Chance gäbe, dass der Orbit erreicht wird und kurz vor dem Start war es dann schon ein Erfolg wenn der Startturm passiert wurde. Mit so was kommt auch nur er durch. Man stelle sich mal vor ULA würde beim jetzt anstehenden Jungfernflug der Vulcan sagen, das es schon ein Erfolg wäre, wenn sie nur den Startturm passiert. Na ja wenn die Ansprüche an die eigene Arbeit nur niedrig sind, dann kommen eben solche Aussagen zustande.

Erstaunlicherweise kam er damit durch, was eher auf die fehlende journalistische Qualifikation vieler deutscher Medien hinweist. Der SuW Artkel konzentriert sich weniger auf das was beim Teststart schief ging, als vielmehr auf de Schäden bei der Starbase und titelt: „Der unverantwortliche Erststart des Starships“. Er beschreibt also vor allem welche Zerstörungen es gab und belegt das mit Bildern von Felsbrocken neben Kratern und verbeulten Tanks. Dann verweist er auf die Anlagen in anderen Weltraumbahnhäfen, wo es künstlich aufgeschüttete Hügel über Flammenablenkschächten gibt, die den Durchmesser einer Turnhalle haben. Der Autor wagt dann die Prognose das es nun Druck von der FAA geben wird und der nächste Teststart nicht so schnell stattfinden wird. (mehr …)

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Die Mainachlese 2023 von SpaceX – erster Teil

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Die Mainachlese zu SpaceX gibt es, weil sie doch etwas arg lang wurde, weil es so viele Neuigkeiten gibt in zwei Teilen. In diesem ersten Teil beschäftige ich mich nochmals mit dem Teststart und im zweiten Teil komme ich dann zu weiteren Neuigkeiten zu SpaceX.

Durch den so grandios gescheiterten Teststart des ersten Super Heavy / Starship Gespanns gibt es wieder genügend Material um eine Nachlese zu rechtfertigen. Ich bleibe auch beim ersten Punkt beim Teststart vom April. Nach dem Teststart habe ich einen Beitrag über die Technik des Gespanns geschrieben und mich dabei ernsthaft damit beschäftigt. Vorher macht dies meiner Einsicht nach wegen der dauernden Revision des Konzeptes bei SpaceX keinen Sinn. Für die Website die ja anders als der Blog auch dauerhafter sein soll wäre ich sonst dauernd am korrigieren. Dabei fiel mir etwas auf: ich bin bisher davon ausgegangen, dass die Drehung des Starships am Ende der Brennzeit der ersten Stufe eine Folge des Steuerverlustes ist. Das ist auch eine sinnvolle Erklärung. Aber beim Schreiben des Artikels wurde ich erstmals auf die „neue“ Methode der Stufentrennung aufmerksam. Aber da ich davon ausgehen kann, dass sich wieder etliche SpassX Fans hier einfinden, also Leute die keine Ahnung von Raumfahrt jenseits von SpaceX haben, erkläre ich erst mal ein bisschen. (mehr …)

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