„„Inkrementelle Entwicklung“ oder Dilettantismus?

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Der letzte, so katastrophal gescheiterte Teststart bringt mich zu einem Grundsatzthema bei SpaceX, nämlich ihrer Vorgehensweise. Doch ich beginne mal mit den Anfängen. Man wird es kaum glauben, aber als ich zum ersten Mal über SpaceX schrieb, das muss so um 2004 gewesen sein, in jedem Fall noch vor ihrem ersten Start, fand ich es gut, dass es eine neue Firma im Raumfahrtbusiness gibt und eine neue Rakete. Über die gab es auch ein User Manual, das den Namen verdient und das Details enthielt, die man heute beim Starship und dem Superbooster nicht mehr findet. Selbst Elon Musks Ausführungen fand ich damals noch interessant.

Das änderte sich, als von ihm immer mehr Seitenhiebe auf andere Konkurrenten kamen und ich begriff, dass dieser Mensch sehr komisch tickt, als er den Start der Falcon 1 verlegte. SpaceX hatte schon die Nutzung eines Pads in Vandenberg zugesagt bekommen, durfte aber nicht starten, bevor die letzte Titan 4 abgehoben hatte, aus Sicherheitsbedenken (da die Falcon 1 ja dann auch nach weniger als einer Minute Flug in der Nähe des Startpads aufschlug, gut nachvollziehbar). Wer zieht denn schon in den Pazifik um, wo es keinerlei Infrastruktur gibt, nur weil er einige Monate warten muss? Die letzte Titan 4B hob übrigens am 19.10.2005 ab, die erste Falcon am 24.3.2006, also brachte das nicht mal zeitlich etwas. Als dann haarsträubende Beschuldigungen von Technikern wegen des Fehlstarts durch Musk kamen, war der für mich und die Firma als Ganzes durch. De facto war ja Musk die einzige Person zu der Zeit, die sich öffentlich über Technik bei SpaceX äußerte und heute ist es auch nicht viel besser. (mehr …)

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Der Jungfernflug des Starships ist gescheitert

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Ja, anders kann man es nicht bezeichnen. Weitere Informationen zur Diskussion darüber folgen weiter unten. Aus dem aktuellen Grund folgt der für heute angekündigte Beitrag über Wiederverwendung Teil 2 dann morgen.

Ich habe mir die Videoaufnahmen angeschaut und es war sofort beim Abheben klar, dass etwas nicht stimmte. Die Rakete hob viel zu langsam ab und neigte sich sofort, was nicht normal ist, um eine Kollision mit dem Startturm zu vermeiden. Es war auch schon in dieser frühen Phase ein Flammenschweif jenseits des Hauptschweifs zu sehen, was das verursachte. Anhand der im Video eingeblendeten Grafik konnte man erkennen, dass bereits vor dem Abheben drei Triebwerke ausgefallen waren. Nach 41 Sekunden folgte das nächste Triebwerk, nach 61 Sekunden das fünfte und nach 71 Sekunden das sechste Triebwerk. Danach begann die Rakete erst flacher aufzusteigen und sich dann nach unten zu neigen. Währenddessen wurde im Kommentar von SpaceX jedoch angegeben, dass die „Propulsion nominal“ sei. Nach 2 Minuten und 25 Sekunden, bei einer Geschwindigkeit von 3,455 km/h oder lediglich 960 m/s in 31 km Höhe, erfolgte der Brennschluss des Superboosters. Danach sank die Geschwindigkeit kontinuierlich ab. Zu diesem Zeitpunkt drehte sich die Kombination bereits. Man konnte dies noch etwa eine Minute lang beobachten, bis das Fahrzeug nach etwa 4 Minuten explodierte. (mehr …)

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Die Versorgung der SpaceX-Marssiedler

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So, heute versuche ich mich mal den ersten Marssiedlern zu nähern und was sie so brauchen, wie groß ihre Kolonie sein kann und was sonst noch so nötig ist. Ich gehe im folgenden von einer Marskolonie aus, die genauso von der Erde abhängig ist wie die ISS. Ich glaube selbst das ist eine enorme Herausforderung, aber sie ist wenigstens skizzierbar. Welchen Aufwand man betreiben muss, damit man auf dem Mars nur mal die Nahrungsmittel selbst erzeugt ist noch schwer abzuschätzen aber ist angesichts dessen das die Atmosphäre zu dünn ist, die Sonne nur 40 Prozent der Energie abgibt wie in Erdnähe, dafür aber gefährliche Röntgen- und UV-Strahlung den Boden erreicht, und der Boden versetzt ist mit oxidativ wirkenden Substanzen ist noch um ein vielfaches als bei einer „Kolonie an der Nabelschnur“ höher. Im folgenden gehe ich davon aus das alle Musk / SpaceX Angaben stimmen, sollten diese wie bisher nicht immer der Wahrheit entsprechen – eine Vorgehensweise, die wie ich erfahren habe auch die Rocket Factory Augsburg parktizierte – sind die Daten dann schlechter.

Fangen wir mal mit was einfachem an: (mehr …)

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Gedanken zu Starships Volumen für die Nutzlast

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Eigentlich dachte ich, kann meinen nächsten Beitrag über SpaceX nach dem ersten Startversuch des Starships machen – wenn ich in der Folge vom „Starship“ spreche ist in der Regel, wenn ich nichts anderes sage die ganze Rakete also die erste Stufe gemeint.

Wenn der Flug klappt, und damit meine ich schon, das die zweite Stufe korrekt Brennschluss hat, SpaceX hat ja offen gelassen, in welchem Zustand das Starship nahe Hawaii runter kommt, wäre es schon ein Erfolg. Das grundlegende Problem, das SpaceX hat, ist das gleiche wie bei der N-1: es gibt keinen Teststand bei dem sie alle Triebwerke testen können. Nicht mal die der Starships selbst das nur sechs hat. Zwischen dem Test eines und 33 Triebwerke gibt es schon einen Unterschied. Sie beeinflussen sich durch die Wärmeabstrahlung und Vibrationen gegenseitig, wie der Schub von 33 Stück auf die Strukturen wirkt, ist so auch unbekannt. Bei der N-1 ging es bekannterweise schief nur einzelne Triebwerke zu testen. Das muss nichts heißen, ich glaube inzwischen nach dem Fehlschlag der Antares mit Triebwerken die von der N-1 übrig blieben, das diese insgesamt eine schlechte Zuverlässigkeit hatten. Kleines Detail am Rande, das bei dem einzigen Kurzzeittest den es vom Starship mit allen Triebwerken bisher, gab nur 31 Triebwerke zündeten und nachdem man von einem Problem bei einem Triebwerk wusste, sich das zweite bei der Zündung verabschiedete, erinnert mich auch an die N-1. Damals wurde bei einem Problem mit einem Triebwerk einfach das gegenüberliegende zusätzlich abgeschaltet, damit die Schubsymmetrie erhalten blieb. (mehr …)

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Die Februar 2023 Nachlese zu SpaceX – Teil 2

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So nun geht es weiter. Ich schließe nun direkt an den ersten Teil von gestern an.

Das zweite Ereignis war der erste Probestart eines Superboosters. Wie immer bei SpaceX gibt es zwei Versionen des Ereignisses. Die Triebwerke liefen 15 Sekunden lang und wurden bei Erreichen des halben Maximalschubs abgeschaltet. Das ist nötig, weil es keinen Teststand gibt der mit diesem Schub fertig wird, würden sie vollen Schub erreichen, so würde die Rakete abheben, außer SpaceX hat ein Fixierungssystem entwickelt das diesem Schub von 7600 t standhält. Dagegen spricht aber das vorzeitige Abschalten vor Erreichen des 100 Prozent Schublevels. (mehr …)

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