Ich brauche ein neues Projekt – Das noch offene Rätsel

In den letzten Monaten bin ich nicht wirklich weitergekommen bei meinem aktuellen Ernährungsbuch. Das liegt zum einen an der Jahreszeit. Schon in den letzten Jahren war ich in den Wintermonaten produktiver als im Sommer. Da fehlt die Lust ewig lange zu recherchieren, überhaupt am Computer zu arbeiten und ich habe auch mehr zu tun vor allem im Garten und am Haus. Aber auch sonst fehlt es mir so an der Lust was neues zu machen. Nicht, dass ich nicht genügend Ideen hätte über Bücher, von Raumfahrt über Computer zu Ernährung ist da alles dabei.

Aber da ich den nicht ganz uneigennützigen Gedanken habe, dass die Bücher auch von vielen gelesen werden, habe ich doch die Lust an neuen Büchern verloren. Denn damit hapert’s. So nach einer gewissen Zeit fehlt auch der „Thrill“, wenn man schon mal zwanzig publiziert hat ist das 21-sten irgendwie nichts besonderes mehr.

Es ist ja nichts neues. Ich habe viele Jahre lang die Website aufgebaut, aber irgendwann die Lust verloren. ab und an aktualisiere ich was, aber es gibt keinen Antrieb mehr für ganz neue Sektionen.

Auch beim Blog hatte ich mehrmals schon einen Totpunkt wo ich dachte mir fällt nichts neues mehr ein. Der Blog hat einen entscheidenden Vorteil: anders als bei Webseiten wo ich bei den Dateinamen leicht nachprüfen kann ob ich schon was geschrieben habe, landen die Einträge für den Blog erst mal in durchnummerierten Dateien und dann im Blog. Ich bin überzeugt das ich etliche Themen schon mehrmals durchgekaut habe, aber das wieder vergessen habe. Weiterhin generiert er Rückmeldung, was bei den Büchern und der Website nicht der Fall ist, außer es beschwert sich jemand wenn was nicht stimmt oder die Grammatik etwas „schief“ ist. Außerdem muss ja noch jemand die Informationspolitik und die Verharmlosungen und Lügen von SpaceX auseinander nehmen.

Was relativ neu seit einigen Jahren ist, das nichts neues da ist was sich am Horizont als neues Projekt abzeichnet. Ich dachte mir mal, ich mache wieder einen Ausflug in die Hardware. Ich dachte an eine Wetterstation die Luftdruck, Temperatur und Luftfeuchtigkeit misst und an eine Arduino Plattform. Wäre mal interessant. das Wetter außen über ein Jahr zu verfolgen. Die Daten könnte man entweder auf SD-Karten ablegen oder regelmäßig auslesen. Aber ein kleiner Test. was man dafür braucht brachte Ernüchterung 100 Euro kommen da nur für die Ausrüstung mit Temperaturfühler zusammen und Fühler für Luftdruck (keine Druckmessung von Gewichten / Kraft) scheint es gar nicht zu geben. Also insgesamt zu aufwendig und teuer bin ich (ich bin ja nicht der Bastler und Tüftler, sondern mehr an der Programmierung interessiert).

Ich denke ich werde wohl wieder was programmieren, da gibt es zwar auch immer wieder Wellen, wo mir das Spaß macht und mal wieder nicht, aber es ist doch eine dauerhafte Größe seit ich 15 bin. Damit bin ich ab nächster Woche wieder im Kundenauftrag beschäftigt.

Dann ist ja noch ein Rätsel offen. Ich bin ja froh was gefunden zu haben, dass ich mit einigen Klicks nachprüfen kann und bei dem Google gar nichts nützt.  Das komische in unserer Zeit ist ja das es Quizshows im Fernsehen zu Hauf gibt, aber alle so einfache Fragen haben, dass wenn die Kandidaten einen Tablett PC hätten sie ohne Probleme in einer Viertelstunde mit einer Million nach Hause gehen können. Abgefragt wird nutzloses Spezialwissen, das nicht jeder kennt. Wenn ich ein Rätsel mache, dann muss klar sein, dass man nicht es mit so einer Anfrage lösen kann. Interessant wäre ja mal eine Quizshow die tatsächliches Schulwissen abfragt. Da hätte ich schon einige Fragen:

  • welcher Papst krönte Napoleon I zum Kaiser?
  • Woher stammt der bei der Photosynthese freigesetzte Sauerstoff?
  • Welcher deutsche Fluss verläuft teilweise nur unterirdisch?

Das sind alles dinge die im Schulunterricht mal in Geschichte, Biologie und Erdkunde dran waren. Besser als manche Fragen die unnützes Wissen abfragen. Nicht das alles was in der Schule kommt wichtig wäre, aber man kann es noch als Allgemeinbildung ansehen. Und natürlich sind die Fragen dann auch ergebnisoffen zu stellen, also nicht mit 4 Antwortmöglichkeiten zur Auswahl. Ich halte nichts von Multiple Choice Fragen. Wie war das noch zur Zeit des großen Preises – Fragen wo man auch Antworten geben kjonnte und die Kandidaten nach 90 Minuten Show nicht mit Hunderttausenden sondern einigen Tausendern heimgingen.

15 thoughts on “Ich brauche ein neues Projekt – Das noch offene Rätsel

  1. @Neue Sektionen auf der HP: Ist auch nicht zwingend notwendig.

    Und beim mehrmaligen durchkauen von Themen ergibt sich der Vorteil, daß man oft einen leicht anderen Ansatz oder Perspektive hat.

    Und @Napoleon: Nette Fangfrage.^^

    „Außerdem muss ja noch jemand die Informationspolitik und die Verharmlosungen und Lügen von SpaceX auseinander nehmen.“

    Tja, macht ja leider sonst keiner.

  2. Was die Wetterstation angeht: Wieso guckst Du nicht mal nach einem Hackerspace in der Umgebung? Da finden sich dann sicher Leute, die die Hardware so zusammen bauen können, wie du sie haben willst und Du entwickelst die Software dazu. Und wenn mehrere Leute zusammen was „ausbrüten“ kommt vielleicht sogar noch was besseres heraus, als man sich anfangs vorgestellt hat. Die Hardwareleute finden dann sicher auch noch einen Fühler für den Luftdruck, oder bauen kurzerhand selbst einen…
    Als Beispiel nehme ich da z.B. die Hardwarehacks, die der Heiseverlag mal mit seiner Aktion „Mach Flott den Schrott“ angefangen hat. Inzwischen gibt es ja ein alle 3 Monate erscheinendes Heft zum Thema, wo auch über solche Hackerspaces berichtet wird. Und das neben bzw. zusätzlich zu jeder Menge Bastelanleitungen, die sich dann doch eher an die Handwerker richten.

  3. Hallo Bernd,

    ich hatte auch die Idee, eine Wetterstation mit SD-Karte zu bauen, als „Spinoff“ vom Ballon her. Ich würde dafür diesen Drucksensor nehmen: https://www.sparkfun.com/products/11282 (und zwar deshalb, da er gleich auf einer Platine aufgelötet kommt, über den Preis kann man sich dabei natürlich streiten, bei Digikey kostet der Sensor alleine 2,85 €, ist aber grad nicht verfügbar, und man müsste SMD-Löten können).

  4. Moin WinzenFlyer,

    > und man müsste SMD-Löten können.

    womit wir wieder beim Hackerspace sind. Siehe erstes Bild in der URL.

    Wobei ich bezweifle, dass es nen HS bei Bernd aufm Dorf gibt.

    ciao,Michael

  5. Habe mir mal das Datenblatt angesehen. Sofern man den Chip nicht wirklich schon auf dem Miniplatinchen bekommt, muss man den mittels Reflowtechnik verlöten. Das haben die bei den Hardware Hacks zwar auch schon mit bzw. in einer Bratpfanne gemacht, aber das ist trotzdem genau dass, was Bernd sehr wahrscheinlich gar nicht will.
    Und dann ist auch noch die Frage, warum man einen Chip, der von einer deutschen Firma hergestellt wird, bei einem US-Shop nach D bestellen soll? – Gibt es da keinen deutschen Vertreiber? – Das dürfte erheblich günstiger sein.
    Ach ja, den Preis von 2,85€ für den Chip sehe ich jetzt auch erst mal nicht so dramatisch. Das ist eben ein Spezial IC, das nicht für ein paar cent zu haben ist.

    @Michael K. Auf dem Dorf wahrscheinlich nicht, aber in der Umgebung, sprich: dem nächsten, grösseren Ort. Und möglicherweise wissen ja sogar die Kollegen von der Hochschule, die aus der Mechatronik oder Elektrotechnik kommen, wo es einen gibt…

  6. Danke Michael und Hans für die Hinweise.

    Die Idee des Hackerspace finde ich gut, denn ich habe mich mal etwas eingelesen und es wird anscheinend empfohlen dass man für SMD-Arbeiten eine Heißluftstation haben sollte. Und die kosten ja auch einiges. Da ist es schon gut, wenn es sozusagen eine öffentliche Werkstatt gibt, wo solche Geräte für den Bastler verfügbar sind und man die halt mitbenutzen kann. Vor allem gut ist ja, dass man Leute mit gleichen Interessen trifft.

    Ich habe vorher bei Conrad geguckt, da gab es den Sensor leider nicht, bei Mouser auch nicht (gut, das wäre wieder USA), Farnell hat auch nur so eine relativ teure vorbereitete Platine. Da habe ich halt zuerst bei Digikey geguckt. Bei mikrocontroller.net gibts dazu auch eine entsprechene Diskussion: https://www.mikrocontroller.net/topic/160699

  7. @WinzenFlyer:
    Das mit der Heißluft ist mir jetzt neu. Aber man kann SMD-Teile auch mit einem ganz gewöhnlichen Elektroniklötkolben verarbeiten, sofern die Teile nicht zu klein sind. Geht vor allem bei denen, die nur 2 Anschlüsse haben noch eingermassen gut. (Man sollte sie aber zuvor ankleben oder beim verlöten mit einer Pinzette, Zange oder was anderem, das keine Wärme leitet, festhalten. Sonst stellen sie sich auf -> Grabsteineffekt.)
    Bei ICs wird es schwieriger. Solange es welche mit DIL, DSO oder QFP-Gehäusen sind, wo der Pinabstand noch bei einem zehntel Zoll liegt, Kann man die auch noch einigermassen mit ’ner feinen Standardlötspitze verarbeiten. Bei einem zwanzigstel Zoll Pinabstand sollte man eine entsprechend feine SMD-Lötspitze nehmen. Und bei kleineren Pinabständen ist die Frage, ob man da nicht auf Reflowlöten oder was anderes umsteigt. Dann wären da noch PGA-Gehäuse, aber da weis ich auch nicht mehr, wie man die verarbeitet. Wahrscheinlich mittels Reflow-Bad, aber damit (also PGA-Gehäusen) hatte ich auch noch nichts zu tun. (Wenn man mal davon absieht, das ich ’ne CPU in den Sockel auf dem Mainboard gesteckt habe. Aber den Sockel an- oder ablöten? – Keine Ahnung.)

    Was den Sensor-Chip betrift, so hab ich mal bei Reichelt geguckt, aber die haben den nur in einem Atmel-Kit verbaut, aber nicht einzeln. Dann wäre da noch Kessler-Elektronik oder, falls Du ’n Gewerbeschein hast, R S. Bei R S dürften sie den mit Sicherheit haben, aber die verkaufen halt nur an Firmen weiter, aber nicht an Privatleute.

  8. PGA kann man nicht mehr von Hand verlöten. Überall wo ich gearbeitet habe, wurde diese beim Bestücker draufgelötet, auch bei den Prototypen.
    Man könnte es vielleucht im Backofen machen, aber man kriegt die Lötplaste sicher nie gneug gleichmässig verteilt.

    Am besten dann irgendwelche Evalboards verbinden.

  9. Wie Hans richtig erkannt hat: ich bin an der Programmierung interessiert, ich bin kein Hardwarebastler sondern will mich in die Thematik einarbeiten, aber dann nicht irgendetwas sinnfreies wie blinkende LED erstellen, sondern was nützliches. So wie ich mir das vorstelle ist das eine Platine die ich um einige Sensoren auf Steckern erweitere oder die schon dabei sind.

    So wie ich mir das denke drückt man auf einen Schalter und es zeichnet jede Minute Luftfeuchtigkeit, Druck und Temperatur auf, speichert das im internen Speicher ab oder in einer SD-Karte. Dann drückt man nochmal auf den Knopf. Programm stoppt man kann auslesen oder die SD-Karte zum Auslesen entnehmen. Das würde ich gerne Programmieren, aber nicht die ganze Hardware basteln. Zusammenstecken Netzteil anschließen und Verbindungkabel/SD-Karte einschieben, das ist das was ich von der Hardware erwarte.

    Bei der Firma auf die Winzenflyer verweisen hat gibt es auch ein Arduino-Board. Nur habe ich beim Nachrecherchieren festgestellt,m dass der in der Normalausführung nur 2,5 KB RAM ha, was selbst für einen Tag zu wenig ist, vom Aufnehmen über einen Urlaub gar nicht zu reden. Es gibt auch den Arduino Due der hat genügend RAM ist aber ein anderes Board mit einem anderen Prozessor.

    Preisleistungsmäßig in einer anderen Liga spielt ein Rasberry Pi, nur scheint der nicht für Messwerterfassung benutzt zu werden sondern als PC-Ersatz.

    Also ich habe es erstmal zurückgestellt, bis ich da was für mich geeignetes gefunden habe.

  10. @Hans: Das mit der Heißluft habe ich so auch bei Sparkfun gesehen, in dem Tutorial hier: https://www.sparkfun.com/tutorials/98 (Das scheint auch eher zum Reparieren gedacht zu sein, wenn ich mir das genau anschaue).
    Danke auch für die Hinweise für den Bezug des Sensors, ich denke mal der Privatmann ist da bei Sparkfun (oder hier in Deutschland bei http://lipoly.de/ , deren offiziellen Reseller) am besten beraten (da ja, wie du schon sagst, man sonst einen Gewerbeschein braucht oder an der Uni sein muss, wie ich).

    @Bernd: Das ist kein Problem, ich habe sogar mal so eine Art Wetterplatine für den Arduino gebastelt, wo man halt nur die Kabel in den Arduino stecken muss und dann alles vom Arduino aus mit Strom versorgt wird, wenn man den PC an den Arduino anschließt oder eben Batterien. Das Problem ist, dass fast alle Arduinos mit 5V-Logik arbeiten, SD-Karten aber z.B. mit 3.3V, da bräuchte man einen Pegelwandler, oder einen 3.3V-Arduino.

    Inzwischen arbeite ich nur noch mit 3.3V und mit AVR-Chips direkt auf einer Lochrasterplatine etwa. Spannungsregler und Quarz dazu, das ist fast schon ein Arduino. Dazu sollte man aber auch z.B. ein AVRISP mkII-Programmiergerät haben, da man die leeren Chips nicht per USB beschreiben kann, sondern nur, wenn der Arduino-Bootloader drauf ist.

    Bei der Temperatur würde ich einen Maxim DS18B20 vorschlagen, für den es eine Arduino-Library gibt und für die Luftfeuchte einen HIH-4030 https://www.sparkfun.com/products/9569 (wenn man 5V nimmt) oder HIH-6130, für 3.3V und I2C-Kommunikation https://www.sparkfun.com/products/11295, oder auch einen HIH-5030 für 3.3V und Analoge Kommunikation. Was denken die anderen Elektroniker hier?

  11. Danke für die Info, vielleicht gehe ich es in der kalten Jahrszeit mal an, derzeit habe ich als Zwischenprojekt mehr mit Pflanzen zu tun.

    Gibt es eigentlich einen besonderen Grund, warum Du nun einen Nick anstatt wie früher deinen Klarnamen nimmtst?

  12. @Bernd, nee das ist eher Zufall, da ich bei Youtube WinzenFlyer heiße, und dann eben hier auch den Nick benutzt habe :).

    Übrigens bin ich gerade dabei, etwas fortgeschrittener in Sachen Arduino zu werden, eine Sache die ich mir da z.B. anschaue sind Interrupts. Das ist eine ziemlich nützliche Methode anscheinend!

  13. Also Arduino Boards gibt es ja inzwischen in sehr reichlicher Auswahl, laut Wikipedia derzeit 13 Stück. Da sollte sich auch eines finden, dass mehr oder weniger Plug’n Play tauglich und für den vorgesehenen Einsatz zu gebrauchen ist. Ansonsten kann man das Programm im groben schon als PC-Anwendung schreiben. Dabei muss man „nur“ bei der Übergabe der Eingangs- also Messdaten etwas tricksen…

    Ach ja, und blinkende LEDs sind nicht Sinnfrei, sondern für den Einstieg in die hardwarenahe Programmierung sehr praktisch. Ausserdem sind so 5×7-Matrix Anzeigen nicht’s anderes als blinkende LEDs, sofern sie daraus aufgebaut sind. Oder wir steuern 4 Siebensegmentanzeigen mit insgsamt 6 Portleitungen. Da eine 7-Segmentanzeige nix anderes ist, als 7 speziell angordnete LEDs, ist es eine spezielle Anwendung blinkender LEDs, wenn 4 solcher Anzeigen mit nur 6 Leitungen angesteuert werden sollen. Allerdings mit Blinkfrequenzen oberhalb von 25 Hz, so das unsere Augen das blinken nicht mehr registrieren können.

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