Boom!

Am 30.1.2006 explodierte ein Zenit Trägerakete beim Start auf ihrer Plattform, einer umgebauten ehemaligen Ölförderungsplattform. Der kommerzielle Anbieter Sea Launch reagierte wie man dies eigentlich nur noch von den Chinesen kannte – unmittelbar nach der Explosion wurde die Videoübertragung unterbrochen und es war nur noch das Firmenlogo zu sehen. Zwei Tage später gab es eine kurze Pressenotiz, wonach die Plattform keine größeren Schäden erlitten hätte und niemand zu schaden kommt (der Start wird von einem Schiff aus gesteuert, das 4 km von der Startplattform entfernt ist). (mehr …)

WeiterlesenBoom!

Langfristige Planungen

Ich hab mir überlegt ob ich mal was über meinen Geburtstag schreiben sollte, denn ich am Samstag feiern dürfte. Doch bis auf das es mein 42 ist und ich gespannt bin ob ich nun im neuen Lebensjahr die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest erfahre und ich hoffe, dass mein neues Lebensjahr weniger turbulent ist als das letzte, mir aber einige Emailbekanntschaften in Deutschland und der ganzen Welt die aus diesen Aufregungen resultieren erhalten bleiben, will ich eigentlich nichts dazu sagen. Aber mal über das Thema Langfristige Planung in der Raumfahrt.

Raumfahrt umfasst ein weites Spektrum – kommerzielle Aktivitäten. Einzelne Programme, große und kleine Missionen. Doch Kernstück einer jeder Raumfahrtpolitik ist eine langfristige Planung. Wer denkt hier nicht an das Apollo Programm als ein erfolgreiches Beispiel. Wer große Schritte unternehmen will braucht eine langfristige Planung die sich über ein Jahrzehnt erstreckt. Das Space Shuttle, die ISS, eine Marslandung das alles sind Programme die über Jahrzehnte laufen. (mehr …)

WeiterlesenLangfristige Planungen

Columbia

Am 1.2.2003 zerbrach die Raumfähre Columbia in 60 km Höhe bei einer Geschwindigkeit von 5.5 km/s beim Wiedereintritt nach der letzten Spacehab Mission bevor die wissenschaftliche Arbeit nur noch auf der Raumstation ISS durchgeführt werden sollte. Der Wiedereintrittskorridor verlief über die USA so dass dieses Ereignis breit beobachtet wurde.

Als man die Raumfähre verloren hatte war der Schock tief. Zum einen war dies die 113 Shuttle Mission. 87 Missionen waren seit Challenger fehlerfrei verlaufen. Man hatte nun also Zutrauen in die Raumfähre und erwartete Probleme beim Start, aber nicht beim Wiedereintritt. Vor allem wusste aber man zuerst nicht die Ursache. Bei Challenger zeigten die Kameras sehr schnell die Ursache durch die Rauchgasfahne beim Start und die sich entwickelnde Stichflamme an der Feststoffrakete und es gab natürlich die Besprechung bei der man die Bedenken vorgebracht hatte. (mehr …)

WeiterlesenColumbia

Das Discovery Programm

Das Discovery Programm war eine der Speerspitzen der NASA in den frühen 90 er Jahren. Wissenschaftliche Missionen, vor allem zu den Planeten sollten schneller und billiger werden. Das Discovery Programm hatte mehrere Zielsetzungen:

  • Kostenreduktion: Eine Mission durfte anfangs nicht mehr als 150 Millionen USD auf 1992 Preisbasis kosten
  • Schnellere Umsetzung: 3-4 Jahre von der Genehmigung zum Start anstatt 5-6 wie bisher üblich (Bei Missionen wie Cassini können es auch durchaus ein Jahrzehnt sein).
  • Spezialisierung: Anstatt eine Mammutmission mehrere kleine mit spezialisierten Aufgabenstellungen

Und wirklich waren die ersten Discovery Missionen ein gutes Beispiel dafür: NEAR war eine spezialisierte Sonde zur Erforschung eines Asteroiden. Sie war relativ preiswert gewesen und brachte die erste systematische Untersuchung eines Asteroiden, auch wenn durch einen Fehler die Reisezeit verlängert war. Pathfinder erprobte neue Technologien bei der Marslandung und einen Rover. (mehr …)

WeiterlesenDas Discovery Programm