Naivlinge und die Ampel

Am Dienstag habe ich Maischberger angeschaut und es gab eine illustre Runde. Es ging um Ernährung, Kennzeichnung und Recht. Besonders fiel natürlich wieder Thilo Bode auf. Die Forderungen von ihm, bzw. dem von ihm vertretenen Vereins Foodwatch sind ziemlich naiv und die Unterstellungen sind schon ziemlich grenzgängig. Ich hatte ja mal einen von dem Verein an der Strippe. Wenn das umgesetzt wird, was die wollen, dann gibt es nur noch Premium-Lebensmittel für gutbetuchte und nur gesundes. Denn alles andere soll der Gesetzgeber verbieten.

Dann kam natürlich auch die Diskussion über die Ampel. Also die „Ampel“, die ja auch von Foodwatch propagiert wird, vergibt Farben für den Gehalt an Fett, gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz. Also dem was so gemeinhin schuld an so vielen Krankheiten sein soll. (Auch so ein Effekt: nicht nur die Kennzeichnung wird vereinfacht, auch die Sichtweise: Zucker ist böse, Ballaststoffe sind gut….). Nun was halte ich davon? Nichts. Denn der Wertmaßstab der Ampel ist absolut. Es gibt eben „grün“ für bestimmte Mengen und „rot“ für andere. Das ist deswegen weitgehend sinnfrei, weil es nicht das „Lebensmittel“ an und für sich gibt. Also tierische Lebensmittel sind tendenziell fettreicher, in jedem Falle reich an gesättigten Fettsäuren und sie enthalten auch Salz, selbst wenn keines zugesetzt wurden. Dafür wird selbst die Butter eine grüne Zuckerplakete bekommen, denn Zucker findet man nicht in tierischen Lebensmitteln, dafür in Obst. Nach der Ampelkennzeichnung erhalten dann praktisch alle Obstsorten eine gelbe Plakette und viele auch eine rote. Sind sie deswegen ungesund? (mehr …)

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Ein Interview

Es ist selten, dass man von führenden Chefs von Industrieunternehmen im Bereich Raumfahrt vernünftige Interviews  bekommt. Also welche bei denen man konkret was neues erfährt. Bei den meisten gibt es Allgemeinphrasen, bei manchen wird einem auch was vom Mond (oder besser dem Mars) erzählt. Ich lese immer aufmerksam durch, wenn LeGall was zu sagen hat, denn er hebt sich wenigstens ein bisschen von diesem Klischee ab.

So lass ich auch dieses Interview. Es ist recht interessant. Es zeigt für mich auch, dass wir in Europa unabhängig bleiben müssen. So nennt LeGall einen Anstieg der Proton-Startpreise von 65 auf 110 Millionen Dollar, entsprechendes sieht man ja auch bei der Sojus und den neuen russischen Trägern, weshalb sich ja nun auch das DLR mehr für die Vega interessiert. Interessant ist auch, das Arianespace nicht mehr als 3-4 Sojus Starts jährlich vom CSG aus durchführen kann. Dafür diese enormen Investitionen die fast die für das Ariane 5 Groundsegment erreichen? (mehr …)

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Ist der PC ein Auslaufmodell?

Das wird ja schon seit einiger Zeit propagiert. Betrachtet man die nackten Zahlen, so ist der Zuwachs bei den Verkäufen in den letzten Jahren deutlich abgeflacht, während der von Notebooks angestiegen ist, genauso wie im letzten Jahr der von Tablett-PC’s. Ich sehe das etwas anders. Zum einen vermute ich hat die PC-Branche nun den Punkt erreicht, den auch andere Industrien längst erreicht haben: Wenn ein Produkt neu ist, dann gibt es zuerst enorm starke Zuwachsraten, weil es noch niemand hat. Wenn jeder oder fast jeder einen PC hat, dann dominieren die Ersatzkäufe, also wenn ein alter ersetzt wird. Natürlich expandiert noch die Branche in den Entwicklungsländern, aber in den industrialisierten Ländern dürfte die Marktsättigung längst erreicht sein. (mehr …)

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Das DHBW Prinzip

Das Wochenende über habe ich die Klausur gesessen die ich am Freitag stellen dürfte. Wie ich ja schon ein paarmal erwähnt habe, bin ich Dozent für Informatik an der DHBW. Zeit mal das aufzugreifen und zwar das Bezahlsystem. Für alle die das System nicht kennen. Es ist zum einen ein duales mit einer betrieblichen Ausbildung und einer Hochschulausbildung. Die Studenten wechseln zwischen beiden Phasen hin und her. Von normalen Studenten unterscheidet sie auch, dass sie fürs Studium bezahlt werden, anstatt bezahlen zu müssen, weil sie alle einen Ausbildungsvertrag haben.

Ich will mich heute nur mal auf die Lehre konzentrieren, vor allem auf die Folgen der Arbeitsverträge. Kennzeichnend ist für die DHBW, dass es sehr viel mehr externe Dozenten als fest angestellte Professoren gibt. Es wird immer hervorgehoben, dass dadurch die Studenten einen viel besseren Praxisbezug haben und das ist sicher auch tendenziell gegeben, weil nicht wie bei anderen Professoren, die ich an der FHTE erlebt habe, diese fest angestellt sind und dann eben Jahrzehnte lang ihr festes Programm abspulen, ja teilweise sogar an völlig veralteter und nicht mehr weiter entwickelter Software hängen. (mehr …)

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Ist der PC ein Auslaufmodell?

Das wird ja schon seit einiger Zeit propagiert. Betrachtet man die nackten Zahlen, so ist der Zuwachs bei den Verkäufen in den letzten Jahren deutlich abgeflacht, während der von Notebooks angestiegen ist, genauso wie im letzten Jahr der von Tablett-PC’s. Ich sehe das etwas anders. Zum einen vermute ich hat die PC-Branche nun den Punkt erreicht, den auch andere Industrien längst erreicht haben: Wenn ein Produkt neu ist, dann gibt es zuerst enorm starke Zuwachsraten, weil es noch niemand hat. Wenn jeder oder fast jeder einen PC hat, dann dominieren die Ersatzkäufe, also wenn ein alter ersetzt wird. Natürlich expandiert noch die Branche in den Entwicklungsländern, aber in den industrialisierten Ländern dürfte die Marktsättigung längst erreicht sein.

Das ganze setzt sich fort bei den Notebooks, die zum einen natürlich teilweise den Desktop PC ersetzen, viel mehr sind sie bei vielen aber nicht ein Ersatz, sondern eine Ergänzung, so wie der Zweitwagen, der dann eben nicht der geräumige Kombi, sondern der schnelle Sportwagen oder das Cabrio ist, oder um ein anderes Beispiel zu bemühen – der kleine Fernseher für das Kinderzimmer, damit man im Wohnzimmer das ansehen kann was man will, ohne Diskussionen über das Programm. (mehr …)

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