Geiz ist geil

Die Werbebotschaft ist zwar nun nicht mehr Bestandteil der Saturn-Werbung, aber es trifft doch die deutsche Mentalität. Es muss billig sein. Man muss sparen. Wir haben ja nichts zu verschenken und wer mehr bezahlt als nötig ist entweder reich oder dämlich, weil er nicht fähig ist das billigste Angebot zu finden.

Politiker sind ja seit zwei Jahrzehnten dabei die Dienstleistungsgesellschaft zu propagieren, also immer weniger sind im produktiven Gewerbe tätig und immer mehr bringen Dienstleistungen, dazu gehört eben Service, Bedienung, Beratung. Nur klappt das nicht bei einer Gesellschaft bei der Sparen das höchste ist und es billig sein muss. Das führte dann zu einer Explosion der 400 Euro Jobs, die dann zwar viel mehr in Arbeit bringt, nur können die nicht davon leben und sie zahlen kaum was in die Kranken- und Rentenversicherung ein, was deren Situation verschlimmert und bei der Rentenversicherung dann auch in Zukunft die Leute von Sozialhilfe abhängig machen wird. (mehr …)

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Der Musiktipp: Hazy Osterwald Sextett: Konjunktur Cha-Cha-Cha

Da Hazy Osterwald vor einigen Tagen gestorben ist als Musiktipp mein Lieblingslied von ihm. Er hat schon in den frühen sechzigern voll erkannt wie der Kapitalismus läuft:

Passend dazu morgen ein Blog zum Thema Geiz ist Geil. (mehr …)

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Der billigste Flug

Eine Werbung geht mir kräftig auf den Geist: Die mit dem dicken Bundesliga Manager und „seinen Jungs“ die den „billigsten Flug“ finden. Mal von dem allgemeinen Tenor, dass in Deutschland alles „billig“ sein muss (dazu diese Woche noch mehr) und der prolligen Sprache ist es eines: Das offensichtlich das Fliegen inzwischen billiger als jede andere Fortbewegung ist. Waren es früher nur die 20 Euro Tickets innerhalb von Deutschland (entsprechend bei den derzeitigen Bahnpreisen billiger ab 200 km Entfernung), so kommt man nun für 29 Euro innerhalb von Europa rum.

Dabei ist das sogar noch komfortabler. Bei längeren Strecken geht es trotz Wartezeit vor dem Flug viel schneller als mit der Bahn, die trotz Hochgeschwindigkeitsstrecken auch nicht überall schnell hinkommt. Ich habe mal schnell geschaut wie lange man mit dem ICE von Stuttgart nach Berlin braucht – mindestens 6:20 Stunden und es kostet 135 Euro. Meine Nichte in Berlin kommt morgen daher auch angeflogen für weniger als die Hälfte des Preises und eines Bruchteils des Zeitaufwandes. (mehr …)

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Schlecht informiert

Ich lese ja normalerweise keine anderen Blogs, oder um es mit den Worten von Modeschöpfer Karl Lagerfeld zu sagen. „Die Meinung anderer Leute interessiert mich nicht“. Aber beim Jungfernflug der Vega habe ich eine Ausnahme gemacht. Da stieß ich beim Suchen nach den Bahndaten von Lares und ALMASat auf diesen Blog von Eugen Reichl. Ich muss zugeben, dass meine Meinung von diesem Autor nach seinem recht schlecht recherchierten Buch „Typenkompass Trägerraketen“ nicht besonders hoch ist. Seine Gastartikel in Sterne und Weltraum sind auch nicht neutral geschrieben. Man muss sicher nicht neutral sein, wenn man einen Blog hat oder eine Website, und das bin ich ja auch nicht, aber in Büchern oder Artikeln sieht es anders aus und das beherzige ich immer. Dieser Blog hat nicht dazu beigetragen die Meinung zu verbessern.

Der Blog ist suggestiv. So stimmen einige Fakten nicht. Beispielsweise hat Italien nicht „unzählige“ Feststofftriebwerke in Sizilien gezündet, sondern von 1998 bis 2010 gerade mal 10, alle im Zusammenhang mit der Vega. Okay das ist gegenüber der Firma SpaceX, die ja Reichl als Vorbild nimmt schon enorm viel, vergleichen mit anderen Erprobungsprogrammen wie den Tests der EAP aber eher wenig. (mehr …)

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Was ist drinn in … Haferflockengebäck

Als kleine Abwechslung heute mal keine neue Meinung zu Raumfahrt sondern ein neu geschriebener Artikel aus meiner „Was ist drin“ Serie. Diesmal geht es um von mir gerne verzehrte Kekse.

Ich liebe schwedisches Gebäck, vor allem Haferkekse. Nachdem ich in dieser Rubrik schon einen Reinfall beurteilt habe, nun an dieser Stelle eine Kritik einer meiner beiden Lieblingskekse. Blau geschriebene Teile sind wie immer von der Packung übernommen.

Die Aufmachung ist schon recht schlicht. Das Gebäck kommt in einem voluminösen Karton mit einem braun-weißen Karomuster. An der Seite gibt es kleine Bildchen aus der Landwirtschaft und auf der Unterseite nur die Adresse der Firma – Das Gebäck kommt wirklich aus Schweden. Es fehlt die sonst übliche verschönende Abbildung auf der Packung. Dank der Klarsichtfolie kann man sofort sehen, was man kauft. Unwillkürlich fragt man sich, warum es nicht immer so geht. Einziger Nachteil: Ohne Innenverpackung fliegen die Kekse beim Transport durcheinander und können auch beschädigt werden. Bei den recht großen Keksen hier ist das echt unwahrscheinlich (pro Packung entdecke ich einen oder zwei zerbrochene Kekse), aber bei dünneren Keksen, die genauso gehandelt werden, ist der Prozentsatz an gebrochenen Kekse deutlich höher (mehr …)

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