ATV Splitter

Wie schon angekündigt aktualisiere ich gerade das ATV Buch. Da fielen mir zwei Blogeinträge auf. Zum einen mal einen zu einem Gimmick:

An Bord des derzeitigen ATV-5 ist auch ein „künstlicher Meteorit“. Genauer gesagt eine Künstlerin hat einen echten Meteoriten eingeschmolzen und erneut in eine Form gegossen. Ja so was ist heute Kunst (nach dreckigen Badewannen und Klecksen auf der Leinwand als Kunst wundert mich ja nichts mehr). Noch bizarrer ist allerdings der Aufwand den die ESA betreibt, bis dieser „Meteorit“ zur Station fliegen darf. Nur zur Erinnerung: der wurde vorher sicher auf über 1000°c erhitzt und vollständig aufgeschmolzen:

http://blogs.esa.int/atv/2013/11/19/how-to-cook-a-meteorite-for-travel-to-the-international-space-station/

Ach ja und man kann bei der ESA was gewinnen. Macht ein Video über einen physikalischen Effekt und ihr könnt eines von drei DVD Boxen mit Bildungsmaterial und ATV Mission Patches gewinnen. Es ist die zweite Runde, bei der ersten war die Beteiligung so gering, das Ein Drittel der Teilnehmer ESA-Astronauten an Bord der ISS waren….

Vielleicht sollte die ESA je eines meiner Bücher drauflegen, das wäre ein echter Mehrwert und lockt vielleicht mehr Leute aus der Reserve.
http://blogs.esa.int/atv/2014/11/19/atv-education-challenge-relaunched/

8 thoughts on “ATV Splitter

  1. Kunst ist wenn man es kunst… äh kannst!

    Man muß bloß einen Namen in der Kunstszene haben, um alles als Kunscht zu verkaufen,
    was man will.
    Eine völlig nutzlose „Nutzlast“ wie ein Meteor wie viel wiegt der eigentlich?) kostet z.B. der ISS beim Erhöhen des Orbits warscheinlich hunderte von …metern (bei … kann man Kilo-, Hekto-, Centi- oder Milli- eintragen) Ha, ha.

    Aber mal was ernsthafteres:

    Welches Objekt (künstlich oder natürlich) wurde eigentlich zweimal aus dem Weltall durch unsere Atmosphäre gejagt?

  2. Hallo Bernd!

    Ich glaube, meine Frage habe ich dummerweise so formuliert, daß es ein Rätsel werden sollte. Ich wollte aber wirklich nur eine Frage stellen.
    Man sollte nach 23.00 seine Müdigkeit ins Kalkül der Formulierung einbeziehen.

    Nix für Ungut!
    Ralf

  3. Ach so: Also wir hätten da die sechs Raumfähren die alle mehrmals durch die Atmosphäre runter kamen, dann eine GeminiKapsel die beim Testflug der Titan III erneut eingesetzt wurde und eine Sojusmission ist mal nach Zündung der Dritten Stufe abgebrochen worden – auch schon außerhalb der Atmosphäre, da weiss ich aber nicht ob die gleiche Kapsel nochmal verwendet wurde. Bei etwas Nachdenken fallen mir vielleicht noch mehr Objekte ein. So gab es auch Fahnen die mal in den Orbit gebracht, wieder eingeholt und erneut hochgeschickt wurden.

  4. Danke für die Infos!

    Ja, an die Shuttles und die Gemini-Kapsel habe ich gar nicht gedacht.
    Ich sag ja, nach 23.00 Uhr keine kompilzierten Denkvorgänge mehr 😉

    Ralf

  5. Und schon wieder zwei Fragen:

    1. Welche Verbrennungstemperatur herrscht eigentlich in der Brennkammer bei LOX/H2 Verbrennung?

    und 2. Ist das ausreichend um an der „Einschnürung“ des Triebwerks vor der Entspannungsdüse eigentlich Plasma möglich?

    Wenn ja, dann nur so als Schnapsidee: Könnte man das vorhandene Plasma nicht durch ein
    entsprechendes Elektrisches Feld beschleunigen (sozusagen Kombination aus Verbrennungs- und Plasmatriebwerk). Die Energiemenge die man dazu braucht und die Masse der Technik dürfte wohl sehr groß sein.

    Mal so ganz naiv gedacht…

  6. 1: Hängt von dem Mischungsverhältnis und Druck ab. Beim Vulcain 2 sind es z. B. 3577 K.
    2: Nun wird man durch die Verteilungskurve der Energie sicher immer etwas Plasma finden, doch es dürfte zu wenig sein. 3500 K reichen z.B. gerade mal aus um Wasser teilweise in H2 und O2 aufzuspalten (zu 30,9% bei dieser Temperatur), aber nicht auch die Moleküle in Atome. Lichtbogentriebwerke die ein Plasma einsetzen haben eine Lichtbogentemperatur von 100.000°C und Plasmatemperaturen von 10.000 bis 30.000 °C.

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