BASIC und die Heimcomputer

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Heute geht es um die Geschichte der BASIC und einer versäumten Chance diese Sprache wirklich zu etablieren. Auf ZDF Info habe ich kürzlich die mehrteilige Dokumentation „Geheimnisse der digitalen Revolution“ angeschaut, die sehr zu empfehlen ist und da ZDF Info viel wiederholt auch jetzt noch anzuschauen ist. Dabei werden auch viele Leute interviewt, wobei ich aber die meisten nicht kenne. In einer der Folgen über die PC- und Heimcomputerszene kamen dann auch C64 User dran, die damals noch Jugendliche waren. Nach den Aussagen hat man die nur zum Spielen gekauft. Einer meinte er hätte das Geld bei der Oma losgeleiert, weil er damit angeblich programmieren lernen wollte, aber nur gezockt.

Ich muss die Ausnahme gewesen sein, denn ich habe meine Rechner wirklich gekauft, um zu programmieren. Beim zweiten, einem CPC 464 bin ich allerdings nach etwa einem Jahr auf Pascal umgestiegen. An meine BASIC-Programme kann ich mich daher kaum erinnern. Ich habe mich mal an einer Tabellenkalkulation versucht und einen Assembler/Disassembler geschrieben, den allerdings aus einer Vorlage in einem Data Becker Buch aufgebaut.

Einmal bei Pascal angekommen, wollte ich nicht zurück. Es war so viel komfortabler und leistungsfähiger. Dabei waren die Möglichkeiten von Turbo Pascal nominell gar nicht so viel besser als bei BASIC. Stringvariablen waren auch nur 255 Zeichen lang. Der Befehlsvorrat eher kleiner. Aber die Möglichkeiten eine Aufgabe zu strukturieren durch Prozeduren und Funktionen sowie mehr Variablentypen war überlegen. Vor allem bei großen Programmen verlor man sich nicht im Spaghetticode und neue Variablen durch Schreibfehler gab es auch nicht. Dabei war Turbo Pascal nicht mal groß und belegte 31 KByte Speicher. Der BASIC-Interpreter bei mir belegte auch schon 16 KByte, da ist der Unterschied also nicht so groß.

Warum gab es trotzdem in jedem Heimcomputer einen BASIC-Interpreter, sogar als Bestandteil von DOS das „GW BASIC“? Continue reading „BASIC und die Heimcomputer“