Ja wenn der große Vorsitzende das sagt …

Irgendwie zeigt SpaceX immer mehr Züge, die ich sonst nur von kommunistischen Regimen kenne. Es wird wahnsinnig viel angekündigt, das dann nicht kommt. Sie sind immer besser als alle anderen. Sie geizen mit technischen Details zu ihren Raumfahrtprogrammen (wann fällt die Mauer bei SpaceX – danach bekam man zumindest von den russischen Programmen etwas mehr Informationen). Dann gibt es die Sprache mit Ausdrücken, die bestimmte Sachverhalte immer anders bescheiben. Beim Kommunismus waren es oft Wörter, die mit „ismus“ endeten wie Revanchismus, Materialismus, Sozialismus, Kaptalismus, Bei SpaceX sind es englische Abkürzungen wie RUD = Rapid Unscheduled Disassembly oder Verharmlosungen wie „Anomaly“. Außerdem siegt der Kommunismus (fast) immer und Neiderlagen werden erst zugegeben, wenn jeder andere sie auch schon bemerkt hat. So hat Spacex trotz mehrfacher Abweichungen von den Bahnparametern oder torkelnden Nutzlasten im Orbit und ausbleibenden Wiederzündungen ein 100% Success bis zum Juni 2015 reklamiert. Dann sind auch Raketen nicht explodiert, sondern es gab eben einen RUD. Wäre also das Ereignis etwas später passiert (im Schedule anstatt unscheduled) alles wäre in Ordnung gewesen. Bei Tschernobyl wurde der Gau auch erst zugegeben, als die radioaktive Wolke schon über Mitteleuropa abregnete. (mehr …)

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Durchregieren

Donald Trump legt ja ein beeindruckendes Tempo vor, auch wenn seine Entscheidungen bei Vielen Stirnrunzeln verursachen. Aber man kann ihm nicht vorwerfen, er würde seine Wahlversprechen nach der Wahl vergessen. Ich glaube auch, das ist der Politikstil den er liebt: einfach bestimmen und Dekrete unterschreiben. Allerdings geht das nicht überall und bei vielen Vorhaben wird er wohl den Weg über den Kongress nehmen müssen. Dann wird es wirklich spannend. Den nominell haben dort die Republikaner ja auch eine Mehrheit. Dann wird man sehen ob die Parteidisziplin oder das Gewissen siegt. Ich frage mich, warum Obama nicht einfach alles per Dekret durchgesetzt hat. Wahrscheinlich ist er doch dafür zu sehr Demokrat.

Das Regierung per Dekret, eigentlich nur ein Pseudonym für eine Alleinherrschaft, egal ob man sie nun Diktatur oder Monarchie nennt. Das kennen wir aus nachvollziehbaren Gründen bei uns nicht. Das Grundprinzip der Demokratie ist ja, dass wenn viele zusammen eine Entscheidung treffen sie besser ist, als eine von einem Einzelnen getroffenen. Es werden mehr Aspekte berücksichtigt und man kommt durch Diskussion zu einem Prozess der zumindest die Mehrheit mitnimmt. (mehr …)

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Alle bauen größer, nur Europa kleiner

Auf diesen Nenner könnte man die jüngeren Raketenentwicklungen bringen. Wir haben ja derzeit eine Reihe von Raketen in der Entwicklung die ich mal in diesem Blog vergleichen will. Alle größeren Weltraumnationen planen neue Raketen, die USA sogar mehrere unterschiedliche Modelle. (mehr …)

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Das Ende von freenet TV?

Am 29.3.2017 wird DVB-T abgeschaltet. Geht es nach der Meinung der ct‘-Redakteure, so ist das der Tod des frei empfangbaren Fernsehens, kurz „freenet tv“ genannt. Irgendwie werden sie nicht warm mit dem neuen Standard DVB-T2. Um mal die Fakten zu bringen: Seit 1.5.2016 werden einige Programme schon in DVB-T2 ausgestrahlt. Bei mir sind dies ZDF, ARD, Pro7, SAT1, RTL, VOX, Tele5. Ab dem 29.3.2017 werden alle Programme in DVB-T2 ausgestrahlt. Das sind dann vor allem zusätzlich die Dritten, die ARD/ZDF Spartenkanäle und insgesamt 14 private. DV-T2 hat einen neuen effizienteren Komprimieralgorithmus HEVC und es wird in Full-HD also 1920 x 1080 ausgestrahlt und das noch in 50 Bildern pro Sekunde (1080P50). Mehr Sender, eine höhere Auflösung, höher als „nur HD (1280 x 720) wie es derzeit Standard im Kabel und soweit ich weiß, auch bei Satelliten ist, und mehr Bilder pro Sekunde, also weniger Artefakte bei Laufschriften oder schnellen Bewegungen. Eigentlich so sollte man meinen wären damit alle zufrieden. (mehr …)

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Deutschland im Knebel der Automobilindustrie

Seit der Bankenkrise 2008 scheinen die Banken frei Hand zu haben. Sie werden mit Steuermittel gerettet, weil sie „systemrelevant“ werden und sie scheinen so einflussreich zu ein, das nicht mal nach der Bankenrettung Gesetze erlassen wurden, die einen solchen Crash wieder verhindern. Doch ich denke, Deutschland ist viel stärker im Griff der Automobilindustrie.

Erinnern wir uns: 2009 war nicht nur das Jahr, in dem Banken gerettet wurden, (die Commerzbank ist immer noch unter dem staatlichen Schutz) sondern auch die Wirtschaft strauchelte. Viele Firmen teilweise mit langer Tradition, gingen in die Pleite oder wurden von Hedgefonts übernommen Schießer, Quelle, Märklin, WMF. Die einzige Branche, der die Regierung aber neben den Banken half, war die Automobilbranche. Damals gab es eine „Abwrackprämie“ von 2.500 Euro beim Kauf eines Neuwagens. Die Klammern habe ich gesetzt, weil das nicht an das Alter des Fahrzeugs gekoppelt war. Man konnte also noch relativ neuen Wagen „abwracken“ und die Prämie kassieren. Abgewrackt wurde auch nur wenig, die meisten Fahrzeuge gingen in den Ostblock. (mehr …)

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