Wenn man die Bedeutung von Worten umdreht / Galileo im ZDF / die schlechtesten Songs aller Zeiten

Also irgendwie kam ich auf das Wort „Gutmensch“ und das ist ja negativ belegt, also so ziemlich das Gegenteil dessen, was das Wort ausdrückt (ich bin mir aber relativ sicher, jeder hat eine etwas andere Interpretation dessen was er unter „Gutmensch“ versteht. Es ist ja nicht das erste Wort das genau gegenteilig zu seiner Bedeutung verwendet ist. Die wohl schlimmste Beleidigung ist, das etwas „nett“ ist. Also wenn jemand nett ist, dann ist es noch positiv, aber wenn eine Sache „nett“ ist, dann ist sie weder gut noch schlecht, eher langweilig und einfallslos, wenn man sich nicht zu einer Meinung durchringen kann oder jemanden nicht verärgern will ist es „nett“. (mehr …)

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Wir wollen keine Autoren

Ein anderes Buch das ich bei den Amazon Links zu meinem fand, war „Commodore-Hardware-Retrocomputing“. Es fiel mir auf, weil es nur zwischen zwei und drei Sternen lag. Ich finde nichts interessanter über ein Produkt als die negativen Kritiken. Nicht das jede berechtigt ist, aber das merkt man beim Lesen der Kritik schnell. Das Buch wurde anscheinend aus Internet-Schnipseln zusammengestellt und aus vielen schlechten Fotos zu bestehen. Zumindest das letztere konnte ich nach einer Google Books Recherche bestätigen.

Das machte mich neugierig auf den Verlag. Man denkt bei so schlechten Kritiken ja unwillkürlich an einen Selbstverlag, oder Nutzung eines Print on Demand Dienstleisters wie ich es mache. Dafür spricht auch der hohe Preis von 17,80 gemessen an dem Umfang (164 Seiten). Bei BOD würde ich hier eine Marge von 29,4% erhalten. Deutlich über dem was ich bei meinen Büchern ansetze (zwischen 20 und 25%). Wer bei einem Verlag publiziert (der übernimmt aber auch noch Satz, werbung und man hat einige Gratisexemplare) bekommt üblicherweise 12 bis 16%. (mehr …)

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Technologie ist kein Selbstzweck: Beispiel Ariane

Ich habe mich gestern mit dem ATV beschäftigt und dass man nun anstatt ein weiteres zu bauen lieber was neues entwickeln will, ohne das man eine Verwendung dafür hat. Dieser Trend, dass man etwas entwickelt nur um die Technologie auch zu beherrschen, gibt es leider auch woanders, z.B. bei den europäischen Raketen.

Fangen wir mal in der Vergangenheit an: Bei Ariane 1. Sie wurde bewusst konservativ entwickelt. Bewährte Technologie in den ersten Stufen, neue Technologie nur in der Oberstufe und auch da überschaubar – ein LOX/LH2 Antrieb mit herkömmlichem Gasgeneratorbetrieb, nicht so anspruchsvoll wie die Europa III Oberstufe mit höherem Schub und Expander Cycle. Ariane 1 war billig und vor allem noch preiswert zu erweitern. Die Gesamtkosten der gesamten Ariane 1-4 Entwicklung betrugen 1995 2.179 Millionen Euro. Die Ariane 5 war zu diesem Zeitpunkt schon dreimal teurer. Am Basiskonzept der Ariane 5 (EPC und EAP) habe ich nicht auszusetzen. Sicher kann man über Alternativen wie LOX/Kerosin oder kleinere und variable Boosterzahlen diskutieren, aber es scheint eine gute Lösung zu sein. Was dumm war, war die EPS Stufe, weil sie völlig ungeeignet für die GTO Transporte war. Das war die Konzession an Hermes, doch schon früh in der Ariane 5 Entwicklung war klar, dass Hermes sehr viel später kommen würde, und es wäre gut gewesen gleich damals die Weichen für eine zweite kryogene Oberstufe zu stellen, die auch 1985 bei den damaligen Entwürfen noch als Alternative auftauchte. (mehr …)

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Technologie ist kein Selbstzweck: Beispiel ATV

Vor einigen Tagen las ich diesen Bericht auf SpaceNews. Er bringt mich auf mein Thema: Raumfahrt muss ökonomisch sein. Sie muss weil es um Forschung geht sicher nicht Geld abwerfen, aber man muss verantwortlich mit den Steuergeldern umgehen. Warum geht es in diesem Bericht konkret: 2006 beschlossen ESA, JAXA, NASA und Roskosmos dass man gemeinsam die ISS bis 2016 betreibt. Die NASA benötigte zu diesem Zeitpunkt die Mittel für den ISS Betrieb (derzeit ohne Versorgungsflüge rund 2 Milliarden Dollar pro Jahr) für ihr zu diesem Zeitpunkt noch aktuelles Mondprogramm. Darauf hat sich die ESA eingestellt. Nachdem vorher bis zu 10 ATV in der Diskussion waren, gab es nun nur noch einen Auftrag für 4 Exemplare nach dem Jungfernflug. (mehr …)

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Was bedeutet eigentlich “probiotisch” und was ist “das Tolle” daran?

Probiotisch ist ein Kunstwort, bestehend aus den Silben „pro“ („für“) und biotisch „lebendig“. Gemeint ist, dass ein Lebensmittel daher gesundheitsförderlich ist. Probiotische Lebensmittel gehören zu Functional Food, also Lebensmittel mit einem zusätzlichen Nutzen (für die Gesundheit).

Probiotische Lebensmittel enthalten Mikroorganismen, die zumindest teilweise die Magen-Darmpassage überleben können. Die meisten Produkte setzen dazu besonders säuretolerante Bifidus- oder Milchsäurebakterien ein. (mehr …)

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