Ein Weltraummärchen

Gestern hat die ESA überraschend den Ausstieg aus der ISS angekündigt. Direktorin des Bereichs „Human Spaceflight“, Simonetta Di Pippo sagte: „Durch die Reduzierung der Stammbesatzung haben wir schon vorher einen schlechten Stand gehabt und nur noch die Chance alle zwei Jahre einen Astronauten zur ISS zu entsenden. Die Probleme durch das Grounden der Sojus schlagen nun schon auf die weitere Missionsplanung durch. Wir sehen nun die Probleme der ISS durch den Wegfall des Hauptversorgers. Auf der anderen Seite ist das Interesse an Columbus schon vor dem Start bei der Industrie gleich Null gewesen und selbst Universitätsinstitute wollten sich nicht beteiligen, obwohl wir ihre Experimente umsonst eingebaut hätten. So waren wir gezwungen eigene Experimente zu entwickeln, damit dies niemanden auffällt. Das hat zusätzliche Mittel erforderlich gemacht. Die ISS Beteiligung hat den europäischen Steuerzahler bis jetzt schon 8,5 Milliarden Euro gekostet.“ (mehr …)

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Staatlich lizensierte Lärmbelästigung

Heute war mal wieder lautes Bumm-Bumm zu hören. Nein, nicht die Nachbarn haben die Musik laut aufgedreht, sondern unsere Stadt. Im Scharnhäuer Park finden öfters „Events“ statt, wie das so auf neudeutsch heißt. Im Sommer z.B. ein Feuerwerk mit Musik. Das ist so laut, wie mein Fernseher. Diese Lautstärke wird bei geschlossenem Fenster schon gut wahrgenommen. Iim Sommer, wenn man einschlafen möchte, und vielleicht die Fenster offen lassen möchte, echt störend. Bevor nun jemand sagt „Augen auf bei der Wohnortwahl“ – der Scharnhäuser Park ist der nächste Stadtteil, 1.5 km Luftlinie von mir entfernt. Man kann sich also denken, wie das für die direkten Anwohner ist. Ich bin mir relativ sicher, wenn eine Privatperson nur einen Bruchteil dieser Musikbelästigung produzieren würde, dann stände bald die Polizei da. Eine Privatperson hat gar nicht die Chance auch nur annähernd so laut Musik zu machen wie eine große Anlage der Stadt, das man sie sie noch in 1,5 m Entfernung als störend wahrnimmt. Aber wenn die Stadt es betreibt, dann ist es okay? Was ist das für eine Welt wo so mit zweierlei Maß gemessen wird. (mehr …)

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Schlechte Zeiten für die bemannte Raumfahrt

Es ging in den letzten Jahren hin und her bei der bemannten Raumfahrt in den USA: Das Shuttle wurde eingestellt und Constellation geboren. Nach fehlender Finanzierung wurde auch dieses eingestellt, ohne das die eigentlichen Projekte aber so richtig aufgegeben wurden – Aus der Ares V wurde das SLS. Aus dem Orion das MPCV. Was fehlt ist eigentlich nur ein Ziel – sowie die gesamte Technologie auf ihm zu landen. Daneben gibt es Finanzierungsprogramme für kommerziellen Crewtransport und Versorgung, Technologieforschung ohne konkrete Vorgabe und robotische Vorläufermissionen ohne Missionsziel. Natürlich gab es in den letzten Jahren noch ein paar Nebenkriegsschauplätze, weil jede Lobbygruppe versucht noch was für sich rauszuholen. So wurde als die Entlassungen beim Auslaufen des Shuttles kamen, dann plötzlich vorgeschlagen das wieder zurückzunehmen, obwohl bei vielen Komponenten 2-3 Jahre vergehen würden, bis sie erneut zur Verfügung stehen würden. Oder es wurden völlig unbekannte Firmen beauftragt die Versorgung der ISS zu übernehmen. (mehr …)

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Das ISS Gewurstel

Eigentlich sollte man annehmen, wenn man 20 Jahre an einem Projekt plant. Dann wird das auch was. Doch bei der ISS gilt wohl eher ein anderes Motto: zu viele Köche verderben den Brei.

Mal eine kleine Zusammenfassung. Das was wir heute als ISS kennen, wurde 1984 aus der Taufe gehoben. Das Shuttle war nun operationell geworden, es konnte an das nächste Projekt gehen, einer amerikanischen Raumstation. Doch sehr bald geriet „Freedom“, wie das Projekt im kalten Krieg hieß, in Schieflage. Zuerst war der ursprüngliche Plan nach dem Challengerunglück nicht zu halten. Er setzte zahlreiche Montagevorgänge im All voraus und diese erschienen nun als zu riskant. (mehr …)

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Wer braucht die Vega

Heute ist ein kleines Jubiläum. Ich schreibe die ganzen Blogbeiträge ja zuerst mit Expression Web als HTML Seite und konvertiere ihn erst dann in WordPress. Da habe ich heute die Nummer 250 begonnen. Da ich etwa 6 Artikel pro Seite schreibe sind das über 1.500 Stück genauer gesagt ist es die Nummer 1534 an der ich gerade bin). Ich will mich heute mal mit der Vega auseinandersetzen.

Was auffällig ist, ist dass seit Jahren der Start immer etwa ein Jahr in der Zukunft liegt. Hier eine Tabelle aus meinem Buch „Europäische Trägerraketen Band 2„: (mehr …)

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