Richtig Verarschen will gelernt sein!

Ich habe mir aus meinem „Space“ Ordner mal wieder was angesehen und meine Wahl fiel auf „Kubrik, Nixon und der Mann im Mond“. Ich finde es ist ein toller Film. Das Muster ist einfach sehr simpel. Es wird eine Story erzählt. Sie raten es schon: Es ist die Story dass die ganze Mondlandung im Studio gedreht werden sollte. Nur noch ein bisschen weitergesponnen wie bei dem Film „Unternehmen Capricorn„. Also für alle die den Film nicht kennen: Die Besatzung der ersten Marslandung wird vor dem Abheben aus der Kapsel geholt. Man könnte noch nicht starten weil wichtige Systeme noch fehlerhaft seien. Sie stellen dann die ganze Marslandung im Studio nach und sollten dann nach der Landung als Helden gefeiert werden. Alle die das anzweifeln werden beseitigt. Schließlich verglüht die Landekapsel aber auch und die Astronauten laufen um ihr Leben…

Ja so geht das auch bei dem Film Kubrick, Nixon und der Mann im Mond. Nur ist das kein Spielfilm, sondern ein „Pseudo-Dokufilm“. Das Muster ist relativ einfach. Es wird eine story erzählt wie bei einem Dokumentarfilm und auch echte Filmaufnahmen genommen, nur aus dem Zusammenhang gerissen. Dann kommen Zeitzeugen zu Wort, die man in zwei Klassen einteilen kann: Hochrangige Personen (Buzz Aldrin, Dave Scott, Kissinger, Rumsfeld, Haig, Christine Kubrick etc…) und angebliche Sekretärinnen, CIA Agenten etc. (mehr …)

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Raumfahrträtsel 20

Ja zum zwanzigsten Rätsel habe ich mir mal ein Thema abseits des Kerngebietes Raumfahrt erlaubt. Und auch einen kleinen Scherz mit dem Publikum. Wir wollen ja nicht zu berechenbar werden oder? Ich bin ja kein großer Sci-Fi Fan, aber ich schaue gern die alten Raumschiff Enterprise Folgen an, also die Serie die von 1967 bis 1969 lief. Was sie auszeichnet sind die witzigen deutschen Dialoge (viel besser als das Original) und nach 40 Jahren ein gewisser Trash Faktor. Also man sieht ihr an dass sie recht billig produziert wurde mit billigen Kulissen, die Anwandlungen an die damals populären Westernserien (alle Planeten sind Wüsten, Schlägereien wann immer passend). Vor allem natürlich die damalige Computertechnik die Stand der Technik im Raumfahrt war – viele bunte Knöpfe und Schalter, keine Bildschirme…. (mehr …)

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Raumfahrträtsel 19

ROSATAuch diesmal war es kein Problem das Rätsel zu lösen: Ja an diesem Tag wurde der deutsche Röntgensatellit ROSAT nach fast neun Jahren Betriebszeit abgeschaltet, nachdem das Gas für den letzten Proportionalzähler abgeschaltet. Ich halte ROSAT für den erfolgreichsten deutschen Satelliten. ROSAT war um Klassen empfindlicher als sein Vorgänger der NASA Satellit HEAO-2 (Einsteinobservbatorium). Während dieser rund 840 Röntgenquellen entdeckte waren es bei Rosat nach einem Jahr Durchmusterung schon 60.000 und nach fünf Jahren rund 120.000. Später wurden rund 5.000 Quellen im Punktausrichtungsmodus beobachtet. Seine Empfindlichkeit und Auflösung war um Klassen besser als dieser Satellit.

ROSAT war auch der letzte Satellit einer kleinen Blüte im deutschen Weltraumprogramm. In den siebziger Jahren gab es neben dem schon damals starken Engagement in der ESA auch noch ein deutlich größeres nationales Programm. Deutschland baute zwei nationale Raumsonden (die erste Nation nach USA und UdSSR mit eigenen Raumsonden!), plante eigene Missionen mit dem Spacelab (auch hier die einzige ESA Nation die das tat) und eigene nationale Kommunikationssatelliten. ROSAT war der letzte in dieser Serie. Er war dabei nicht einmal so teuer: 560 Millionen DM, die HEAO Serie kostete 700 Millionen Dollar für drei Satelliten (bei einem Umrechnungskurs von 2 zu 1) und XMM als Nachfolger kostete bis 2006 rund 909 Millionen Euro. (mehr …)

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Die Sache mit dem Lebenswerk

Die Bemerkung von Alexander, sein Lebenswerk wäre auf der Festplatte hat mich auf den heutigen Blog gebracht. Ich habe mal über sas Thema nachgedacht. Es ist ja bei den meisten schwer möglich ein Lebenswerk vorzuweisen. Die meisten sind nur ein Rädchen im Getriebe, haben vielleicht in ihrem Leben zehntausende von Motoren in Autos versenkt, aber kein einziges komplett gebaut. Das ist ein riesiger Unterschied im Vergleich vor 200 Jahren, als es noch keine Arbeiter im heutigen Sinn gab sondern das Handwerk und jeder einen Beruf ausübte bei dem er meist ein Produkt alleine fertigstellte oder zumindest für einen Bereich alleine verantwortlich war.

Beilleicht haben es Leute im Dienstleistungsgewerbe oder mit Kunden im allgemeinen Sinn besser: Sie können vielleicht zurückblicken das alle Kunden mit dem Service / Unterricht / Dienstleistung immer zufrieden waren, auch wenn es vielleicht Tausende waren und das nicht materiell als Lebenswerk fassbar ist.

Mein Vater ist Maurer gewesen und bei uns kann man etliche Häuser sehen die er gebaut hat. Das ist vielleicht die klassische Form des Lebenswerkes, vor allem weil Häuser auch was recht dauerhaftes sind. Das ist ja ein zweiter Aspekt: Es sollte was dauerhaftes sein, etwas was man auch der Nachwelt, Kindern, Enkeln etc. vorzeigen kann. (mehr …)

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