Die Schwerlastrakete: Teil 2: Geht es auch ohne?

Michael Griffin, ehemaliger NASA-Administrator sagte einmal in einem Interview, was gegen die Alternativpläne zur Ares V spräche, wäre das man eine große Rakete bräuchte und alle Alternativen aus Teilen der Delta oder Atlas oder dem Shuttle Programm zu wenig Nutzlast hätten. Die Saturn V wäre an der Untergrenze was man brauchte – und in der Tat machte schon eine leichte Nutzlaststeigerung der Saturn V um einige Tonnen deutlich längere Missionen möglich. Will man noch anspruchsvollere Missionen so braucht man mehr Nutzlast. Daher waren Ares V und Ares I Kombination auch auf 60-70 t Nutzlast in eine Fluchtbahn projektiert.

In diesem Punkt gebe ich Griffin recht. Jedoch nicht in dem Punkt, dass man dafür eine Schwerlastrakete braucht. Das will ich im näheren Erläutern. Wobei ich als Vorlage Apollo nehme, da von Orion noch zu wenig bekannt ist Ich stelle hier mal eine Massenbilanz von Apollo auf:

  • Da ist das CM mit knapp 6 t Masse
  • Das Servicemodul: 24,5 t Masse, davon 18,4 t Treibstoff
  • Der Mondlander: 16,4 t Gewicht (mehr …)

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Raumfahrträtsel 22

Tja gerne vergessen, aber die Lösung von „Keiner“ (Super-Nickname, fast so gut wie „Anonym“) war richtig. Inzwischen haben wir eine Inflation an „Erste privat finanzierte Raumfahrtfirma“. Copenhagen Suborbitals schmückt sich damit, Virgin Galatic und natürlich SpaceX. Letztere ist bei Eigenkapital von 150 Millionen Dollar und NASA Vorauszahlungen von 350 Millionen allerdings mehr regierungsfinanziert als andere etablierte Firmen.

Aber die erste Firma, die es nachweislich selbst probiert hat und nicht nur ohne Regierungsmittel auskam, sondern sogar gegen den Willen der Regierung gehandelt hat, war die OTRAG. Man könnte nun viel über das technische Konzept schreiben und das habe ich auch. Aber was der Firma letztendlich zum Verhängnis wurde waren zwei Dinge. Das fehlende Feingefühl von Kayser bei der Wahl des Startortes – zuerst in Zaire und dann in Libyen. Das führte zu politischen Konflikten, selbst Bundeskanzler Schmidt wurde mit dem Gebaren der Firma konfrontiert und schließlich führte dies auch dazu, dass die sehr wohlwollende Behandlung der Firma seitens des Finanzamtes sich nach einigen Jahren dem Ende näherte. (mehr …)

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Der „ideale“ Taschenrechner

Ich habe mich auch durch die Kommentare zu meinem letzten Blog über meinen Taschenrechner mal hingesetzt und mir mal überlegt, was für mich der ideale Taschenrechner ist. Natürlich kann dies nur eine subjektive Meinung sein. Aber ich denke es wird vielen so gehen.

Ich habe mir überlegt was ich von einem Taschenrechner erwarte, wie ich ihn bediene und was ich vermisse.

Das wichtigste ist wohl, dass er einfach zu bedienen ist: Wenn er programmierbar ist und neue Funktionen aufweist, dürfen die sonst häufig benutzten nicht darunter leiden. Das bedeutet, dass es für die neuen Befehle nicht mehr Tasten geben sollte, sondern sie über eine Zusatztaste als zusätzliche Belegung abrufbar sind. Im einfachsten Fall ignoriert man die zusätzliche Belegungsebene wenn man sie nicht braucht. (mehr …)

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Die Schwerlastrakete: Teil 1: Kostenanalyse

Chris Kraft sagte in einem Interview, dass er und andere nicht an eine Rückkehr zum Mond glauben, solange man dort nicht „einfach“ hinkommen kann. Ich würde das „einfach“ (easy) wohl mit preiswert übersetzen, denn schwierig im technischen Sinne ist es nicht. Man war schon dort, das Ziel ist nahe und die Missionen kurz. Es muss eigentlich nichts völlig neu entwickelt werden, wie bei einer Marsexpedition.

Ginge es heute billiger? Das ist meiner Meinung nach unbestritten. Apollo kostete bis zur ersten Mondlandung 21,3 Milliarden Dollar. Diese summe teilte sich wie folgt auf:

  • 6,6 Mrd. $ für die Daturn V
  • 0,9 Mrd. $ für die Triebwerke
  • 1 Mrd. $ Saturn IB
  • 0,9 Mrd. Saturn I
  • 4 Mrd. $ CSM
  • 2 Mrd. $ LM
  • Rest: Programmdurchführung (mehr …)

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Raumfahrträtsel 21

So nun hat es nach zwei Tagen doch noch jemand rausbekommen und ich weiß nun wie ich die Rätsel so stelle, dass sie nicht nach ein paar Stunden gelöst sind… (Keine Sorge es gibt trotzdem noch einfache Rätsel zwischendurch, z.B. heute). Ja es geht um das „Space Adaptions Syndrome“ SAS, oder einfach Weltraumkrankheit genannt. Wie vielleicht im Dunstkreis meiner Blogleser bekannt, entsteht das Phänomen dadurch, dass Augen und Gleichgewichtssinn unterschiedliche Signale ans Gehirn senden. Die Augen sagen, „alles bewegt sich, ich kann mich im Raum drehen und die ganze Welt dreht sich um mich herum“ und der Gleichgewichtssinn sagt „nichts passiert, ich liege ruhig da“. Verantwortlich sind da kleine Kristalle im Gehörgang die eben der Schwerkraft folgen, oder eben in Schwerelosigkeit nicht.

Am ehesten vergleichbar ist das der Übelkeit auf See: Auf einem Schiff bemerkt man die Bewegung des Wellengangs, aber da sich das Schiff genauso wie man selbst bewegt, steht das was man sieht nicht im Einklang mit dem was der Gleichgewichtssinn sagt.

Zurück zu meinem Rätsel. Am Anfang der Raumfahrt war das Phänomen unbekannt. Es trat bei Mercury und Gemini nicht auf, weil die Kapseln zu klein waren (man zog die Kapseln an, wie es damals hieß). Die Astronauten konnten sich nicht bewegen. Es gab zwar die Meldung der Erkrankung von German Titow, aber der wurde bei der NASA nicht viel Bedeutung beigewesen. Später veröffentlichten die UdSSR nichts mehr obwohl das Phänomen weiterhin auftrat, wahrscheinlich weil sie vermeiden wollten dass ihre Kosmonauten wie Schwächlinge wirkten. (mehr …)

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