Chips: Ist das Ende der Fahnenstange erreicht?

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… und zwar in der Integrationsdichte. Aber ich will wieder mal ausholen und die Technologie der Chipfertigung und ihr Erfolg Revue passieren lassen. Jack Kilby von Texas Instruments entwickelte 1958 die erste integrierte Schaltung. Auch wenn wir das für einen Meilenstein halten, in den ersten Jahren sah es nicht so aus, als würde sie sich durchsetzen. Ab Anfang der Sechziger Jahre produzierte Fairchild die ersten integrierten Schaltungen, die sich aber nur schwer vermarkten ließen. Der Grund war einfach: auf eine Schaltung passten damals nur wenige Transistorfunktionen (es gibt in integrierten Schaltungen auch andere elektrische Elemente wie widerstände die werden aber auch durch Transistoren realisiert sodass man von Transistorfunktionen spricht). Sie brauchten nicht weniger Platz als wenn man die Transistoren miteinander verlötete und das war einfach billiger. Das erste IC von Fairchild von 1960 nutzte anders als der Prototyp von Kilby schon Silizium als Substrat und war ein Flip-Flop mit 4 Transistoren und 5 Widerständen. Es war 1,5 x 1,5 mm groß und wurde auf Wafern von 1 Zoll (25,4 mm Durchmesser) produziert. (mehr …)

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Eine Bilanz des Artemisprogramms oder warum bemannte Programme zum Mars oder Mond so schwierig sind

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Noch ist das NASA-Budget nicht fixiert, zwar enthielt die „Big Beautifull Bill“ schon die 10 Milliarden die Republikanische Abgeordnete für ihre Bundesstaaten mit Zentren und Firmen für die bemannte Raumfahrt haben wollten, aber ein überparteilicher Entwurf, der die NASA mit fast demselben Budget wie dieses Jahr ausstattet und vor allem die vielen Kürzungen im Science Budget aufhebt, hängt zwischen den beiden Kammern.

Auch wenn es durch die 10 Milliardenspritze wohl noch zwei wertere Artemismissionen geben wird, Trump wollte ja nach Artemis 3 alles einstellen, kann man doch eine Bilanz des Artemisprogramms bis jetzt ziehen, wobei ich dies weiter fassen will und die bisherigen bemannten Programme in finanzieller Hinsicht mal Revue streichen lassen will. (mehr …)

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Vor 60 Jahren: Mariner 4 erreicht den Mars

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Heute, am 15. Juli 1965 um 1 Uhr UTZ, also vor genau 60 Jahren flog Mariner 4 am Mars vorbei. Mariner 4 war nicht die erste Marssonde, aber die erste, die es auch bis zum Mars schaffte. Ihre Schwestersonde Mariner 3 schaffte das nicht, ebenso fünf Raumsonden der Sowjetunion die 1960 und 1962 gestartet wurden. Ich will nicht die ganze Mission hier wiedergeben, weil es auch einen ausführlichen Artikel auf der Website gibt. Aber eine kleine Zusammenfassung und dann ein Vergleich zu heute.

Mariner 3+4 sollten den Mars passieren. Es gab sieben Experimente an Bord, die meisten Instrumente maßen aber die Umgebung der Sonne, detektierten Staub, geladene Teilchen oder energiereiche Strahlung. Das war damals nicht unüblich, denn die Sonden waren monatelang unterwegs und diese Zeit konnte man so ausnutzen. Die einzigen beiden Experimente, die nur für den Mars ausgelegt waren, war eine miniaturisierte Kamera und ein Magnetometer. Dazu kam als passives Experiment, damals noch als Test gedacht die Funkverbindung der Sonde die man nutzen konnte um Eigenschaften der Atmosphäre zu bestimmen, wenn kurz vor dem Eintritt in den Marsschatten das Signal die Atmosphäre passieren muss. (mehr …)

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Es ist offiziell: Die USA sind eine Bananenrepublik – Teil 2

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So nun geht es weiter mit meinem zweiteiligen Beitrag über Trumps Pläne für die NASA, diesmal um den Bereich bemannte Raumfahrt und speziell die Änderung des Gesetzesentwurfs durch den Senat. Gestern erschien der erste Teil der sich mit dem System von Trump und der unbemannten Raumfahrt befasste.

Bemannte Raumfahrt

Im Haushaltsentwurf für 2026 sah es für die bemannte Raumfahrt erst mal gar nicht so schlecht aus, sie bekam sogar 700 Millionen Dollar mehr als im Budget für 2025. Das ändert sich aber in den nächsten Jahren. Der Grund ist, dass man hier die Missionen, die schon angefangen sind nicht einstellen will. Das sind Artemis 2 und 3. Beide verzögern sich. Bei Artemis 2 weil man Auffälligkeiten im Hitzeschutzschild nach der ersten Mission feststellte und auch weil man keine Eile hatte – denn da für Artemis 3 das Lunar Starship benötigt wird und das Jahre hinter dem Zeitplan hinterher hinkt rutscht diese nächste Mission immer weiter nach hinten. Ursprünglich sollte Artemis 3 im Juli 2024 stattfinden, inzwischen redet die NASA von „nicht vor September 2027“. Will heißen, die Mission kann auch noch später erst stattfinden. (mehr …)

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Es ist offiziell: Die USA sind eine Bananenrepublik

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Der heutige und morgige Blog dreht sich um den nächsten NASA-Haushalt und die Änderungen durch den Senat. Eigentlich sollte es ein kleiner Blog werden, aber dann fiel mir so viel ein, dass er doch so lang wurde. Dass ich ihn in zwei Teile aufgeteilt habe. Dieser erste Teil geht auf die unbemannte Raumfahrt und die allgemeinen Kürzungen ein, der zweite Teil morgen dann um den bemannten Teil und die Änderungen durch den Senat. Wenn ihr Kommentare zu diesem Teil habt, aber nicht zur bemannten Raumfahrt dann könnt ihr schon loslegen, ansonsten wartet bis morgen.

Wikipedia definiert eine „Bananenrepublik“ folgendermaßen: „Bananenrepublik ist eine abwertende Bezeichnung für autokratische Staaten, in denen Korruption und Bestechlichkeit vorherrschen.[1] Die Bezeichnung geht zurück auf kleine Länder in den tropischen Gebieten Amerikas, die besonders vom Export von Bananen leben und von fremdem, meist US-amerikanischem Kapital abhängig sind.„. Ich denke da sind die USA nun angekommen, nachdem die „Big Beautiful Bill“ nun durch ist. Dieses Gesetz hat etliche Aspekte, aber im Wesentlichen ist es doch so, dass ein Milliardär der Präsident ist vorwiegend die Steuer für Reiche senkt, was man schon als Korruption ansehen könnte. Ich möchte auf das ganze Paket nicht eingehen, davon verstehe ich zu wenig von der US-Politik, aber auf den NASA-Haushalt. (mehr …)

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