Die größten Rätsel in der frühen Erdgeschichte (2)

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So weiter geht es mit dem Artikel zu fragen oder Rätseln der frühen Erdgeschichte also vor dem Kambrium. Dieser Teil schließt inhaltlich an den ersten Teil von gestern an.

Die langsame Evolution der Eukaryoten

Biologen unterscheiden zwischen Prokaryonten und Eukaryoten. Alle Bakterien, einschließlich der Cyanobakterien, sind Prokaryoten – Zellen ohne Zellkern. Ihre DNA schwimmt frei in der Zelle und liegt in Ringform vor. Eukaryoten hingegen besitzen einen Zellkern, in dem sich die DNA befindet, die aufgerollt ist und dadurch weniger Platz einnimmt.

Darüber hinaus besitzen Eukaryoten weitere Organellen, also Subzellen mit eigenständigen Funktionen, zum Beispiel für die Proteinsynthese oder die Gewinnung von Energie durch stufenweise Oxidation in den Mitochondrien. Eukaryotische Zellen sind wesentlich komplexer und leistungsfähiger als Prokaryoten, und nur sie bilden mehrzellige Organismen, deren Zellen sich zu Organen differenzieren. Bakterien können zwar Matten bilden, aber ihre Zellen sind nicht miteinander verbunden und formen daher keinen Organismus. (mehr …)

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Die größten Rätsel in der frühen Erdgeschichte (1)

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Wir wissen immer noch sehr wenig über einen Großteil der Geschichte der Erde. Sie entstand vor 4,6 Milliarden Jahren. Bis vor 600 Millionen Jahren – also über den größten Teil dieser Zeit – gibt es kaum Fossilienfunde, und auch alte Gesteine werden umso seltener, je weiter man in der Zeit zurückgeht. In diesem zweiteiligen Blog möchte ich einige offene Fragen oder Rätsel dieser frühen Epoche diskutieren. Wie öfters wurde der Artikel zu lang, sodass ihr heute Teil 1 seht, morgen dann Teil 2. (mehr …)

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Die Landung des Starships auf dem Mars

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Es wird mal Zeit, sich mit der geplanten Marslandung des Starships zu beschäftigen. Das tut ja anscheinend keiner außer mir, sonst wäre anderen schon etwas aufgefallen.

Die Grundproblematik ist die gleiche wie für Raumsonden: Der Mars hat eine extrem dünne Atmosphäre. Deren Bodendruck liegt bei „Normalnull“ (mangels Meeren willkürlich festgelegt für den Tripelpunkt des Wassers) bei 6,1 mb. Das entspricht rund 1/170 des Drucks auf Meereshöhe bei der Erde. Die Atmosphäre bremst also weitaus weniger stark ab.

Raumsonden haben stumpfkegelförmige Verkleidungen mit einem hohen Luftwiderstandsbeiwert. Dadurch werden sie gut abgebremst. Bei Auslösung der Fallschirme in niedriger Höhe sind sie jedoch immer noch überschallschnell. Bei Viking waren es z. B. 1.400 km/h. Das erreicht ein Kampfflugzeug bei uns nur mit Nachbrenner. (mehr …)

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Die Falcon 9 – eine Nachlese (2)

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So und hier folgt der zweite Teil der Nachbetrachtung der Falcon 9, er schließt an den ersten Teil von gestern an. Den ganzen Artikel gibt es auch auf der Website.

Nutzlastverkleidung

Ein einziges System wurde beim Übergang von der ersten zur heutigen Version kleiner: Die Nutzlastverkleidung wurde von 15,24 auf 13,9 m verkürzt. Sie reicht aus für Kommunikationssatelliten in GTO-Bahnen, ebenso wie die meisten kommerziellen Starts in den LEO, da dort selten die maximal mögliche Nutzlast der Falcon 9 ausgeschöpft wird. Wäre dies der Fall, so wäre sie zu klein. Bei Abbildungen der Starlink-Satelliten vor der Verkleidung wird deutlich, dass sie auch hier an die Grenze gekommen ist. Das schränkt, weil die Verkleidung dieselbe ist, den Einsatz der Falcon Heavy ein. Das dürfte auch der Grund sein, warum SpaceX keine Falcon Heavy für Starlink-Transporte einsetzt, obwohl man so dreimal schwererer Nutzlasten transportieren könnte, aber man hat eben nicht den Platz dafür. (mehr …)

WeiterlesenDie Falcon 9 – eine Nachlese (2)

Die Falcon 9 – eine Nachlese (1)

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Nachdem „SimonVR“ mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass mein Falcon 9 Artikel sowie der über die Entwicklung der Falcon 9 doch etwas abgehangen ist, denke ich, mache ich mal einen Blog dazu. Zuerst mal, worum es hier NICHT geht: nämlich eine Einsatzgeschichte der Falcon 9. Ebenso habe ich die wirtschaftliche Seite weitestgehend weggelassen, die kennt auch kein Außenstehender, auch wenn eine Recherche ergab, dass die Falcon 9 trotz Wiederverwendung in der Herstellung erstaunlich teuer ist. Die wenigen Daten, die man hat, zeigen, dass das Merlin-Triebwerk trotz der enormen Stückzahl (12 neue Erststufen und 150 Zweitstufen = ~250 Triebwerke pro Jahr) recht teuer ist, und die Zweitstufe, obwohl auch von ihr 10–20-mal mehr Exemplare als von der Konkurrenz gefertigt werden, ebenfalls.

Ich nutze den Blog, um einige Kritikpunkte, die ich schon vor einem Jahrzehnt machte, nochmals anzubringen und konsolidiert zu erklären. Es handelt sich um bewusste Falschinformationen, oder umgangssprachlich „Lügen“. Ich weiß, SpaceX-Fans ignorieren dies, aber wenn eine Firma einen schon bei technischen Angaben belügt, wie ist es dann erst bei wirtschaftlichen Daten? Wobei ich denke, die schlechte Bilanz der Testflüge des Starships und der Tatsache, dass die bisherigen Versionen praktisch keine Nutzlast haben, vielleicht dem einen oder anderen Fan zum Umdenken bringen.

Der Artikel wurde so lang, dass ich ihn in zwei Teilen veröffentliche. Die einzelnen Subteile sind aber in sich abgeschlossen sodass ihr schon nach diesem ersten Teil kommentieren könnt.Den ganzen Artikel auch dauerhaft zum Nachschlagen findet ihr jetzt schon auf der Website. (mehr …)

WeiterlesenDie Falcon 9 – eine Nachlese (1)