Eine verpasste Chance: die gestrichene SLS Nutzlast

Eigentlich sollte eine Mission für den ersten Teststart der SLS keine große Sache sein, doch wie jetzt bekannt wurde, war die Nutzlastwahl durchaus nicht so einfach.

Alles fing mit einem Experiment an, das 2013 am Stanford Linear Accelerator Center (SLAC) durchgeführt wurde. Eine Forschergruppe der UA (University of Arizona), die auch an zahlreichen Experimenten von Raumsonden beteiligt ist und die Führung bei der 2008 gestarteten Phoenix Mission hatte, wollte die „Sequestration“ 2013 für ein Experiment nutzen. Der SLAC wurde damals gerade umgebaut für ein neues Experiment und mit der Zwangsbeurlaubung waren auch wenige Arbeiter vor Ort. Dies waren nach Ansicht der Forscher ideale Bedingungen für einen Test der interferometrischen Optik unter Weltraumbedingungen. (mehr …)

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„Bitte benutzen sie die Handschuhe“

So eine Verkäuferin bei ALDI zu mir, als ich gestern mir aus dem Fach zwei Brezeln nahm. Unsere Filiale hat von den sonst bei ALDI bisher üblichen Aufbackautomaten auf echte Backöfen umgestellt. An und für sich eine Verbesserung, denn auch wenn die Firma bisher mit „Backöfen“ warb, war es so, dass diese Automaten fertig gebackene und dann tiefgekühlte Waren nur nochmals aufwärmten, wobei sie im Ofen im Kreis zirkulierte, bis jemand auf den Knopf drückte und die Ware anforderte. Das ging ganz gut bei Brötchen, die man bald isst. Brot kam meiner Erfahrung nach aber immer mit einer enorm dicken und harten Kruste heraus.

Nun hat ALDI, wie andere Discounter Backöfen, die von einer Angestellten regelmäßig geleert und in die Auslagen umgefüllt werden. Dort muss man sich nun selbst bedienen. Jeder Discounter hat dazu ein System eingeführt, damit der Kunde die Backwaren möglichst nicht anfasst. Bei LIDL sind es große Schaufeln, mit denen man vom vorne abgeschlossenen Auslagenkorb das Ganze in eine Rutsche umbugsiert. Das ist meiner Erfahrung nach das einzige System das wirklich funktioniert. Bei Real ist es ein überdimensionaler Doppellöffel, der deutlich umständlicher ist (mir ist schon mehrmals ein Brötchen auf den Boden gefallen, was nicht im Sinne des Erfinders ist), vor allem aber an einer viel zu kurzen Leine hängt, sodass das ganze im besten Fall umständlich ist. Bei ALDI sind es nun überdimensionale Folienhandschuhe, mit denen man die Dinge anfassen soll. (mehr …)

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Die Startpreise

Letzte Woche machte ein ULA-Angestellter bei einem Vortrag einige Anmerkungen über ULA und die Situation in den USA, einen Tag später wurde er gefeuert. Aber die Ausführungen sind interessant. Es gibt in dem Artikel einiges, was man ohne selbst involviert zu sein schwer beurteilen kann, so ob das BE-4 oder AR-1 die bessere Wahl ist. Nach den Zahlen ist es das BE-4 das weiter in der Entwicklung ist und billiger wird. Aber es gibt einiges das auch ich zu kommentieren habe.

Das erste ist die Bemerkung das Senator McCain offensichtlich nicht rational handelt. Man kann das aus verschiedenen Gesichtspunkten sehen, so als „attack dog“ von SpaceX. Das Argument ist nicht von der Hand zu weisen, denn was er tut schadet nur dem eigenen Land, nützt aber niemanden außer SpaceX. SpaceX hat inzwischen auch seine Aussagen für Lobbyismus enorm erhöht und gibt dafür mehr als ULA aus – vor einigen Jahren war es noch umgekehrt. Da wird sicher viel bei McCain hängen bleiben. Die Tatsachen sind: Als man die RD-180 bestellte war die Abhängigkeit von einer russischen Firma schon ein wichtiger Punkt. Der Ursprungsvertrag war daher so ausgelegt, dass die Stückzahl hoch war und die Lieferfristen so, dass man immer genügend Triebwerke hatte, um nicht nur das aktuelle Jahr abzudecken sondern im Notfall eine eigene Produktion aufbauen zu können. Die Rechte für die Produktion bekam man ebenso wie die Unterlagen über den Aufbau und Tests. Es war der USAF aber bisher immer zu teuer, die Produktion aufzubauen, zumal die in den USA gebauten Triebwerke auch nicht billiger werden. Wenn man nun plötzlich entdeckt das man russische Triebwerke einsetzt um dann einen Bann auszusprechen, ohne irgendetwas zu tun um Ersatz zu schaffen, dann ist das nur dämlich. Russland schadet der Verkauf einiger Triebwerke gar nicht, aber die eignen Nutzlasten des Militärs sind betroffen, ja genau des Militärs, das doch sonst über allem steht und nie Haushaltskürzungen hinnehmen muss, auch wenn sonst jeder zurückstehen muss. Besonders pikant ist das Orbital während der Ukrainekrise ja einen neuen Vertrag über die Lieferung der RD-181 abgeschlossen hat. Wenn die politische Richtung wirklich ernst gemeint ist dann hätte man sicher Orbital davor gewarnt, vor allem aber schon 2014 eine Alternative gesucht. Das macht man nun, nach zwei Jahren. Das zeigt das es eigentlich nicht um die RD-180 geht oder nationale Unabhängigkeit. Würde man nur unabhängig sein wollen, so wäre es die einfachste Möglichkeit das RD-180 in den USA zu bauen, die Rechte hat man und ULA selbst sagte ja dass beide Nachfolger dem RD-180 unterlegen sind. Daher bekommt die Vulkan auch leistungsfähigere Booster um dies auszugleichen. (mehr …)

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Mars, Venus und Erde als Sprungbretter im Sonnensystem

Wenn man an Gravity Assist oder Swing-By denkt, dann sicher an die klassischen Reisen von Voyager, vielleicht auch Mariner 10. Seit Galileo jedoch nicht mehr direkt zu Jupiter gelangen konnte sind Vorbeiflüge an den inneren Planeten die Regel. Heute will ich mal Venus und Mars als Sprungbrett untersuchen. Fangen wir mit dem Mars an. (mehr …)

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Thermonukleare Antriebe

Nein, es geht heute nicht in diesem Beitrag um Atomwaffen als Antrieb, auch wenn es immer wieder Vorschläge gibt, diese zu nutzen. Es geht heute um eine andere Form des Antriebs, der aber auch Kernenergie nutzt, um ein Gas zu erhitzen und durch dessen thermische Energie sich fortzubewegen. Ich kam auf die Idee, als ich nach einem Aprilscherz suchte. Meine Idee: Die NASA entwickelt einen neuen Antrieb für zwei geplante Raumsonden zu Uranus und Neptun. Um diese in annehmbarer Zeit erreichen zu können, braucht man schnelle Bahnen die zur Folge haben, dass man beim Ziel stark abbremsen muss. Dafür gibt es einen neuen Antrieb, der die Wärmeenergie der RTG nutzt, um Wasserstoff aufzuheizen und diesen durch eine Düse zu expandieren. (mehr …)

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