Wie startet man Raketentriebwerke?

Eine interessante Frage, denn bis heute gilt der Startvorgang als der kritische Vorgang, bei dem am meisten schief gehen kann. Nicht umsonst geht der Trend dazu möglichst wenige Triebwerke im Flug zu zünden. Arbeiten wir uns in der Schwierigkeit nach oben.

Druckgeförderte Triebwerke mit hypergolen Triebstoffen: Heute in zahlreichen Satelliten eingesetzt, aber auch in einigen Oberstufen wie der EPS oder Delta. Die Technologie ist auch deswegen so verbreitet weil sie so einfach und zuverlässig ist.

Es reicht im Prinzip die Ventile zu öffnen. Der Druck in den Tanks treibt den Treibstoff in die Leitungen. Bei Zünden unter Schwerelosigkeit und nicht ganz vollen Tanks wird es schwieriger. Dann wird entweder durch ein dehnbares Diaphragma der Druck auf die Flüssigkeit ausgeübt, sodass es keine Gasblase geben kann (Das Druckgas ist nur in dem einen Teil der von dem Treibstoff durch eine Membran abgetrennt ist.

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EPOXI

Heute wird die Raumsonde Deep Impact am Kometen Hartley 2 vorbeifliegen. Eigentlich hatte Deep Impact seine Mission ja schon abgeschlossen. Die Raumsonde war am Unabhängigkeitstag 2005 am KometenTempel 2 vorbeigeflogen und hatte den Einschlag eines vorher abgesetzten Impaktors fotografiert.

Danach wurde die Sonde erst mal deaktiviert und entschieden was mit ihr geschehen könnte. Schlussendlich war die Hauptsonde ohne Impaktor noch betriebsbereit und verfügte über genügend Treibstoff. Das einzige Manko war schon nach dem Start erkannt worden. Die hochauflösende Kamera war defokussiert und erreichte nicht die gewünschte Schärfe und Auflösung.

Nach dem Vorbeiflug an Tempel 1 wurde Deep Impact zuerst einmal deaktiviert und es begann die Suche nach einem zweiten Vorbeiflugziel. Lange Zeit war ungewiss, ob eine verlängerte Mission möglich war, da zum selben Zeitpunkt die NASA begann Gelder einzusparen und erwog zahlreiche Raumsonden die ihre primäre Mission absolviert hatten abzuschalten um Geld für die Überwachung zu sparen.

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Revolutionär, begehrt und absolut nutzlos

Ja das könnte man über den ersten „PC“ sagen, den Altair 8800. Er läutete die PC Revolution ein. Er rettete MITS vor dem finanziellen Bankrott und er machte Microsoft bekannt. Die Geschichte ist ja bekannt und findet sich auch auf meiner Website. Die Frage ist eigentlich: Warum waren die Leute so wild auf den „PC“. Viele sandten an MITS Schecks per Vorkasse und sanierten dami6 die Firma, die ja an die Zeitschrift „Popular Electronics“ einen Prototypen sandte – mehr gab es nicht.

Der Altair 8800 war selbst nach damaligen Maßstäben ein recht nutzloses Gerät. Viele können sich an die Einplatinencomputer zum Assembler Lernen erinnern, die man in Hexadezimal programmieren konnte – die waren gegenüber dem Altair 8800 eine echte Revolution, denn da gab es immerhin eine Hexadezimaltastatur und eine Sieben-Segment Anzeige!

Der Altair konnte nur mit Schaltern programmiert werden – acht Kippschalter pro Byte umlegen, einen Bestätigungsschalter umlegen. Ausgabemedium waren Leuchtdioden, welche den Inhalt des Datenbusses und Adressbusses wiedergaben. Das einen „Computer“ zu nennen ist schon etwas kühn. Wer in die 256 Bytes des Speichers ein nützliches Programm einspeichern konnte sah sich mit einem neuen Problem konfrontiert – das Gerät hatte in der Grundausstattung keinen Massenspeicher. (mehr …)

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