Das Problem mit vielen Triebwerken

Nun die Antwort auf die obige implizit gestellte Frage ist ganz einfach: Jedes Triebwerk ist eine Fehlerquelle. Ich will mich auf Triebwerke mit flüssigen Treibstoffen beschränken, da Feststoffbooster insgesamt zuverlässiger sind, zumindest sagt uns das die Statistik der Fehlstarts von Trägerraketen. Ein Triebwerk mit flüssigen Triebwerken hat aufgrund der beweglichen Teile mehr Möglichkeiten auszufallen.

Nehmen wir ein Beispiel: Eine Rakete mit zwei Stufen und je einem Triebwerk, z.B. die Delta IV, verglichen mit einer mit drei Stufen und sechs Triebwerken in den drei Stufen (4, 1, 1), z.B. die Ariane 1-3. Nehmen wir an jedes Triebwerk hat ein Ausfallsrisiko von 1%. Daneben gibt es noch andere Subsysteme in der Rakete z.B. Steuerung, Stufentrennung, Tanks, Ventile, die versagen können. sagen wir diese sind für 1% der Fehlstarts verantwortlich.

Im einen Fall beträgt dann das Risiko eines Fehlstarts 3%, im anderen 7% – klingt nach wenig, doch absolut bedeutet das eine Steigerung um 133%. Wenn man nun übergeht wie bei der Saturn IB, Ariane 4 oder Falcon 9 auf acht bis neun Triebwerke in der ersten Stufe, so wird das Risiko noch größer und bei der N-1 mit insgesamt 44 Triebwerken in fünf Stufen ist ein Ausfall schon recht wahrscheinlich. (mehr …)

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Wir bauen uns eine Superrakete

Ares, Saturn V, N-1, Energija – teure Träger für wenige Missionen. Geht’s nicht auch einfacher und um ein paar Milliarden billiger? Klar doch, nur verdienen dann einige Raumfahrtfirmen nicht so viel und Raumfahrtbehörden haben keine neuen, teuren Projekte am Laufen. Der Schlüssel ist das Clustern von Stufen. Ich will mal zeigen wie dies am Beispiel der Ariane 5 Technologie möglich ist.

Stufe 3: Im Inneren steckt die dritte Stufe. Es ist eine normale Ariane 5 EPC.

Stufe 2: Sie wird umgeben von sechs weiteren Ariane 5 EPC. Sie bilden die zweite Stufe

Stufe 3: An jedem dieser sechs EPC sitzen zwei Ariane 5 Booster, nur eben nicht im 180 Abstand (das ist räumlich nicht möglich, sondern an der Außenseite. (mehr …)

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Europäische Trägerraketen 2: Ariane 5 und Vega

Europäische Trägerraketen 2
Europäische Trägerraketen 2

So, nun ist es erschienen und ich mache wie immer an dieser Stelle wieder Werbung für das Buch. Ich könnte es ganz einfach machen und mal Thomas zitieren, der Korrekturleser war. Es gibt ja jedes Mal ein Buch von mir als kleine Aufmerksamkeit für das Lesen und da die Auswahlmöglichkeit ob es das gelesene ist oder ein anderes (schließlich ist der Inhalt des gelesen ja schon bekannt). Das bekam ich als Antwort:

Ja, den Band 2 würde ich gerne bekommen, er ist glaub ich wirklich DAS Referenzbuch zu Ariane 5 !!! ;-)) „

aber ihr kennt mich, es gibt noch etwas mehr Reklame. Das Buch ist wirklich voll mit Fakten, es enthält etwa viermal mehr Text als meine Aufsätze auf der Website. eine Fülle von Daten stecken in alleine über 100 Tabellen. Ergänzt durch 160 Grafiken, darunter welchen die man so nicht so häufig sieht oder von mir erstellt wurden, wie Sequenzen aus Ariane 5 Launch Videos. (mehr …)

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Die Heimcomputerschwemme

ORIC 1

Wer wie ich in den Achtzigern seine Jugend verbrachte kann sich noch erinnern: die vielen verschiedenen Heimcomputer die es gab, wobei (um gleich mal eine Unterscheidung zu treffen) mich auf die 8-Bitter beschränken will. Sicher fallen den meisten noch Namen wie die Amstrad CPC Serie, der legendäre C64 oder der Sinclair Spektrum ein. Doch das sind nur die bekanntesten einer ganzen Schar. Da gab es noch das Video Genie, den Dragon, den Oric, den Tatung Einstein, die ganze Serie von Spectravideo, den Adam von Colleco und dann noch die MSX Serie.

Obwohl damals es so viel mehr verschiedene Rechner gab, waren die Stückzahlen bescheiden – in den Achtzigern war der Computer noch die Ausnahme im heimischen Wohnzimmer. Wie aber ging trotzdem die Rechnung auf? Nun ich will man beleuchten, warum es so viele Rechner gab. Es gibt einen einfachen Grund: Weil es technisch so einfach war.

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