Die alternative Apollo 17 Mission

Sowohl in den Gene Kranz Memoiren wie auch Chaikins Buch A Man on the Moon findet sich die Passage, dass Harrison Schmidt plante auf der Mondrückseite zu landen und dafür Trajektorien durchrechnen ließ. Dies wurde ihm schließlich untersagt, da die Landeplätze schon festgelegt waren. Aber tun wir mal so als wäre die Frage offen gewesen: Was hätte dafür und dagegen gesprochen?
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Die ominösen sp2 und sp3 Konfigurationen

Da ich wahrscheinlich in meinen Aufsätzen noch ein paar mal mit Fachbegriffen um mich werfe, an dieser Stelle eine Erklärung von zweien. Fangen wir mal ganz elementar an. Elektronen halten sich nach den Atommodellen der Physiker in Orbitalen auf. Um Missverständnissen vorzubeugen: Das sind keine definierten Bahnen und sie haben keine Ähnlichkeit zu den Orbits von Planeten und Satelliten. Man kann sie dann noch nach den Energieniveaus in verschiedenen Schalen anordnen. Daher kommen die Buchstaben: Eine s-Schale ist besetzt mit zwei Elektronen. Es kommt dann die p-Schale mit sechs Elektronen. (Zur Vervollständigung: Es gibt noch die d-Schale mit 18 Elektronen und die f-Schale mit 32 Elektronen (Gesetzmäßigkeit: 2*n²)).

Wenn man in Büchern nachschaut, findet man dann Abbildungen dieser Schalen, wobei diese die Aufenthaltswahrscheinlichkeit angeben. Vereinfacht gesagt, den Raumbereich in dem sich ein Elektron am häufigsten aufhält. Eine s-Schale ist kugelförmig. Eine p-Schale hantelförmig. Jede Schale nimmt maximal zwei Elektronen auf. So gibt es drei p-Schalen die in den drei Raumachsen angeordnet sind (px, py und pz).

Wichtig ist: Für Bindungen stehen nur die äußeren Schalen zur Verfügung, die nicht vollständig besetzt sind. Alle anderen Schalen beteiligen sich nicht an chemischen Bindungen. (mehr …)

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Was man lernen muss um bei der bemannten Raumfahrt mitspielen will

Während meines Urlaubs lass ich Moon Lander: How We Developed the Apollo Lunar Module (Smithsonian History of Aviation and Spaceflight). Es ist ein Buch des LM Chefdesigners Thomas Kelly über die Entwicklung des Mondlanders.  Es ist recht lesenswert, wenn man sich für die Entwicklungsgeschichte interessiert und wie ich denke auch ehrlich. Es beginnt ganz optimistisch: Wie Kelly als Chef einer kleinen Grumman Truppe beschreibt, wie sie sich zuerst für die Kommandokapsel bewerben wollen, das Management aber dies als finanziell zu riskant ansieht und dann er das Konzept des LEM entwirft. Dem Konzept auf das er stolz ist, folgen aber Frustrationen bei der Entwicklung – Gewichtsprobleme, technische Probleme und bei der Fertigung (Undichtigkeiten, Drähte die nicht halten, Verbrennungsinstabilitäten).

Vor allem war für mich lehrreich, wie es immer wieder Probleme zwischen Grumman und der NASA gab. Nach dem NASA Ranking wurde Grumman schlecht eingestuft. nicht nur weil die Firma den Kostenrahmen nicht einhalten konnte und im Zeitplan zurück lag, sondern vor allem weil sie nicht das Apollo Konzept bei dem Design und der Fertigung übernommen hat. Neu war für Grumman, das alles extensiv dokumentiert werden musste. Für jede kleinste Arbeitstätigkeit musste eine Vorschrift erstellt werden. Jeder Arbeiter musste die Checklisten durchgehen, jeden Schritt quittieren und über alles Protokoll führen. Auch die Tests überforderten Grumman – die NASA forderte überall extensive Tests und praktische Prüfungen und Grumman meinte oft mit statischen Tests Aussagen über die Fehleranfälligkeit treffen zu können. Bei einigen Punkten stimmte auch Kelly der NASA zu, z.B. der Testvorgehensweise, hatte aber nicht die Befugnis das überall durchzusehen. (mehr …)

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Der nationale Erkundungssatellit

Ich will heute mal an einem fiktiven Beispiel zeigen wo die Probleme eines Aufklärungssatelliten liegen. Nehmen wir mal an, die deutsche Regierung wöllte einen täglichen Überblick haben was so in Deutschland los ist – wo es Staus gibt, wo Umweltsünder am Werke sind etc. Dafür soll ein Satellit angeschafft werden der nur Deutschland aufnimmt, dafür in hoher Auflösung und möglichst oft. Was sind die Anforderungen an ein solches System?

Nun: Zuerst zu „möglichst oft“: Der Orbit eines Satelliten bleibt raumfest, während sich die Erde unter ihm dreht. Das minimale Intervall bei dem ein Gebiet erneut besucht werden kann ist ein Tag. Doch dann muss der Satellit auch an der richtigen Stelle sein. Nehmen wir einen Orbit von 100 Minuten Umlaufszeit. Nach einem Tag (1440 Minuten) hat der Satellit 14,4 Orbits dann durchlaufen – die 0,4 Orbits zuviel entsprechen einer Winkelstrecke von 144 Grad, das heißt er dürfte sich dann nahe des Südpols sein. Wenn er nach 0,6 Umläufen wieder über dem Breitengrad von Deutschland ist, hat sich die Erde schon um 1070 km weiter gedreht, er würde also Spanien überfliegen. (mehr …)

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