Was ist Separatorenfleisch?

Ein Thema, das alle paar Jahre von den Medien erneut aufgegriffen wird, ist Separatorenfleisch. Von dem Fleisch, das ein Tier liefert, sitzt einiges fest an den Knochen. Wenn sie selbst Fleisch entbeinen, so wissen sie, dass an den Knochen noch Fleisch haftet. Bei Gelenken ist es durch Sehnen relativ viel, an glatten Knochen relativ wenig.

Separatorenfleisch ist solches Fleisch, das früher durch feuchte Hitze oder mechanische Bearbeitung (Abschaben) abgetrennt wird. Heute üblich ist die Druckluftbehandlung. Die Knochen werden zuerst grob zerkleinert und dann in großen Kesseln gegen ein Sieb gepresst. Druckluft drückt das Fleisch durch das Sieb und trennt es so vom Knochen. Wird der Druck zu hoch eingestellt, dann brechen die Knochen und Knochenreste und Knorpel geraten mit ins Fleisch. (mehr …)

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Ist Gelatinezufuhr (etwa in Form von Wackelpudding) gut für den Knorpelaufbau?

Nein. Der Mensch benötigt zum Aufbau von körpereigenem Eiweiß acht Aminosäuren, die er nicht selbst bilden kann. Die anderen 12 im Körper enthaltenen kann er aus diesen elementaren Aminosäuren aufbauen. Sie sind also gewissermaßen die „Basismodelle“, die chemische Strukturen enthalten, welche der Körper selbst nicht bilden, wohl aber modifizieren kann.

Das Eiweiß im Bindegewebe besteht aus Kollagen, in reiner Form ist es als Gelatine im Handel. Kollagen findet man aber auch im Knorpelgewebe. Es besteht aus drei miteinander verschlungenen wendelförmigen Molekülen, die so einen Strang bilden. Der Aufbau ist für ein Eiweiß sehr einfach, jede dritte Aminosäure ist die einfachste, Glycin. Die Wendeln bestehen aus der Sequenz Glycin-X-Y, wobei die Aminosäure Prolin sehr häufig in der X-Position zu finden ist und die daraus gebildete Aminosäure Hydroxyprolin in der Y-Position. Aus diesen drei Aminosäuren besteht mehr als die Hälfte des Moleküls, keine ist essenziell und die essenziellen Aminosäuren Cystin und Tryptophan fehlen komplett. (mehr …)

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Wasser als Aprilscherz

Also die Frage für die Siebtklässler brachte mich zu meinem heutigen Thema, einem kurzen, weil ich in den letzten Tagen nicht zu neuen Blogs kam, ich habe mich Hochdruck die Endkorrekturen für das MSL Buch abgeschlossen, sodass es zu der zweiten Korrekturleserrunde gehen kann.

Aprilscherze gibt es auch in der Uni. Einmal hat jemand an den Hähnen für destilliertes Wasser einen Hinweis angebracht, dass das Wasser durch einen falsch beschickten Ionnaustauscher mit Dihydrogenoxid belastet ist. Das hat immerhin einige Stunden gedauert bis der durchblickt wurde. Das hat einen Kommilitonen auf einen anderen Scherz gebracht. Er hat eine Chemikalienflasche mit destilliertem Wasser gefüllt, alle Bepper für die Sicherheitsaufkleber angebracht und die dann in eine Doktorantenarbeitsgruppe gebracht. Beschriftet war sie mit „Oxidan“, oder so ähnlich (ist mehr als 20 Jahre her), auf jeden Fall der offizielle Trivialname für Wasser (es gibt noch einen außer Dihydrogenoxid). (mehr …)

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Gibt es außer der Laktoseintoleranz auch andere Intoleranzen gegen andere Zucker?

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Nun ein Enzymdefekt ist nur bei Laktose bekannt. Dieser ist genauer in diesem Aufsatz erörtert worden. Doch es gibt Unterschiede in der Resorptionsgeschwindigkeiten der Zucker. Im Dünndarm gibt es nach Spaltung aller Kohlenhydrate nur noch drei Elementarzucker. Die Glucose als Baustein von Stärke, Rohr- und Rübenzucker und Milchzucker aber auch in isolierter Form in Früchten vorkommend, die Galactose, als Baustein des Milchzuckers und die Fructose, die sowohl in Früchten vorkommt, wie auch Bestandteil des Haushaltszuckers ist. In den Darmzellen werden noch die Disaccharide gespaltet. Schon hier gibt es ein Aktivitätsgefälle, so ist die Laktase auch bei Gesunden viel weniger aktiv, als die Maltase, das Enzym, das Maltose, das Disaccharid das beim Stärkeabbau übrig bleibt, spaltet. Daher wirkt Milchzucker auch beim Gesunden als Abführmittel, wenn man große Mengen aufnimmt. Die Lactase kann nicht den ganzen Milchzucker spalten und ein Teil gelangt in den Dickdarm, wo er von den Darmbakterien vergoren wird. Das entstehende Gas bewirkt dann eine beschleunigte Darmpassage. (mehr …)

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