Wer aus Fehlern nicht lernt, muss sie wiederholen

So allmählich erinnert mich das Constellation Programm in bestimmten Dingen an die ISS und dem Space Shuttle..Warum?

Nun das Constellation Programm wurde uns versprochen als die Rückkehr zum Mond, finanziert ohne nennenswerte Erhöhung des NASA Budgets. Es sollte viel billiger als das Apollo Programm in den 60 ern sein (inflationskorrigiert).Das sollte 165 Milliarden Dollar im 2005 Wert entsprechen. Constellation sollte nur 104 Milliarden kosten, 124 mit ISS Versorgung. Inzwischen ist die Rede von 230 Milliarden. Constellation wird teurer als Apollo und es dauert länger. Bei Apollo gab es die erste Mondlandung 8 Jahre nach der Ankündigung. Constellation wird dafür 16 Jahre brauchen.

Versprach nicht der Shuttle auch alles billiger zu machen? Wurde er nicht teurer als jede Einwegrakete? (mehr …)

WeiterlesenWer aus Fehlern nicht lernt, muss sie wiederholen

Der Fehler des linearen Denkens

Ich habe ja eine neue Seite online gestellt, in denen man empfehlenswerte Raumfahrtbücher angeben kann. Nicht ohne Hintergedanken: So kann ich auch meine eigene Bibliothek ergänzen. Die drei älteren von Michel Van empfohlenen habe ich mir dann auch gleich über Amazon Marketplace bestellt. Man merkt da wie optimistisch 1973 die Zukunft noch gesehen wurde: Nukleare Triebwerke – Einsatzbereit vor 1980. Was dann kommt? Marslandung, Flug zu den äußeren Planeten und bald drauf dann die erste interstellare Reise. Steinhoff ist da nicht der einzige. Ich kann mich noch an ein Kinderbuch erinnern in dem so um das Jahr 1972 die Welt im Jahre 2000 beschrieben wurde – mit fliegenden Autos, Wohnen auf dem Meeresgrund, Roboter als Haushaltshelfer. Warum sahen alle diese die Zukunft so optimistisch? Weil sie alle linear weiter gerechnet werden. Beispiel Raumfahrt: Man hat in 10 Jahren den Mond erreicht, die Nutzlast von Trägerraketen von 1 auf über 100 t gesteigert und wenn man das so linear weiter rechnet ist man eben 10 Jahre später bei 3000 t für eine Marslandung. (mehr …)

WeiterlesenDer Fehler des linearen Denkens

SpaceX – mal wieder

Also ehrlich gesagt, ich hätte mir etwas mehr Interesse an dem philosophischen Thema von Thomas. Ich muss sagen, dass ich alles viel pragmatischer sehe: Weltraumfahrt umfasst für mich das was in absehbarer Zeit verwirklichbar ist. Kolonisierter gehören zu Science-Ficton und einige Abenteurer Vorstellungen auch. Obwohl auch Weltraumfahrt, finde ich den Teil der Merchants betrifft nur bedingt interessant. Kommunikationssatelliten mögen wichtig sein, aber nicht besonders faszinierend. Ich bin nach der Einstufung wohl eine Mischung von Forscher und Techno-Freak, aber sicher mehr Forscher.

Doch nun mal dass Buzz Word rausgezogen für hohe Blog Lesequoten – SpaceX. Die haben nämlich heute ihren letzten Start einer Falcon 1 durchgeführt – erfolgreich. Aber da sie schon im nächsten Jahr durch die Falcon 1e abgelöst werden soll wird sie trotzdem in Erinnerung bleiben als eine der Raketen mit der schlechtesten Zuverlässigkeit (und dies obwohl ihr Prospekt doch so die Zuverlässigkeit eher ausstreicht). (mehr …)

WeiterlesenSpaceX – mal wieder

Die Raumfahrtbefürworter

Heute wieder ein Gast Kommentar von Thomas Jakaitis. Mit einem mehr philosophischen Thema.  Ich hoffe auf rege Beteiligung.

Die Situation der Raumfahrbefürworter in westlichen Ländern wird im folgenden Link beschrieben:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,456996,00.html
Hinzu kommt, dass die Raumfahrtbefürworter keineswegs eine geschlossene Gruppe bilden, sondern erst noch in mehrere „Untergruppen“ zersplittert sind. Diese unterscheiden sich aufgrund ihrer voneinander abweichenden Motivationen.
Die Archetypen unter den Raumfahrtbefürwortern (ihre psychologischen Grundmuster) werden in einem Artikel von Robert C. Parkinson treffend beschrieben. Er zählt dort die folgenden Archetypen auf:

  • Explorers (Forscher)
  • Adventurers (Abenteurer)
  • Colonizers („Kolonisierer“)
  • Technologists (ich nenne sie hier aufgrund des Fehlens eines deutschen Begriffs „Techno-Freaks“)
  • Merchants (Kaufleute)
  • Profiteers (Profiteure)

(mehr …)

WeiterlesenDie Raumfahrtbefürworter

Es wurde auch Zeit…

Am 26.6.2009 verlautbarte die ESA, dass sie ihr Bodennetzwerk durch eine dritte Station für „Deep Space“ Sonden komplettieren. Eine neue Bodenstation in Argentinien, 1000 km westliche von Buenos Aires soll ab Mitte 2012 zur Verfügung stehen. Und dafür wurde es Zeit. Meiner Meinung nach hätte diese schon vor dem Start von Herschel und Planck zur Verfügung stehen sollen, und nicht erst wenn diese ihre Primärmission schon beendet haben. Es gibt zwei sehr wichtige Gründe mindestens drei Bodenstationen und vielleicht sogar noch mehr. Das eine ist, dass man nur mit drei Bodenstationen eine volle zeitliche Überwachung garantieren kann. Theoretisch würden zwei reichen, wenn sie sich um genau 180 Längengrade voneinander entfernt sind, doch dann gibt es immer noch den Effekt dass eine Sonde sehr nahe des Horizons sich befinden kann und das Signal stark gestört ist. Im Regelbetrieb einer Raumsonde hat man oft einen Orbit bei dem jeden Tag zur gleichen Zeit die Funkverbindung zur Erde aufbaut. Bei Venus Express in ihrem 24 Stunden Orbit ist dies besonders einfach möglich.

Doch es gibt kritische Manöver die man zeitlich nicht so einfach legen kann, wann es einem passt – Das Einschwenken in die Umlaufbahn z.B. Bislang hat die ESA hier auf NASA Hilfe zurück gegriffen. Das ist nun nicht mehr nötig. Es kann aber auch der Fall vorliegen, dass dies technisch nicht möglich ist. Ich kann mir z.B. schlecht vorstellen, dass man Rosetta in einen 24 Stunden Orbit um Churymasov-Geramisenko lenken wird können. (mehr …)

WeiterlesenEs wurde auch Zeit…