Politikverdruss
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Bei uns wurde in BW gewählt und natürlich gab es jede Menge Sendungen im Radio und Fernsehen mit den Spitzenkandidaten. Ich habe mir die SWR1 Reihe „Leute“, ein Radio-Talkformat mit den Spitzenkandidaten angehört und nehme das mal als Aufhänger etwas über das zu schreiben was mich an der Politik in immer größerem Maße stört auch weil es meiner Wahrnehmung nach zunimmt.
Zuerst einmal: hinter jeder politischen Ansicht steckt ein Weltbild, das die Überzeugung prägt. Nehmen wir nur mal den großen Bereich Soziales. Wenn ich nur Staaten mit demokratischen Systemen nehme, haben wir schon in Europa und den USA enorme Unterscheide. Zum einen in Nordeuropa das Konzept des Sozialstaates, in dem vieles staatlich finanziert wird, so betonte Dänemark, das als Trump ein Lazarettschiff nach Grönland schicken wollte, das jeder Däne Anreicht auf kostenlose Behandlung habe. Auf der anderen Seite des Teichs will Trump die rudimentäre Krankenversicherung „Obama-Care“ abschaffen, wahrscheinlich weil sie nicht „Trump-Care“ heißt. Dort regiert der Kapitalismus, was dort allerdings „American Dream“ heißt, in dem es praktisch keine soziale Absicherung gibt. Bei uns würde man die Linken wohl eher in dem Modell Sozialstaat verorten und die CDU/CSU bewegt sich nach den letzten Äußerungen von Merk (zu viele Krankheitstage, Lifestyle-Teilzeit, Streichen der Zuschüsse für Zahnbehandlung) mehr in Richtung USA-Modell, werden aber dabei noch von der FDP und AfD überholt. (mehr …)