Intels neue Prozessorarchitektur

Seit 2006 gibt es die Core-Prozessorarchitektur bei Intel. Seitdem wurde sie erweitert, ist aber im Prinzip die gleiche geblieben. Mehr über sie findet man auf der Website. Nun will Intel sie renovieren, wenngleich auch nicht ersetzen, wie dies zwischendurch mal mit der Netburst-Technologie des Pentium 4 geschah. Es ist im Prinzip eine Renovierung, wie bisher in den letzten Generationen, aber eine die sich nun auch auf die Programmierebene auswirkt, während es bei den letzten Generationen immer eine interne Optimierung war und man die Programme nicht umstellen musste, außer man wollte neue Features mit neuen Befehlen wie Verschlüsselung oder Vektorrechnungen nutzen.

Es gibt zwei Neuerungen. Die kleinere, aber für Programmierer radikalere ist das es einen neuen Instruktionssatz gibt. Seit dem Pentium Pro arbeitet der Prozessor intern mit MicroOps oder µOps. Bis zum Pentium war es so das der Dekoder die Befehle mit einem Fetch geholt wurden, entweder direkt in Hardwareschaltungen umsetzte oder bei den letzten Generationen in einem Mikrocode-ROM die Instruktionen geholt und ausgeführt werden, die letztendlich aber auch Bitmuster sind die nacheinander bestimmte Teile des Prozessors aktivierten. Continue reading „Intels neue Prozessorarchitektur“

Intel-Prozessoren, bei denen es anders lief als geplant

Nach Intels Flops die ich gestern vorgestellt habe, heute ein weiterer Beitrag zu dem Thema. Diesmal geht es um Prozessoren / Architekturen bei denen die Geschichte anders lief, als von Intel geplant, auch wenn man in den meisten Fällen nicht von einem kommerziellen Fehlschlag sprechen kann. Continue reading „Intel-Prozessoren, bei denen es anders lief als geplant“

Intels Flops

Wer meine Website kennt, der weiß, dass ich genau einen Artikel mit diesem Titel dort schon habe. Aber weil viele eben nur den Blog besuchen gibt es den Inhalt eben doppelt, vielleicht auch etwas Neues. Denn ich habe gerade eine kleine Serie fertigstellt, in der ich die dort vorgestellten Prozessoren genauer betrachtet habe und da liegt eine erneute Auseinandersetzung mit dem Thema auf der Hand.

Um was geht es? Intel ist seit 1981 erfolgreich mit der x86-Linie, dazu morgen später mehr, hat in den vergangenen 45 Jahren aber einige Male auf das falsche Pferd gesetzt wobei – wie ich meine – in den meisten Fällen der Misserfolg vorhersehbar war. Continue reading „Intels Flops“

Warum Intel und Microsoft heute bei den wertvollsten Unternehmen der Welt dabei sind

Man kann sich die Antwort auf die Frage natürlich einfach machen: weil die meisten PC einen Intel-Prozessor und ein Microsoft Betriebssystem haben. Doch das greift zu kurz. Es gibt ja in jedem PC auch eine Festplatte und da gibt es inzwischen nur noch zwei Hersteller (Seagate und WD) weltweit die den Großteil des Marktes bedienen sowie einige kleinere. Viele andere wie Maxwell, IBM, Conner, Samsung sind verschwunden. Trotzdem haben die nicht die Finanzkraft und das Einkommen von Intel und Microsoft. Ähnliches kann man von den Herstellern von DRAM und Flash-RAM behaupten.

Ich will die Frage aber weiter ziehen, nämlich nach den „Gewinnern“ und „Verlierern“ von 30 Jahren PC. Wer so lange dabei ist, dem wird aufgefallen sein, das sich die Kosten doch stark verschoben haben. Vor 30 Jahren war ein IBM-PC noch für die meisten nicht finanzierbar, stattdessen betrachte ich die etwas kleinere Klasse der Heimcomputer. Continue reading „Warum Intel und Microsoft heute bei den wertvollsten Unternehmen der Welt dabei sind“

Intel und Stalin

Ja an Stalin wurde ich bei der Recherche für meinen neuesten Artikel erinnert. Nun ist ja Stalin für allerlei Scheußlichkeiten bekannt, doch ich meine etwas besonderes, das war das man unter seiner Zeit gerne die Geschichte zurecht gebügelt hat. Da gab es Photographien bei denen unter Stalin unbeliebte Personen herausretuschiert wurden, Manchmal amateurhaft, so fehlten die Köpfe aber die Füße waren noch zu sehen. Verzichten konnte man auf die Fotos nicht den es waren meistens welche wo auch Lenin drauf war. Stalin selbst sorgte dafür dass seine Rolle während der Oktoberrevolution (die eine eher kleine war) hervorgehoben wurde. So bekam er ein Schauspieler der ihm ähnlich sah eine Rolle in einem Film von Eisenstein wo das Winterpalais gestürmt wurde – in Wirklichkeit war Stalin da nie dabei. Im Zuge der Säuberungen mussten dann auch Personen von Fotos weichen. Ein extremes Beispiel findet sich weiter unten wo drei Personen aus dem Bild „verschwinden“. Continue reading „Intel und Stalin“