Geld verdienen mit der ISS Versorgung Teil 2

Nachdem ich gestern das Thema schon gestern angerissen habe, ist mir noch eine bessere Idee gekommen. Verdienen mit „virtuellen“ Services. Nun wie ist das gemeint? Die ISS befindet sich derzeit in einer Höhe von rund 350 km, doch selbst wenn sie mal angehoben wird sind es nur rund 400 km. Doch selbst dann ist die Luftreibung bei dieser ausladenden Konstruktion noch hoch. Sie ist variabel, doch im Durchschnitt sollten es 200 m pro Tag sein. Das entspricht einer Abbremsung um 0,114 m/s pro Tag. Es klingt nach wenig, doch bei 350 t Gewicht braucht man da innerhalb eines Jahres bei chemischem Treibstoff eine ganze Menge um die Station auf dieser Höhe zu halten – bei einem spezifischen Impuls von 3.100 sind es rund 4700 kg.

Es gäbe natürlich Möglichkeiten für die NASA dies zu optimieren. Sie könnte die Station in eine höhere Höhe bringen. Nahe der Erde nimmt die Luftreibung rapide ab, wenn man sich von ihr entfernt. Doch das kommt, weil dann auch die Nutzlast der Trägerraketen abnimmt (und vielleicht auch weil die einzigen Raumfahrzeuge, die das können, von der ESA und Russland kommen) nicht in Frage.

Nun die NASA tut das nicht, warum also nicht an den Milliarden, die man mit der Versorgung der ISS verdienen kann, zu partizipieren. Die Idee ist ganz einfach: Elektrische Triebwerke ersetzen die chemischen Triebwerke und reduzieren den Treibstoffbedarf rapide. (mehr …)

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Geld verdienen mit ISS Transporten?

Ich habe mir überlegt ob ich noch was zum gestrigen Falcon 9 Start schreiben soll. Aber da es eigentlich keine genauen Daten der Raketen und Nutzlast gibt und keine unabhängige Einstufung des Starts, lasse ich das. Da SpaceX nach der Finanzknappheit von Elon Musk nun vollständig auf die Gelder des COTS / Transport Programmes abhängig ist (rund 349 Millionen Dollar haben sie schon davon erhalten, das ist ein Großteil der von SpaceX auf 350 bis 400 Millionen Dollar bezifferten Entwicklungskosten der Falcon Trägerraketen).

Ich frage mich ob dieser Bereich wirklich auf Dauer profitabel ist. Nun zumindest generiert er genügend Flüge. Sowohl OSC wie auch SpaceX rechnen mit 3-4 Starts pro Jahr. Das ist, wenn man die Startrate von Delta IV und Atlas V in den letzten Jahren ansieht, durchaus eine Menge die man gerne als festen Posten nimmt.

Wenn ich einen solchen Service konzipieren würde – wie geht man vor? Nun zuerst mal maximale Nutzlast bei minimalen Kosten. Da ist die Auswahl leicht: Am meisten Nutzlast erhält man wenn man Wasser oder Treibstoff transportiert. Die Tanks die dafür notwendig sind, wiegen wenig, verglichen mit dem Inhalt. Bei Fracht in einem Druckmodul wiegt alleine dieses in etwa soviel wie die Fracht, von der dann auch noch die Racks und Taschen abgehen, in dem der Inhalt verstaut wird. Zumindest ist dies beim ATV und HTV so. So bleibt ein Nutzlastanteil von unter 50 % übrig. (Beim ATV sind es knapp unter 40 %). (mehr …)

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Kostenverschleierung

Mit nichts sind Raumfahrtbehörden so knauserig wie mit dem Veröffentlichung einer Zahl: Was kostet eine Raumfahrtmission? Hier hört die Freizügigkeit bei Daten auf, wie sicher jeder Raumfahrtinteressierte schon bemerkt hat. Eine Ausnahme ist nur gegeben, wenn man es geschafft hat, etwas besonders preiswert durchzuführen, wie dies bei Mars und Venus Express gelang. Bei der ESA ist es besonders schlimm. Hier ist man sehr zurückhaltend mit Angaben. Bei der NASA ist es besser. Üblicherweise enthalten die bei größeren Missionen veröffentlichten Presseinformationen Informationen über die Kosten.

Naturgemäß noch schwieriger ist es, die Kosten von Großprojekten zu ermitteln, vor allem wenn diese über lange Zeit laufen. Stunden der Recherche für die Ermittlung der Kosten der ISS und Ariane 5 über die Gesamtlaufzeit für meine Bücher zeigten mir aber System, das gerne durchgeführt wird: Das Töpfchensystem. Ich will es mal bei der ISS zeigen. Offiziell kostet die ISS rund 30 Milliarden Dollar. Das geht doch, wenn man bedenkt, das diese Summe seit 1985 also 25 Jahren aufgebracht wird. So sind das nur etwas mehr als 1 Milliarden pro Jahr. Nur einmal entschlüpfte der NASA bei einem Text in dem Budget für 2006 die Angabe von 100 Milliarden Dollar, die seitdem immer wieder zitiert wird. Doch selbst die Augustine Kommission gab 2009 noch die Kosten mit 31,5 Milliarden Dollar an. Wie kommt es zu solch großen Diskrepanzen? Nun ganz einfach: Man teilt die Ausgaben in Budgets ein und zählt bestimmte Budgets dazu oder nicht. Bei der ISS z.B. gibt es folgende Töpfchen: (mehr …)

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Die Hüh-Hott Politik bei der ISS

Nun das Thema könnte man recht lange bei der ISS in die Vergangenheit zurückführen, eigentlich bis zur Entstehung 1984. Doch ich will mich auf die letzten sechs Jahre beziehen und daran mal meine Kritik an der ISS Politik genauer ausführen. Es war klar, dass nach dem Verlust der Columbia eine Zäsur stattfindet, aber wie dies 2004 verlief ist doch die denkbar schlechteste Lösung gewesen.

Im Januar 2004 wurde beschlossen das Constellation Programm durchzuführen. Finanziert sollte es vor allem durch Einsparungen werden – durch die Einstellung der Space Shuttle Flüge 2009/10, die Aufgabe der ISS 2016 und Kürzungen im allgemeinen Budget (also unbemannten Missionen, Aeronautics etc.). Schon damals dachte ich mir, dass so ein Mondprogramm nicht finanziert werden kann, dass während der sechziger Jahre mehr als Zwei Drittel des NASA Budgets ausmachte und dieses stieg in diesen Jahren rapide an. (mehr …)

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Bücher, Bücher, Bücher!

Gestern habe ich das Manuskript der zweiten Auflage des ATV Buchs bei BOD hochgeladen, zugleich sind drei Bücher neu von mir erschienen und am Wochenende konnte die Website den viermillionsten Besucher feiern – der natürlich auch ein Buch zugeschickt bekommt. Also genügend Stoff um das Thema Bücher wieder einmal hervorzukramen.

Fangen wir mit dem letzten an – wie beim dreimillionsten Besucher gab es auch für den viermillionsten Besucher einen Preis. Er ging diesmal an Reinhard K. Geschafft habe ich die Million (echte Besucher, nicht Seitenabrufe) in 22 Monaten. Am Samstag war es soweit. Die dritte Million wurde am 30.5.2008 erreicht. Den viermillionsten am Samstag, also dem 20.3.2010. Der Preis ist wie beim letzten Mal ein Exemplar des Gemini Programms – diesmal aber von der zweiten Auflage (die wegen zwei abgeschnittenen Grafiken nicht mehr im Handel erhältlich ist, also eine echte Rarität. Was mich erstaunt ist, dass es wieder ein Dauerblogleser war. Der Blog macht schließlich nur ein Viertel der Zugriffe aus.

Dann sind nun drei neue Bücher von mir bei Amazon erhältlich – nun ja es sind keine neuen Bücher. Es ist das dritte Buch „Europäische Trägerraketen 1“ aufgespalten in drei Teilbände. Die Intention dahinter ist die, dass ich davon ausgehe, dass es bestimmt zahlreiche Leute gibt, die sich für Ariane 1-4 interessieren, aber wahrscheinlich deutlich weniger für die Black Arrow und Diamant oder die Europa Rakete. Da ich nun den Inhalt in drei Bänden aufgesplittet habe ist es möglich sich das Buch über Ariane 1-4 für 13,90 anstatt 29,99 Euro für alle drei Träger kaufen. (Analoges gilt für die anderen beiden Bände). Genaueres findet man wie immer auf Raumfahrtbuecher.de. (mehr …)

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