Weiß Griffin was er will?

Am Montag hat NASA Administrator Griffin mal wieder eine Rede gehalten. Inzwischen schaue ich regelmäßig nach was er so sagt, weil jedesmal was neues rauskommt. Es ging diesmal um die Kommerzialisierung des Weltraums und die NASA. Diesmal ist der folgende Absatz interessant:

"I’ve been asked on many occasions for my opinion on commercial crew transportation to ISS. We’ve made an initial $500 million dollar bet on commercial cargo service capability to ISS. That is actually the more critical need, and while I certainly wish that I had more money to invest in developing COTS crew capability – and many other things – I think it unwise to raid other accounts to increase our bet on COTS crew capability.

For those who claim that NASA’s systems, the Orion crew vehicle and Ares 1 launcher, will compete with commercial providers, I will again remind everyone that, in our plan, commercial systems are "primary" for ISS logistics. Orion and Ares are the backstop if U.S. commercial providers are not successful in developing such capability. They are sized for missions beyond low-Earth orbit, and will not be as cost-effective as commercial systems built specifically for ISS transport. We should not yield to the temptation to build yet another government system solely for access to LEO. As a matter of fiscal responsibility, we should not design systems like Orion and Ares for low-Earth orbit operations, and then redesign them later for missions to the moon, the near-Earth asteroids, and Mars. And as a matter of strategic policy, the Earth-to-LEO market niche should be left to commercial providers, if they can fill it, and to government systems only if they cannot. "

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Ein Flug zur ISS kostet 2 Milliarden Dollar

Diese Summe erhält man, wenn die Zahlen der NASA aus einem Bericht an den Kongress nimmt:

"NASA has not provided a cost estimate for the Vision as a whole. Its 2005 implementation plan estimates that returning astronauts to the Moon will
cost $104 billion, not including the cost of robotic precursor missions, and that using Orion to service the ISS will cost an additional $20 billion"

Da 10 bemannte Flüge geplant sind, macht dies 2 Milliarden Dollar pro Flug. Ist die Kapsel wirklich so teuer? Ja und Nein. Nein, weil natürlich diese 20 Milliarden nicht nur die Startkosten für die 10 Flüge umfassen. Die Orion Kapsel für einen ISS Flug unterscheidet sich von der Mission zum Mond. Sie soll mehr Astronauten transportieren, länger im All bleiben und noch Fracht transportieren. Dafür benötigt sie weder ein großes Triebwerk, noch größere Treibstoffvorräte. Das Lebenserhaltungssystem muss mehr Personen, aber für einen kürzeren Zeitraum versorgen. Das alles sind Änderungen die Geld kosten.

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Passagiertransport und Tourismus in den Orbit

Ich knüpfe mal da an wo ich gestern aufgehört habe: Die Kosten für "Weltraumtouristen" – Wie kann man sie senken? Schauen wir uns an, was es heute so an Systemen gibt: Es gibt heute drei Systeme:

  • Die Raumkapsel: Sehr zuverlässig, aber nicht wiederverwendbar. Vor allem räumlich im Platz beschränkt durch die Formgebung als Kugel oder Kegel.
  • Der Space Shuttle: Voll wiederverwendbar. Kann auch größere Mengen an Fracht transportieren und erlaubt bis über 2 Wochen Aufenthalt im Orbit bei 7 Mann Stammbesatzung. Leider sehr teuer im Unterhalt und braucht eine starke Startrakete
  • Ein kleiner Shuttle, eventuell mit einem nicht wiederverwendbaren Service Modul: Wie Hermes, das CRV oder Kliper. Geeignet für den reinen Mannschaftstransport, aber nicht den Frachttransport, startbar mit einer mittelgroßen Trägerrakete.

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Einen Grund warum das Space Shuttle so teuer ist….

… offenbarte uns vor einigen Tagen Wayne Hale, heute stellvertretender Chef für strategische Partnerschaften bei der NASA, vorher Leiter des Space Shuttle Programmes (unter anderem auch während der STS-107 Mission die so tragisch endete). Ich rate die Originalquelle zu lesen, auf die ich mich beziehe.

Er verdeutlicht die Problematik, die man jetzt hat, wenn man die Entscheidung das Space Shuttle auszumustern revidieren will: Die NASA hat diesen Auftrag 2004 von Bush bekommen, geplant wie viele Shuttle Flüge sie noch braucht und dann Bestellungen für Ersatzteile und Verbrauchsmaterialen (ET, Reifen, aber auch viele Kleinteile) geordert und dann die Verträge mit Zulieferern beendet. Was machen die Zulieferer? Sie entlassen die Spezialisten oder verschrotten Spezialwerkzeuge oder Maschinen. Das können kleine Anlagen sein, das kann wie im Falle des ET eine ganze Fabrikhalle sein.

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Politik und die ISS – Teil 2

Ich sollte mal umsatteln auf Prophet: Was ich kürzlich prognostiziert habe, ist nun eingetreten. Wie Michael Griffin in einem Interview sagte, ist die Situation bei der ISS prekär. Bis 2012 hat die NASA Starts auf russischen Sojus Kapseln gebucht und für die Zeit danach, müsste man Anfang 2009 die Weichen stellen.

Durch den Einmarsch Russlands in Georgien scheint es nun sehr unwahrscheinlich, dass die NASA diese Option wird wahrnehmen können. Die politische Stimmung im Kongress ist gegen die Zahlung von Geldern an Russland für Sojus Flüge. Was für Optionen hat die NASA nun? Nach Ansicht Griffins derer drei:

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