Raumfahrträtsel 13

SkylabSo heute ist das verflixte dreizehnte Rätsel dran und ich war echt erstaunt, dass jemand das letze doch rausbekommen hat. Ja, am 17.2.1970 wurde Skylab endgültig benannt, nachdem es vorher nur ein Programm gab, aber kein konkretes Projekt (obwohl von den vielen Ideen des AAP zu diesem Zeitpunkt nur noch Skylab übrig war). In der Frühzeit gab es für Erdorbitmissionen die aber eine andere Hardwarekonfiguration hatten die Bezeichnungen „Apollo X“ und AES – Apollo Extension System. Wie es zum Namen kam, kann man hier nachlesen. Das war relativ spät, die Labors waren schon ein halbes Jahr vorher bestellt. Apollo wurde schon sehr früh (ich glaube 1962) benannt und das Space Shuttle auch. Vielleicht kam man ja auch drauf, weil ich in meine Blogs immer gerne einfließen lasse, woran ich arbeite. Beim Rechercheiren stößt man auf vieles, was einen bewegt oder interessant ist und das verwende ich im Blog, oder ich komme einfach auf Gedanken, die ich weiterspinnen will.

Ich will heute gar nicht groß auf Skylab eingehen, weil ich denke da wird noch einiges folgen, sondern mal eine oft angerissene Frage beantworten: Warum schreibe ich Bücher über bemannte Raumfahrt, schließlich bin ich ja als Kritiker der bemannten Raumfahrt bekannt? (mehr …)

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Raumfahrträtsel 12

Am 31.3.1975 nahm (zumindest nach ihrer Website Arne) die ESA ihre Arbeit auf. Ich halte die ESA für eine echte Erfolgsstory, nicht nur weil bemerkenswert ist, was sie in den letzten 35 Jahren geleistet hat, sondern auch wenn man die Vorgeschichte kennt. Vorher gab es eine ESRO die Satelliten baute und eine ELDO die Trägerraketen baute. Und beide hatten nichts miteinander zu tun – im Gegenteil die ESRO wollte lieber ihre Satelliten auf preiswerten amerikanischen Trägern starten anstatt auf der teuren Europa.

Die ESA steht heute für mich vor allem für eines: Für Kontinuität. Natürlich gibt es auch hier immer wieder den Fall das Projekte abgebrochen wird, weil sich in der Planung herausstellt sie werden teurer als erwartet  Aber der Blick über den großen Teich zeigt doch, dass es auch anders geht. Man muss nur mal sich die Geschichte der ISS ansehen oder wie die NASA jahrzehntelang am Space Shuttle festhielt obwohl das wofür es gebaut wurde es nicht leisten konnte – die Trägerraketen zu ersetzen. Von vielen kleineren Umwälzungen die es gab nicht zu sprechen, wie der Einbruch in der Forschung nachdem Reagan ins Amt kam oder die Kürzungen die nach Constellation einzogen, das nun ja selbst wieder eingestellt werden soll, aber auch das ist nicht so ganz sicher. (mehr …)

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Raumfahrträtsel 11

Mariner 10 Aufnahme der VenusDie erste Raumsonde die ein Swing-By Manöver durchführte war Mariner 10. Zwar startete Pioneer 11 vorher, doch als sie bei Jupiter ankam und dort das zweite Fly-By durchführte, war Mariner 10 schon an der Venus vorbeigeflogen.

Ich will nicht die Grundlagen des Fly-By oder Swing-By erläutern. Das habe ich an anderer Stelle getan. Das Grundprinzip ist, dass ein Vorbeiflug an einem Planeten die Bahn eines Himmelskörpers krümmt. Relativ zum Planeten behält die Raumsonde ihre Geschwindigkeit. Durch die Bahnkrümmung und die Eigengeschwindigkeit des Planeten wird aber die solare Bahn verändert.

Beobachtet wurde das schon bei den ersten Raumsonden. Mitte der sechziger Jahre war es erstmals möglich die Bahnen zu berechnen die resultierten und damit zu planen eine Raumsonde von einem Planeten zum nächsten zu schicken. Doch bis dies in praktisch umsetzbar wurde vergingen noch einige Jahre. Das erste war dass die Lebensdauer der Raumsonden zu steigern – Mariner 2 fiel kurz nach dem Vorbeiflug aus. Doch Mariner 4 arbeitet noch zwei Jahre nach dem Start. Das zweite war es eine Bahn mit hoher Genauigkeit zu erreichen: Ein Fehler beim Vorbeiflug von 1 km bewirkt typischerweise eine Bahnabweichung von über 1.000 km beim nächsten Ziel. Bei den ersten Raumsonden war man froh wenn man einen Zielpunkt auf 10.000 oder 1.000 km genau erreichte. Beim Swing-By musste mit den damals vorhanden Treibstoffvorräten dies auf unter 100 km gesteigert werden. 1969 gelang dies bei Mariner 6+7. (mehr …)

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Raumfahrträtsel 9

Atlas AbleEs gibt bekanntere Raumsonden und unbekanntere. Zu den bekannteren zählen sicherlich die beiden Mars Rover, Cassini oder Voyager. Unbekanntere sind vielleicht der Mars Observer, die Pioneer Sonnensonden. Das absolut unbekannteste ist aber ein Programm, bei dem man nicht mal den Namen so genau weiß, denn keine Sonde startete erfolgreich und so wurde es niemals offiziell.

Während der Entwicklung wurde das Programm nach der Trägerrakete bezeichnet (das war auch bei den Vanguard Satelliten so und den ersten Pioneer Mondsonden auch zuerst „Thor Able“. Und so hieß dieses Programm daher auch erst mal „Atlas Able“.

Das Programm muss im damaligen politischen Umfeld gesehen werden. Es tobte noch ein Wettlauf der Systeme – nicht technisch sondern politisch. Es ging darum erster zu sein. Das ging schon damals unter (die amerikanischen Satelliten, obwohl viel kleiner aus die russischen machten die Entdeckungen, Russland ging es nur um Propaganda. So entdeckte Explorer 3 den Van Allen Strahlungsgürtel und Pioneer 3+4 verfeinerten die Messungen. So waren auch die nächsten Schritte ambitioniert:

Das Pioneer P Programm sollte einen Mondorbit einschwenken – sieben Jahre vor Luna 10. Von dort aus waren zahlreiche Messungen geplant. Die wichtigsten waren Strahlungs- und Partikelmessungen um das interplanetare  Magnetfeld und die Plasmaumgebung der Erde zu bestimmen. Die von Arne angesprochene „KameraW war eine Photodiode. Sie liefert den Helligkeitswert eines Bildpunktes. Durch Bewegung der Photodiode und die Rotation der Raumsonde baut sich so ein Bild auf. (Analog funktionierten auch die „Kameras“ von Pioneer Venus Orbiter und Pioneer 10+11). Ziel war vor allem die von der Erde aus nicht beobachtbare Rückseite des Mondes zu beobachten.

Anders als Arne mutmaßt war aber nicht der Grund für die Programmeinstellung die ersten Bilder der Mondrückseite durch Luna 3 am 4.10.1959. Es war das keine einzige Sonde erfolgreich startete. Der Grund war die Kombination der bisher noch nicht als Weltraumträger erprobten Atlas und der Oberstufen der Vanguard Able und Altair. Zum ersten: Die Atlas durchlief zu diesem Zeit noch ihr Entwicklungsprogramm. Die NASA war so eifrig, dass sie die neunte produzierte Atlas, noch von der „C“ Version einsetzte. Die Versionen A-C waren reine Entwicklungsmuster und die D-F die Einsatzversionen. Die Rakete waren noch nicht erprobt und hatte auch noch ein paar Jahre später zahlreiche Fehlstarts (selbst im Mercury Programm). (mehr …)

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