Raumfahrträtsel 25

Eplorer 49

Kinder wie die Zeit vergeht… Nach nur knapp etwas über einem Monat bin ich schon beim „Silberjubiläum“ angekommen. Rätsel Nr.1 erschien am 18.8.2010.Immerhin stelle ich fest lockt das Rätsel auch mal ein paar stille Blogleser zum Kommentieren (ich bin ja der Meinung man sollte bei einem Blog nicht nur „Leser“ sein. Das ganze lebt von der Interaktion). Wie sicher der eine oder andere schon gemerkt hat, lebt das Rätsel vom Nachdenken und suchen. So ist nicht unbedingt der schwerste Satellit das größte Objekt, sondern es kann auch ein kleiner Satellit sein, wenn er lange Antennen hat. Die beiden Rekordhalter sind RAE-A und RAE-B (Explorer 38 und 49). RAE-A hatte zwei 227 m lange Antennen und bei RAE-B waren sie jeweils 229 m lang. Dazu kam noch eine 37 m lange Antenne und ein 126 m langer Ausgleichsstab, sodass dieses Objekt im All etwa 468 x 37 x 126 m groß war.

(mehr …)

WeiterlesenRaumfahrträtsel 25

Raumfahrträtsel 22

Tja gerne vergessen, aber die Lösung von „Keiner“ (Super-Nickname, fast so gut wie „Anonym“) war richtig. Inzwischen haben wir eine Inflation an „Erste privat finanzierte Raumfahrtfirma“. Copenhagen Suborbitals schmückt sich damit, Virgin Galatic und natürlich SpaceX. Letztere ist bei Eigenkapital von 150 Millionen Dollar und NASA Vorauszahlungen von 350 Millionen allerdings mehr regierungsfinanziert als andere etablierte Firmen.

Aber die erste Firma, die es nachweislich selbst probiert hat und nicht nur ohne Regierungsmittel auskam, sondern sogar gegen den Willen der Regierung gehandelt hat, war die OTRAG. Man könnte nun viel über das technische Konzept schreiben und das habe ich auch. Aber was der Firma letztendlich zum Verhängnis wurde waren zwei Dinge. Das fehlende Feingefühl von Kayser bei der Wahl des Startortes – zuerst in Zaire und dann in Libyen. Das führte zu politischen Konflikten, selbst Bundeskanzler Schmidt wurde mit dem Gebaren der Firma konfrontiert und schließlich führte dies auch dazu, dass die sehr wohlwollende Behandlung der Firma seitens des Finanzamtes sich nach einigen Jahren dem Ende näherte. (mehr …)

WeiterlesenRaumfahrträtsel 22

Raumfahrträtsel 21

So nun hat es nach zwei Tagen doch noch jemand rausbekommen und ich weiß nun wie ich die Rätsel so stelle, dass sie nicht nach ein paar Stunden gelöst sind… (Keine Sorge es gibt trotzdem noch einfache Rätsel zwischendurch, z.B. heute). Ja es geht um das „Space Adaptions Syndrome“ SAS, oder einfach Weltraumkrankheit genannt. Wie vielleicht im Dunstkreis meiner Blogleser bekannt, entsteht das Phänomen dadurch, dass Augen und Gleichgewichtssinn unterschiedliche Signale ans Gehirn senden. Die Augen sagen, „alles bewegt sich, ich kann mich im Raum drehen und die ganze Welt dreht sich um mich herum“ und der Gleichgewichtssinn sagt „nichts passiert, ich liege ruhig da“. Verantwortlich sind da kleine Kristalle im Gehörgang die eben der Schwerkraft folgen, oder eben in Schwerelosigkeit nicht.

Am ehesten vergleichbar ist das der Übelkeit auf See: Auf einem Schiff bemerkt man die Bewegung des Wellengangs, aber da sich das Schiff genauso wie man selbst bewegt, steht das was man sieht nicht im Einklang mit dem was der Gleichgewichtssinn sagt.

Zurück zu meinem Rätsel. Am Anfang der Raumfahrt war das Phänomen unbekannt. Es trat bei Mercury und Gemini nicht auf, weil die Kapseln zu klein waren (man zog die Kapseln an, wie es damals hieß). Die Astronauten konnten sich nicht bewegen. Es gab zwar die Meldung der Erkrankung von German Titow, aber der wurde bei der NASA nicht viel Bedeutung beigewesen. Später veröffentlichten die UdSSR nichts mehr obwohl das Phänomen weiterhin auftrat, wahrscheinlich weil sie vermeiden wollten dass ihre Kosmonauten wie Schwächlinge wirkten. (mehr …)

WeiterlesenRaumfahrträtsel 21

Raumfahrträtsel 20

Ja zum zwanzigsten Rätsel habe ich mir mal ein Thema abseits des Kerngebietes Raumfahrt erlaubt. Und auch einen kleinen Scherz mit dem Publikum. Wir wollen ja nicht zu berechenbar werden oder? Ich bin ja kein großer Sci-Fi Fan, aber ich schaue gern die alten Raumschiff Enterprise Folgen an, also die Serie die von 1967 bis 1969 lief. Was sie auszeichnet sind die witzigen deutschen Dialoge (viel besser als das Original) und nach 40 Jahren ein gewisser Trash Faktor. Also man sieht ihr an dass sie recht billig produziert wurde mit billigen Kulissen, die Anwandlungen an die damals populären Westernserien (alle Planeten sind Wüsten, Schlägereien wann immer passend). Vor allem natürlich die damalige Computertechnik die Stand der Technik im Raumfahrt war – viele bunte Knöpfe und Schalter, keine Bildschirme…. (mehr …)

WeiterlesenRaumfahrträtsel 20

Raumfahrträtsel 19

ROSATAuch diesmal war es kein Problem das Rätsel zu lösen: Ja an diesem Tag wurde der deutsche Röntgensatellit ROSAT nach fast neun Jahren Betriebszeit abgeschaltet, nachdem das Gas für den letzten Proportionalzähler abgeschaltet. Ich halte ROSAT für den erfolgreichsten deutschen Satelliten. ROSAT war um Klassen empfindlicher als sein Vorgänger der NASA Satellit HEAO-2 (Einsteinobservbatorium). Während dieser rund 840 Röntgenquellen entdeckte waren es bei Rosat nach einem Jahr Durchmusterung schon 60.000 und nach fünf Jahren rund 120.000. Später wurden rund 5.000 Quellen im Punktausrichtungsmodus beobachtet. Seine Empfindlichkeit und Auflösung war um Klassen besser als dieser Satellit.

ROSAT war auch der letzte Satellit einer kleinen Blüte im deutschen Weltraumprogramm. In den siebziger Jahren gab es neben dem schon damals starken Engagement in der ESA auch noch ein deutlich größeres nationales Programm. Deutschland baute zwei nationale Raumsonden (die erste Nation nach USA und UdSSR mit eigenen Raumsonden!), plante eigene Missionen mit dem Spacelab (auch hier die einzige ESA Nation die das tat) und eigene nationale Kommunikationssatelliten. ROSAT war der letzte in dieser Serie. Er war dabei nicht einmal so teuer: 560 Millionen DM, die HEAO Serie kostete 700 Millionen Dollar für drei Satelliten (bei einem Umrechnungskurs von 2 zu 1) und XMM als Nachfolger kostete bis 2006 rund 909 Millionen Euro. (mehr …)

WeiterlesenRaumfahrträtsel 19