Raumfahrträtsel 25

Kinder wie die Zeit vergeht… Nach nur knapp etwas über einem Monat bin ich schon beim „Silberjubiläum“ angekommen. Rätsel Nr.1 erschien am 18.8.2010.Immerhin stelle ich fest lockt das Rätsel auch mal ein paar stille Blogleser zum Kommentieren (ich bin ja der Meinung man sollte bei einem Blog nicht nur „Leser“ sein. Das ganze lebt von der Interaktion). Wie sicher der eine oder andere schon gemerkt hat, lebt das Rätsel vom Nachdenken und suchen. So ist nicht unbedingt der schwerste Satellit das größte Objekt, sondern es kann auch ein kleiner Satellit sein, wenn er lange Antennen hat. Die beiden Rekordhalter sind RAE-A und RAE-B (Explorer 38 und 49). RAE-A hatte zwei 227 m lange Antennen und bei RAE-B waren sie jeweils 229 m lang. Dazu kam noch eine 37 m lange Antenne und ein 126 m langer Ausgleichsstab, sodass dieses Objekt im All etwa 468 x 37 x 126 m groß war.
Tja gerne vergessen, aber die Lösung von „Keiner“ (Super-Nickname, fast so gut wie „Anonym“) war richtig. Inzwischen haben wir eine Inflation an „Erste privat finanzierte Raumfahrtfirma“. Copenhagen Suborbitals schmückt sich damit, Virgin Galatic und natürlich SpaceX. Letztere ist bei Eigenkapital von 150 Millionen Dollar und NASA Vorauszahlungen von 350 Millionen allerdings mehr regierungsfinanziert als andere etablierte Firmen.
Ja zum zwanzigsten Rätsel habe ich mir mal ein Thema abseits des Kerngebietes Raumfahrt erlaubt. Und auch einen kleinen Scherz mit dem Publikum. Wir wollen ja nicht zu berechenbar werden oder? Ich bin ja kein großer Sci-Fi Fan, aber ich schaue gern die alten Raumschiff Enterprise Folgen an, also die Serie die von 1967 bis 1969 lief. Was sie auszeichnet sind die witzigen deutschen Dialoge (viel besser als das Original) und nach 40 Jahren ein gewisser Trash Faktor. Also man sieht ihr an dass sie recht billig produziert wurde mit billigen Kulissen, die Anwandlungen an die damals populären Westernserien (alle Planeten sind Wüsten, Schlägereien wann immer passend). Vor allem natürlich die damalige Computertechnik die Stand der Technik im Raumfahrt war – viele bunte Knöpfe und Schalter, keine Bildschirme….
Auch diesmal war es kein Problem das Rätsel zu lösen: Ja an diesem Tag wurde der deutsche Röntgensatellit ROSAT nach fast neun Jahren Betriebszeit abgeschaltet, nachdem das Gas für den letzten Proportionalzähler abgeschaltet. Ich halte ROSAT für den erfolgreichsten deutschen Satelliten. ROSAT war um Klassen empfindlicher als sein Vorgänger der NASA Satellit HEAO-2 (Einsteinobservbatorium). Während dieser rund 840 Röntgenquellen entdeckte waren es bei Rosat nach einem Jahr Durchmusterung schon 60.000 und nach fünf Jahren rund 120.000. Später wurden rund 5.000 Quellen im Punktausrichtungsmodus beobachtet. Seine Empfindlichkeit und Auflösung war um Klassen besser als dieser Satellit.